Introvertiert & hochsensibel – Best Practices für dein ideales Business Design

Best practices für introvertierte und hochsensible

Ich weiß noch, als ich Anfang 2020 in einem meiner eigenen Business-Trainings erzählte, dass ich ein introvertierter Typ bin. Einige meiner treuen Kundinnen ahnten das bereits, aber für viele war das damals neu. Es gab Reaktionen wie „Das hätte ich nie gedacht“ oder „Du bist doch so viel live und wirkst da immer so souverän“.

Das brachte mich zum Schmunzeln, denn natürlich bedeutet introvertiert zu sein nicht, dass du nicht gut in deinem Job bist oder gar unsouverän.

Was ist Introversion?

Vielmehr bedeutet es (für mich), dass ich sehr viel Zeit für meinen persönlichen Rückzug brauche und frische Kraft aus meinem Inneren schöpfe. Nicht andere Menschen oder das Außen geben mir Power, sondern ich selbst, wenn ich in mir ruhe. In Gruppen bin ich eher diejenige, die beobachtet, die wahrnimmt. Manchmal wirke ich verschlossen, weil ich einfach nur schaue, nichts sage oder nur auf meinem Stuhl hin und her rutsche. Ich wurde auch schon als arrogant bezeichnet. Dabei war ich einfach nur „in mir“ unterwegs.

Dazu kommt, dass ich auch ausgeprägt hochsensibel bin. Meine Wahrnehmung war schon immer sehr scharf, ich kann sehr klar erkennen, was mit Menschen „los“ ist und ich höre/fühle/rieche auch intensiver als andere. Durch die Öffnung für die Arbeit mit Energien & Frequenzen und den Anstieg meiner eigenen Schwingung hat das in den letzten Monaten weiter zugenommen.

Wann wird es Zeit zum Auftanken?

Ich brauche also viel Zeit zum Auftanken, wenn ich

  • viele Menschen um mich habe
  • mich viel mit Verstandes-Themen beschäftige
  • viele Termine in meinem Kalender habe
  • vielen äußeren Einflüssen ausgesetzt bin

Wenn du also weißt, dass du z. B. nächste Woche einen eher vollen Kalender hast, darfst du dir danach die Woche mehr Raum für dich gönnen. Wenn du einen Seminar- Tag hast, wo dein Verstand gefordert ist, braucht es danach viel Ruhe, Me-Time und Chillen.

Was passiert bei zu viel Extraversion?

Wenn ich mir diese Zeit nicht nehme, lande ich schnell in „depressionsartigen Zuständen“, die sich bei vollkommener Nichtbeachtung auch zu einer handfesten Erschöpfungsdepression ausweiten können. Körperlich merke ich das an Stresssymptomen, wie Überreizung, sensiblen Reaktionen, wenn jemand in meinen Augen was „falsch“ macht, an einem durcheinander gekommenen zentralen Nervensystem, an dem Wunsch viel Schoki & Süßes zu essen und an unruhigem Schlaf.

Dazu kommen Tränen, alter Schmerz und Trauer sowie ein Gefühl der inneren Zerrissenheit. Oft fühle ich mich dann in dieser Welt vollkommen fremd und das alte Gespür von „Ich bin einfach anders“ kommt wieder hoch und übernimmt die Macht.

Spirituell betrachtet sind es typische Probleme einer „Star Soul“, einer Sternenseele – einer Seele, die nicht von dieser Welt kommt, die „außerirdisch“ ist, und deswegen immer wieder mit bestehenden Konventionen hadert.

Wichtig: Nur zwei Seiten einer Medaille

In der Einheit sind Introversion und Extraversion nur zwei Seiten derselben Medaille, was bedeutet, dass du sowohl das eine oder das andere sein kannst (du kannst alles sein). Wichtig ist eben nur, dass du beide Pole in Balance hältst.

Wenn du also viel im Außen unterwegs bist, dann ist es wichtig, auch wieder viel Zeit mit deinem Inneren zu verbringen, damit du dich wieder aufladen kannst. Bei allem Wissen um Polarität und die Einheit ist es nach meiner Erfahrung jedoch so, dass es Menschen gibt, die „ein bisschen introvertierter“ sind als andere.

Wichtig ist hierbei immer, dass du nicht selbst in eine Schublade steckst und diese als Story nutzt, warum du dies nicht kannst und das nicht bist. Es geht um Bewusstsein. Du darfst dich so wahrnehmen und die gleich folgenden Tipps für dich anwenden, wenn sie dir dienen. Und wenn es dann plötzlich doch mal anders ist und du wieder einen Schwung voller „Rausgeh-Power“ hast, dann ist es wunderbar und du darfst und solltest diese nutzen.

Was bedeutet introvertiert sein für dein Business?

Wenn man sich in der Online-Business-Welt so umsieht, dann scheint es, als seien alle Menschen wahnsinnig extrovertiert, haben permanent Kraft für Live-Launches und sind natürlich täglich online, um ihr allerbestes Leben und Business zu zeigen. Dies kann einen als eher stillen, zurückhaltenden Menschen schon mal sanft überfordern.

Viele introvertierte Business Starter schaffen es deshalb gar nicht, sich überhaupt einen dauerhaften Platz am Markt zu sichern und selbst wenn du schon etwas dabei bist (so wie ich), kann es in Umbruchphasen oder Krisen immer wieder dazu kommen, dass einen das Außen „auffrisst“.

Viele Business- und Marketing-Programme der alten Energie sind zudem auf extrovertierte Menschen zugeschnitten und vermitteln ein standardisiertes Marketing, was viele Regeln, Vorgaben und „Must-Do’s“ beinhaltet. Dies ist für introvertierte Menschen too much und viele setzen das, was sie dort lernen, nie (dauerhaft) um und geißeln sich noch dafür, dass sie es angeblich nicht schaffen.

Auch viele Programme, die eigentlich einen anderen Wert vermitteln wollen (wie bspw. Programme rund um intuitives Marketing oder speziell Programme für Introvertierte) hören an der Stelle auf, wo es darum geht, dass eben niemand „nur introvertiert“ ist (weil es eben nur eine Seite unseres Seins ist).

 

Sandra Lotz - Facebook Banner Unleash your Soul

Du bist nicht nur introvertiert

Denn vielleicht kennst du das auch. Wenn du das richtige Thema hast und die richtigen Menschen um dich herum, dann kannst du dich richtig in Rage reden oder durchaus als Clown dein Umfeld begeistern. Dann blühst du auf, verzauberst die Menschen und bist so richtig in deinem Element. In diesen Momenten bemerkt niemand, dass du eigentlich introvertiert bist.

Das ist übrigens auch der Grund, weswegen meine Kunden oft überrascht sind, wenn sie erfahren, was für ein zurückhaltender Mensch ich auch bin. Und weswegen meine Familie, die mich auch als „Laber-Socke“ und „Spielkalb“ kennt, diese Introversion vielleicht gar nicht so unterschreiben würde.

Du bist nicht nur eines – du bist alles. Und du darfst auch alles sein!

Und doch gibt es einige Tipps für dein Business, die es dir leichter machen, in der Online-Business-Welt erfüllt und profitabel dein Geschäft zu führen.

Du arbeitest am besten, wenn es dir gut geht

Für dich wie für alle gilt, dass du am besten in deinem Job bist, wenn es dir gut geht. Deswegen ist es so wichtig, dass du genau heraus findest, wann/wie es dir am besten geht.

Hier einige Fragen, die du dir stellen kannst:

  • Zu welchen Zeiten arbeite ich am liebsten und wann/wieviel Pause brauche ich?
  • Arbeite ich lieber intim 1:1 mit Menschen oder in größeren Gruppen? (wenn es größere Gruppen sind, brauchst du höchstwahrscheinlich danach Pause)
  • Was dient mir in meiner Me-Time und wie kann ich diese in meinen Tag einbauen?
  • Welche Tools, Menschen, welches Umfeld dient mir und was nicht?
  • Wie tanke ich zwischendurch am besten wieder auf?
  • Wo arbeite ich am liebsten, in welchem Umfeld?
  • Im Kern geht es also immer um die Frage:
  • Wann und wobei habe ich eine besonderes hohe Energie und wie kann ich dafür sorgen, dass mir diese dauerhafter bereit steht?

Diese Fragen solltest du dir natürlich zum Start deiner Selbständigkeit stellen und genauso auch immer wieder zwischendurch, wenn du in Umbruchphasen bist und dein Business neu ausrichtest.

Du darfst jeden Tag hinein spüren, ob dir der heutige Tag in allen Aspekten gut getan hat oder ob du vielleicht eine Kleinigkeit übersehen hast.

Welche Fragen du dir zu diesem Zweck stellen kannst und was es darüber noch zu wissen gibt, findest du in diesem Artikel hier: „Selbstführung: Stellst du dir schon die richtigen Fragen?“

Best Practices für dein ideales Business Design

Nach rund 5 Jahren im eigenen Business und der Begleitung von Frauen, die sehr ähnlich ticken wie ich, möchte ich dir hier einige meiner konkreten Learnings als Anregung weitergeben.

Dein Business Design ist natürlich immer zutiefst individuell. Schau also einfach, was für dich stimmig ist.

Angebote & Kunden

  • In der Zusammenarbeit mit Kunden darfst du schauen, welche Elemente dir gut tun und welche nicht. Oft sind zu viele Live-Elemente, feste Zeiten, Omni-Präsenz in Programmen (z. B. tägliche Begleitung/Erreichbarkeit) nicht günstig für Introvertierte. Probiere es für dich aus.
  • Generell ist es hilfreich, wenn du deine Kunden „einweihst“. Manchmal brauchst du dazu nichts sagen, weil sie es längst wissen. Es hilft dennoch, offen zu sein und zu sagen, dass die eigene Arbeit immer auch mal Raum für Überraschungen ist und es zu Veränderungen in geplanten Abläufen kommen kann.
  • Introvertierte arbeiten oft gerne in 1:1 Settings und in kleineren Gruppen. Wenn du hochsensibel bist, kommt es vor, dass in großen Gruppen unbewusst auch oft die Energie „aufgesaugt“ wird.
  • Vielleicht sind auch reine Online-Angebote, die unabhängig von dir und deiner Energie funktionieren (z. B. Kurse) gut für dich.

Marketing & Social Media

  • Arbeite mit Evergreen-Content, z. B. auf dem Blog (wenn du gerne schreibst) oder auf YouTube (wenn du gerne Videos drehst). Blog wie YouTube funktionieren über eine organische Suche, die – einmal sauber eingerichtet – immer für dich arbeitet (auch wenn du gerade kaputt bist und dich ausruhen musst). Social Media ist hier als einziger Kanal viel zu schnelllebig, dein Content wird auf Dauer nicht gut repräsentiert und dies baut schnell Druck auf, immer mehr Neues zu erstellen.
  • Schaffe dir aber auch Raum für Extraversion – also für „Anfälle“, wo du voll bei dir bist und deine Message in die Welt blasen willst. Dies kann eine Facebook-Gruppe oder ein Telegram-Kanal sein.
  • Ich persönlich bevorzuge auf Dauer Kanäle, wo ich schreiben oder sprechen kann. Videos sind für mich nicht immer das richtige. Finde also für dich das richtige Medium, den richtigen Ausdruckskanal, und lege deine Kommunikationskanäle danach an.
  • In Social Media besteht durch die Algorithmen ein gewisser Druck, präsent zu sein. Ich glaube, dass sich das in den nächsten Jahren von alleine legen wird, denn es ist unnatürlich. Für die Übergangszeit gibt es 3 Möglichkeiten des Umgangs. 1) Ignorieren und einfach präsent sein, wann es für dich stimmig ist – egal, was der Algorithmus dazu sagt 2) Inhalte vorplanen, wenn du gut drauf bist, Tools nutzen und davon in Zeiten der Ruhe zehren 3) Eine Social Media-Assistenz engagieren, die deine Energie ausgleicht, ggf. auch beständiger ist als du und die deine Inhalte recycelt und verteilt. Was für dich passend ist, hängt davon ab, an welchem Punkt du in deinem Unternehmen stehst.
  • Social Media Detox Tage bzw. Retreats nur mit dir alleine in der Natur sind zwischendurch absolut förderlich für dich.

Kooperationen & Netzwerke

  • Wenn du dich mit anderen Menschen vernetzt und ggf. auch in Business-Netzwerken aktiv bist, achte sehr auf die Energie dort und lass dich nicht verschlucken. Auch viele Netzwerke agieren in stark männlicher Energie (auch Frauen-Netzwerke) und es besteht im Business-Kontext immer ein Hang zu Leistung, Messung & Erfolg. Dies sind alte Energien, oft unbewusst aus dem Ego kommend – du darfst hier für dich schauen, was dir gut tut. Die Grenze zwischen Inspiration und Überforderung kann fließend sein.
  • Sei achtsam mit externen Deadlines, z. B. wenn du bei einem Kongress sprichst oder an einem Buch-Projekt teilnimmst. Das kann sich in dem Moment toll anfühlen, aber zu dem Zeitpunkt selbst dann wieder nicht mehr. Nimm dir nicht zu viel vor.

Business Lifestyle

  • Achte auf externen Input auf allen Ebenen, z. B. Social Media, Newsletter, Challenges, Bücher – das lenkt dich von dir selbst ab und du verlierst dich im Außen.
  • Schaue, ob dir eine Richtschnur wie „nur x Termine pro Tag/Woche“ oder auch eine Woche Free Flow pro Monat gut tun. Die meisten meiner Kunden (mich eingeschlossen) lieben terminfreie Zeit bzw. es tut ihnen nicht gut, wenn sie von einem Meeting zum nächsten hetzen.
  • Deine Me-Time sollte täglich Raum bekommen. Mach dir bewusst, was es für dich ist. Die meisten Menschen brauchen hier nichts Ausgefallenes. Vielen hilft Zeit in der Natur, eine Badewanne oder einfach Schlafen. Ich liebe es auch, Musik zu hören, zu singen und zu tanzen. Wenn mir das mal zu laut ist (was vorkommt), dann ströme ich gerne mit mir in meinem Sein auf dem Sofa. Schau, ob du direkt morgens mit Me-Time starten willst, damit du dich für den Tag gut ausrichtest. Wenn du Tipps braucht, wie du dir deine passende Morgenpraxis zusammenstellen kannst, findest du hier einen Beitrag dazu. 
  • Bestimmt gibt es noch viel mehr Tipps auch aus deiner Erfahrung, die du gerne mit uns in den Kommentaren teilen darfst!

Nicht du passt dich an, sondern dein Business

Im Business ist also nicht deine Introversion bzw. Hochsensibilität das Thema, denn du kannst dein Business jederzeit „drumherum“ bauen. Es gibt für alles Wege und Möglichkeiten. Doch was du brauchst ist, dass du dich zutiefst mit diesen Gaben und Fähigkeiten anerkennst und den Mut findest, genau so dein Business aufzubauen und zu führen.

Solange noch in dir Anteile von Mangel sitzen, dass du es besser „so und so“ – aber eben nicht so, wie es für DICH gut ist – tun solltest, solange werden Zustände von Überforderung noch ganz normal sein. Solange erlaubst du dir höchstwahrscheinlich auch noch nicht, das für dich persönlich ideale Business zu führen.

Denk dran, das ideale Business Design ist nicht das, was sich (fürs Ego) gut anhört oder was der Coach predigt – sondern das, was DIR in der Ausübung deiner Aufgabe am meisten DIENT.

Erlaube dir, DU zu sein – in allen Facetten deines Business.

Und wenn du Unterstützung dabei brauchst, sind wir gerne für dich da. Schau dich hier um, ob du mit den aktuellen Angeboten in Resonanz gehst und vereinbare dein persönliches Gespräch, um für dich zu schauen, was dir dient.

Ich freue mich auf dich! 🧡

(Photo by Helena Lopes)

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