Raus aus der Angst

Bist Du in Kontakt mit Deinen Gefühlen oder analysiert Du Dein Leben? Erwartest Du, dass die Dinge so laufen, wie Du das willst und wie es Dir passt? In den letzten Wochen habe ich wieder einmal die Erfahrung gemacht, wie entscheidend unser Umgang mit schwierigen Themen ist. Insbesondere solchen Themen, die auf den ersten Blick schmerzhaft erscheinen. Themen, die uns einfach Angst machen. In diesem Artikel soll es daher darum gehen, wie du raus aus der Angst kommst.

Ich bin genauso ein Mensch wie Du. In meinem Leben passieren genauso viele schöne wie schlimme Dinge, wie das bei Dir auch sein wird. Ich kenne wohl so ziemlich alles, was Dich beschäftigt. Angst, Zweifel, Unsicherheit, genauso wie Liebe, Vertrauen, und das Gefühl, Bäume ausreißen zu können. Nimmst Du nur die schönen Seiten des Lebens an und fürchtest Dich vor den Abgründen? Oder steckst Du den Kopf in den Sand, wenn es mal eng wird in Deinem Leben? Vielleicht verfällst Du aber auch in alte Muster, wenn sich das Neue noch nicht stark genug anfühlt? Oder Du fühlst Dich als Opfer, wenn Dir etwas passiert, was Dir nicht gefällt?

Du darfst Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen

Was auch immer Dir durch den Kopf geht, es hilft Dir leider nicht weiter. Diese Gedanken sind wie ein schwerer Mantel. Ein Mantel, der Dich mit seinem Gewicht erdrückt und kaum atmen lässt. Ich fühle mich mittlerweile im Geiste frei und unabhängig. Und das obwohl ich nüchtern betrachtet ähnlich äußeren Zwängen unterliege, wie es bei Dir der Fall sein wird. Dadurch dass ich mich aber bewusst für diese Umstände entschieden habe, stellen sich für mich keinen Zwang mehr da. Sie engen mich nicht ein, sondern sie nähren mich. Sie geben mir etwas zurück.

Natürlich denke ich manchmal noch an diesen Mantel. Er ist ja auch irgendwie bequem, und ich habe ihn viele Jahre lang getragen. Und ab und zu überlege ich auch kurz, ob ich ihn nochmal überziehen soll. Nur ganz kurz, etwas von seiner Wärme aufsagen. Mich dieser Vertrautheit hingeben. Vor allem, wenn die Welt sich düster zeigt und uns eine Lebensphase viel Kraft abverlangt, liegt der Griff zum Mantel nahe. Auch ich weiß, wie das ist.

Du bist zu so viel mehr in der Lage als Du denkst

Es fühlt sich nur mittlerweile ziemlich seltsam an, diesen Mantel anzuziehen. Selbst wenn ich wollte, ich könnte nicht mehr. Er passt nicht mehr so richtig. Mein Verstand weiß sehr genau, dass der Mantel mich nicht mehr gut kleiden würde. Falls ich ihn doch kurz überwerfe, sage ich dann Worte, die die alte Sandra gesagt hätte. Suche nach Ausflüchten, welche die Verantwortung von mir nehmen könnten. Und gleichzeitig spüre ich, dass sich diese Worte falsch anfühlen. Dass sie nicht mehr wahr sind. Dass sie mir nicht mehr so leicht von der Zunge gehen.

Wenn Du spürst, dass etwas in Deinem Leben nicht mehr zu Dir passt, dann ändere es. Wenn etwas passiert, mit dem Du nicht gerechnet hast, dann frage Dich, was Du daraus lernen und mitnehmen kannst. Wenn in Deinem Kopf eine Achterbahn fährst, dann nimm Dir Ruhe und finde wieder zu Dir selbst. Wenn Du merkst, dass Deine Gedanken nicht nützlich für Dich sind, dann denke sie nicht mehr. Ersetze sie durch andere Ansichten, die besser zu Dir passen.

Du brauchst keine Angst zu haben

Meine letzten Wochen waren sehr turbulent. So manches Mal durfte mich an meine eigenen Worte erinnern und sie auch in meinem Leben noch intensiver integrieren. Und ich hatte Angst, schlug mich mit Selbstzweifeln rum, steckte gedanklich fest. Du kennst das auch, oder?

Folgende Worte begleiteten mich auf diesem Weg:

 

Our deepest fear is not that we are inadequate.
Our deepest fear is that we are powerful beyond measure.
It is our light, not our darkness
that most frightens us.
We ask ourselves, who am I to be brilliant, gorgeous, talented, fabulous?
Actually, who are you not to be?
You are a child of God.
Your playing small does not serve the world.
There’s nothing enlightened about shrinking so that other people
won’t feel insecure around you.
We are all meant to shine, as children do.
We were born to make manifest the glory of God
that is within us.
It’s not just in some of us; it’s in everyone.
And as we let our own light shine,
we unconsciously give other people permission to do the same.
As we’re liberated from our own fear,
our presence automatically liberates others.

(Quelle: Marianne Williamson, Rückkehr zu Liebe)

 

Ich liebe diese Passage und finde, dass sie sich im englischen Original am besten liest. Diese Worte begleiten mich schon eine ganze Weile und haben förmlich etwas tief in mir angezündet. Und dann passierte Folgendes: Ich freute mich über die Angst. Sie zeigte mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dass es gerade ans Eingemachte geht. Dass Dinge in mir arbeiten. Dinge, die tief sitzen und einfach eine gewisse Zeit brauchen, um ans Tageslicht zu kommen. Und ich sagte mir, dass es ok ist. Dass ich ok bin so wie ich bin. Und nicht nur ok, nein – ich bin großartig! Genau so wie es jetzt ist, soll es sein. Und es ist mein absolutes Recht, mich gut fühlen zu wollen.

Und auch DU bist großartig, so wie du bist

Und es ist ok, wenn DU etwas brauchst, um DEINEN Weg zu gehen. Aber gehe ihn, glaube an Dich und halte daran fest, dass alles gut ist wie es ist. Sei im Vertrauen mit Dir und Deinen Gefühlen. Und wenn du mal kurz wieder in alte Muster verfällst – macht nichts. Aber komm wieder auf Deine Spur und mache weiter. Denn ich glaube fest daran, dass Du mit Deiner Einstellung auch in schwierigen Lebensumständen etwas in Dir zum Scheinen bringen kannst. Dass du aus diesen fiesen Zuständen der Angst etwas raus ziehst, was Dich wachsen lässt. Was Dir mehr Selbstvertrauen und einen tiefen Glauben an Dich selbst vermittelt. Das wünsche ich Dir.

Hast Du Dich angesprochen gefühlt? Konnte ich Dich mit diesen Denkanstößen auf Deinem Weg unterstützen? Schreib mir doch gerne in die Kommentare, was Du für Dich mitnehmen kannst.

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