Finde deine Inner Balance.

Dass wir uns um uns selbst kümmern müssen, wissen wir. Und dennoch – wir tun es so häufig nicht. Das eigene Leben besteht aus tausend Kleinigkeiten, die bedacht, sortiert und erledigt werden wollen. Und neben dem Job gibt es ja auch noch ein Leben, was Dinge von Dir einfordert. Phasen des Stresses oder auch mal der Überlastung sind daher nichts Ungewöhnliches. Sie können passieren. Und Du rettest Dich selbst schon mal ein Stück davor, wenn Du nichts Übermenschliches von Dir erwartest.

Da es uns also immer mal „erwischen“ kann, ist es entscheidend, dass Du eine gute Selbstfürsorge für Dich findest. Neben Sport, frischer Luft & Co. empfehle ich jedem, sich eine spirituelle Praxis zu gestalten, die Dich stärkt und mit Deinem Inneren verbindet.

1) Was ist eine spirituelle Praxis?

Eine spirituelle Praxis entsteht durch Deine Absicht, Deine Intention. Entscheidend ist, dass Du Dir bewusst Zeit für Dich nimmst und Du offen dafür bist, Dich mit Dir und Deinem Inneren zu beschäftigen. Es geht weniger um äußere Ziele, wie fit werden etc., sondern darum, Verbindung nach innen zu Dir und Deiner Seele aufzunehmen. Grundlage einer spirituellen Praxis ist, dass Du Dein Bewusstsein für Dich und Dein Leben erhöhst.

Mögliche Bestandteile einer spirituellen Praxis sind zum Beispiel:

2) Wie hilft Dir eine spirituelle Praxis?

Diese Praxis hilft Dir, wieder in Kontakt mit Dir selbst zu treten. Du bist der Ausgangspunkt in Deinem Leben. Je besser es Dir geht, desto besser geht es Deinem gesamten Umfeld. Du bereicherst und verbesserst jede Beziehung in Deinem Leben, wenn Du selbst geerdet und in guter Verbindung mit Dir bist.

Im angespannten Alltag geht diese Kraft häufig verloren. Wir verlieren uns im Außen, können den Kontakt nach innen nicht mehr herstellen und fühlen uns entfremdet. Aus der Entfremdung heraus können wir aber nicht mehr so viel Gutes in die Welt bringen. Umso wichtiger ist es, die Nähe zu Dir selbst wieder herzustellen. Und dafür darfst Du Dir Zeit für Dich nehmen.

3) Wie läuft eine spirituelle Praxis ab?

Theoretisch kannst Du zu jeder Zeit des Tages Deine spirituelle Praxis abhalten. Besonders gut geeignet ist jedoch der Morgen. Die Nacht selbst stellt schon eine Art Meditation dar. Direkt nach dem Aufwachen bist Du (hoffentlich!) ausgeruht, klar und noch frei von Fremdenergien. Wenn es Dir gelingt, die Zeit nach dem Aufwachen für Dich persönlich zu gestalten, sammelst Du Kraft für den gesamten Tag.

Du brauchst dafür gar nicht besonders viel tun. Also, keine Angst, niemand erwartet von Dir, dass Du alle meine Vorschläge umsetzt und zukünftig 3 Stunden früher aufstehst. Anfangs reichen einige Minuten, die Du Dir so zusammen stellst, wie es für Dich passend ist.

Du könntest zum Beispiel:

  • 5 Minuten Sonnengrüße praktizieren
  • 5 Minuten Meditieren
  • 5 Minuten in Deinem Journal schreiben (z. B. Morgenseiten, beschrieben in dem Buch von Julia Cameron)

Oder:

  • 20 Minuten im Wald Spazierengehen
  • 10 Minuten auf einer Parkbank Meditieren

Oder:

  • 10 Minuten ein spirituelles Buch lesen
  • 10 Minuten Yoga
  • 10 Minuten Meditation

(In diesem Artikel findest Du dafür übrigens weitere Anregungen.)

4) Was das Besondere an einer spirituellen Praxis ist

Ganz ehrlich: Das bist Du. Eine spirituelle Praxis ist der äußere Rahmen dafür, dass Du bereits morgens feststellst, was für ein wundervoller Mensch Du bist. Sie lädt Dich ein, Dich über die Zeit immer besser kennenzulernen, Dir bewusst zu machen, wie Du leben und auch nicht leben willst und daraus gestärkt Entscheidungen zu treffen. Die Verbindung zu Dir ist das stärkste Band, was bestehen kann. Du bist der Mensch, mit dem Du am meisten Zeit verbringst.

Wenn Du Dir erlaubst, ganz Du zu sein, geschieht dies zum höchsten Wohle für unsere Welt.

Niemand braucht angepasste Menschen, die sich klein halten, und aus Angst um sich schlagen. Stattdessen brauchen wir den Menschen in Dir, der stark, sicher und klar ist. Und um diesen Menschen wieder herauszuholen (denn ganz sicher ist er in Dir), braucht es Dein Bewusstsein und Deine Fürsorge.

5) Was Dich vielleicht hindert

Meistens liegt es nicht daran, dass Du nicht weißt, dass Yoga machen könntest. Oder in den Wald gehen. Oder etwas anderes. Du WEISST, was Du tun könntest. Aber Du tust es nicht.

Und das hat einen ganz anderen Grund.

Was ist Dein Liebling?

  • Andere Dinge sind wichtiger
  • Ich muss noch arbeiten
  • Mein Mann braucht mich
  • Es ist so kalt draußen
  • Ich starte morgen, da ist Montag
  • Ich schaffe es nicht, früher aufzustehen

Und so weiter.

Neben der Tatsache, dass gerade Dein innerer Schweinehund das Ruder übernommen hat, bedeutet das aber eben auch noch etwas anderes. Wenn Du selbst nicht oder nur wenig auf Dich achtest, sagst Du Dir damit: Ich bin es mir selbst nicht wert.

Denn andere Dinge, Menschen, Situationen sind wichtiger als ich und die Dinge, die mir gut tun. Und das ist übrigens ganz und gar „unspirituell“.

6) Erlaube es Dir

Deswegen hat Spiritualität immer ganz viel damit zu tun, dass Du Dir selbst erlaubst, es Dir wert zu sein. Du darfst und sollst bei Dir ansetzen. In Deinem Inneren nachschauen. Dir erlauben, die Schichten aus Verletzungen, Enttäuschungen und Ängsten nach und nach abzulegen, die Dein Licht dimmen. Dir erlauben, Deinen strahlenden Kern zum Vorschein zu bringen und mit Deinem Licht in diese Welt zu leuchten.

Wäre das nicht wunderbar? Und falls Du gerade noch nicht so recht weißt, wie Du entspannt da ran gehen sollst, dann schau mal bei Sandra Liane Braun vorbei. Dort habe ich und einige andere Experten*innen unsere besten Gedanken und Ansätze gesammelt, damit Du in stressigen Phasen gut für Dich sorgen kannst. Hier geht’s lang.

 

(Photo by Marion Michelle)

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