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Es ist jetzt echt mal gut.

Die einen wollen einem den lieben langen Tag erzählen, dass Business so leicht sein kann, dass Du quasi nichts dafür brauchst. Selbstverständlich keine Website, keinen Content und schon gar keine fiese Technik. Maximal ein bisschen Social Media, ganz viel „Law Of Attraction“ (oder etwas anderes in der Art), eine interessante Sales Strategie und sehr hohe Preise.

OK.

Und die anderen treten natürlich auch sofort auf den Plan. Die erzählen einem als erstes, dass die einen das übrigens total falsch machen, hoch manipulativ sind und die armen Menschen da draußen böse betrogen werden. Als nächstes propagieren die anderen dann ihre eigene Strategie, die aus harter Arbeit, Fleiß, Disziplin und Überstunden besteht.

OK.

#jederwieerwill

Dualität: Es braucht beides

Ich persönlich gehöre weder zu den einen noch zu den anderen.

Denn das Ding ist: In meiner Wahrheit sind beide SEITEN eine höchst einSEITIGE Betrachtung, die mehr verwirrt als dass sie nützt.

Denn …

Schon mal was von Dualität gehört? ;-)

Dualität meint, dass es in dieser Welt immer zwei Seiten gibt.

  • Hell und Dunkel.
  • Arm und Reich.
  • Gut und Böse.
  • Teuer und Billig.

Und so weiter.

Wir schwanken also in unserem Sein und Wirken ständig/dauerhaft/immer/regelmäßig und das übrigens auch SEHR NATÜRLICH (wenn wir uns nicht ständig selbst im Weg stehen würden) zwischen den verschieden Polaritäten.

Bezogen auf Dein Business heißt das: Du hast beides in Dir.

Das Schaffen wie das Ruhen. Das Planen wie die Intuition. Das Trommeln wie den Rückzug. Das ausdauernde Sprechen wie das Schnabel halten. Das Rationale wie das Hineinspüren.

Bitte keine Einseitigkeit

Jede Strategie (und damit – #sorrynotsorry – jeder Coach, der nur das eine oder nur das andere propagiert) bietet Dir nur eine von zwei möglichen Energien und Glaubensrichtungen an.

Das kann manchmal auch gut sein:

Wenn Du eh so viel im Kopf/am Planen/am Denken bist, dass Du komplett den Bezug nach Innen verloren hast – dann fehlt Dir das Weibliche, das Intuitive und jemand von den „einen“ könnte (!) der*die Richtige für Dich sein.

Oder:

Wenn Du eher ein weicher, zurückhaltender, spiritueller Typ bist, der nirgendwo lange am Ball bleibt, so dass Dir ein bisschen Struktur, ein Fahrplan und ein Arschtritt helfen – dann könnte (!) jemand von den „anderen“ der*die Richtige für Dich sein.

Das Ding ist nur (und da wird es jetzt haarig und ich stelle mich auf „Feedback“ ein):

  • Jemand, der – vor allem/und ja manchmal auch nur – eine Seite beherrscht, wird Dich ganz klar in (s)eine Richtung führen, und die ist – weil es eben die Dualität gibt – immer nur eine (!) Richtung und damit eine weniger als Du ganzheitlich und natürlich betrachtest brauchst.
  • Wenn Du selbst ganz klar zu den einen oder zu den anderen gehörst, kannst Du in den meisten Fällen von Deinem Standpunkt aus noch gar nicht richtig fühlen/erkennen, was Du jetzt brauchst.
  • Eine Seite von zweien wird durch den einen oder den anderen komplett überdimensioniert und Du lernst nie, auf der ganzen Klaviatur des Business zu spielen und wann Du welchen Anteil in Dir sinnvollerweise einsetzen kannst.

Warum Dich die Dualität voran bringt

Meine tiefste Überzeugung ist, dass wir im Business (und natürlich im Leben!!) ganz bewusst beide Seiten einsetzen dürfen und und sehr klar auch die verschiedenen Energien in verschiedenen Stadien des Businessaufbaus und Wachstums in voller Freude und Lebendigkeit leben dürfen. Und Junge … das macht einen Spaß :-D

Denn das ist …

  • … Dein natürliches Verhalten (wie gesagt – wenn Du Dich nicht ständig selbst störst, was wir leider alle gelernt haben)
  • … gesund und harmonisch
  • … leicht (jaaaaa, verdammt, es geht leicht UND ehrlich, mit bissl Arbeit und eben auch Hingabe)

Aber in erster Linie … ist das in meiner Überzeugung DIE EINZIGE FORM DES MITEINANDER ARBEITENS, die auf mittelfristige Sicht noch Bestand haben wird. Denn wir bewegen uns mit Vollgas auf eine neue Welt zu, die Einseitigkeit genauso wie unlautere Geschäftsmethoden, Anstrengung und Stress nicht mehr beherbergen wird.

Das „höher, schneller, weiter“ aka mit Fleiß, Disziplin und Schweiß ist sowas von vorvorvorgestern. Das ist die Welt, die viel zu wenig auf die Grundbedürfnisse des Menschen eingeht, zu Krankheiten und Unfällen führt und einfach anstrengend ist. Das mag im Moment noch nicht jeder merken – aber wenn Du sensibel und noch viel mehr bist, dann weißt Du ganz genau, wovon ich spreche. Wir (hoch-) sensiblen, medial veranlagten Seelchen sind hier definitiv Vorreiter!

Und das „Ich moneyfestiere mir mal geschwind vor dem Frühstück xyz herbei und es ist ja ach so easy für mich“ ist – als Gegenbewegung zum ersteren, rationalen, männlichen Prinzip ebenfalls sowas von … vorgestern. Das ist die Welt, die vor lauter Glückseligkeit, endlich DIE Formel für ein leichtes Leben gefunden zu haben (nachdem quasi alle davon vorher in Bewegung 1 waren und geknechtet haben), spontan vergessen haben, dass sie nicht alleine auf der Welt sind und dass es in jedem Zeitalter Grenzen der Moral und des Anstands gibt. Und zwar nicht wegen Grenzen, denn das Universum ist ja Fülle. Sondern wegen LIEBE und MITGEFÜHL.

Entfache beide Energien in Dir

  • Wenn DU smart bist, dann ahnst Du schon länger, dass weder das eine noch das andere – als Überdimensionierung eines einzelnen Prinzips – noch lange gut gehen wird.
  • Wenn DU smart bist, dann ahnst Du schon länger, dass Du in Deinem Business als äußeren Ausdruck Deiner Aufgabe in dieser Welt ALLES brauchst und – ja, verdammt – auch willst!
  • Wenn Du smart bist, dann ahnst Du schon länger, dass Du Dein Business so leben willst, dass Du bestimmte Dinge hoch-intuitiv und andere Dinge eben vorgeplant angehst.

Dass Du

  • … ganz leicht zwischen dem einen und dem anderen switchen kannst.
  • … die Klaviatur Deiner Persönlichkeit vollumfänglich bespielen möchtest.
  • … es auch mal verdammt geil finden kannst, viele Stunden am Stück ein komplettes Produkt in einem durch fertigzustellen und zu launchen – genauso wie es geil ist, sich so mit seiner Community zu verbinden, in ihre Energie einzutauchen und dann mit einer E-Mail den Kalender (und ja, auch das Konto) voll zu haben.

Heißt eben auch (!!):

Wenn DU smart bist, dann suchst Du Dir einen Coach, der beides kann, selbst beherrscht und genau die Seite in Dir entfachen kann, die es gerade braucht. Und zwar DANN, wenn es DAS braucht. Im Sinne eines smarten Switches zwischen den Polaritäten. Funktionieren tut eben ein SEIN UND ein TUN.

Und JA – so jemand könnte ich für Dich sein. Ich sage Dir wie es ist. Und Du entscheidest übrigens als der mündige Mensch, der Du bist. #ganzeinfachekiste

(Photo by Sven Fischer)

Im Grunde ist Coach sein der schwierigste Job der Welt.

Ach nee, schwierig sagen wir ja nicht mehr.

Also: Herausfordernd.

Ich meine: Intensiv.

Oder auch: Begleitet von Höhen und Tiefen.

Ein Teil der Menschen, die als Coach arbeiten oder es vorhaben, wollen – oft auf Basis der eigenen, schmerzhaften Erfahrungen – etwas weitergeben und den Menschen helfen.

Bei dieser Gruppe passiert dann Folgendes

Die eigene, große und wundervolle Vision von der selbstbestimmten und erfüllten Arbeit als Coach zerfällt im Verlauf der Beschäftigung mit dem ebenfalls wundervollen Thema Market .. äh … Sichtbarke … äh … Kundengewin … äh … verdammt, das Geld ist alle!!

Obwohl groß angetreten, verlierst Du Dich mit der Zeit in Details, in Technik, in Grafiken oder einfach in der Aussage, Du müsstest Dich erst um Deine Blockaden, Dein Mindset und natürlich Dein Money (!) Mindset kümmern.

Was vollkommen verschütt geht – und das ist leider kein Einzelfall – ist, die Liebe zu den Menschen und das helfen wollen. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich plötzlich nur noch auf das eine: Kunden! Geld! Jetzt!

Das Ding ist:

Wenn Du Geld machen willst, solltest Du kein Coach werden. Und zwar nicht deswegen, weil Du als Coach kein Geld verdienen kannst. Nee, nee, nee – das meine ich nicht. Sondern deswegen weil die innere Ausrichtung auf Geld Dich weg von Deiner – mal vorhandenen – Herzensüberzeugung bringt. Und das „weg von“ Dich auch „weg bringt“ von dem, was Du Dir wünscht: Menschen, mit denen Du arbeiten kannst. Aka Kunden, Klienten, schnurzpiepegal.

Jetzt nehmen wir mal an, Du hast Dich wieder irgendwie gefangen und irgendwie Deinen Weg hin zu Liebe, Kunden & Geld gefunden. Damit bist Du schon mal deutlich weiter als der größte Teil der Menschen, die mal angefangen haben.

Aber jetzt kommt das nächste Problem!

Das war auch immer schon da, aber da warst Du noch mit dem Geld beschäftigt!

Deine Kunden spiegeln Dich plötzlich extrem. Du ziehst Menschen mit Deinen eigenen Themen an. Dein Kunde schleppt ein Thema an, was Du nicht mal 24 Stunden, äh, Minuten, äh Sekunden, vorher „gelöst“ hast. Und zwar in einer Tour. Wenn Du also nicht aufpasst, bist Du plötzlich 24/7 in extrem wundervollen und genauso extrem kotzigen „Personal Development-Prozessen“, die Dich rund um die Uhr gefangen nehmen.

Plötzlich beginnen Begriffe wie „Raum halten“ eine ganz neue Bedeutung zu bekommen. Wenn Du gut bist, verstehst Du, dass Dein Kunde seins hat. Und Du hast Deins. Und Deins hat in der Arbeit mit Deinen Leuten nix verloren. Wenn Du es nicht besser weißt, verstehst Du nur eins: Coaching-Gespräche können ganz schön haarig sein. Und ob Du gerade wirklich, wirklich helfen konntest, ist Dir manchmal leider schleierhaft. Aber Du hoffst.

Und das Ding ist: In sehr vielen Coaching-Ausbildungen wird das nicht gelehrt. Es ist einfach nicht bewusst. BE-WUSST. Es geht um Methoden und Tralala und wenn man das ordentlich macht, dann macht man es ordentlich.

Nur …

… wenn Du selbst auch nur etwas sensibel bist, dann SPÜRST DU es. Auch wenn Du es nicht greifen kannst. Aber es ist da. Ehrlich.

Und das ist vielleicht der geheime Grund dahinter, warum so viele Menschen sich als Coach bezeichnen, aber keiner sind. Sie „coachen“ Dich bei was auch immer. Aber die tiefen inneren Themen? Zu heikel … Denn dort läufst Du ja dauerhaft Gefahr, jemand anderem Deine eigenen Themen aufzudrücken und ihn in etwas rein- oder in etwas runter- oder von etwas weg-zu-coachen, was Deinem eigenen Weltbild nicht passt oder passt – je nachdem.

Tricky.

Der einfache Weg?

Du nennst Dich einfach Mentor. Ok, Spaß. ;-)

Oder Du lässt Dein Faible für persönliches Wachstum nicht zu viel Raum einnehmen und konzentrierst Dich auf ein Fach- aka (bei vielen, aber nicht bei allen) Vernunftsbusiness. Oder Du bleibst einfach an der Oberfläche. Redest über Mindset-Blub Blub und willst glauben, dass das reicht.

Nur leider reicht das eben oft nicht.

Denn der innere Ruf ist stärker.

Wir WOLLEN uns ja erinnern.

Wir WOLLEN ja wirklich frei sein.

Wir WOLLEN ja unsere Bestimmung leben.

Also weiter geht’s. Aus voller Überzeugung. In dem schönsten und zugleich auch schwierigsten, weil intensivsten und herausfordernsten und überhaupt Beruf der Welt: Coach im Bereich persönliche Weiterentwicklung. Insbesondere dann, wenn Du weißt, dass Weiterentwicklung nicht bei Mindset & Co. endet. Sondern es im Kern um noch viel mehr bzw. um ganz was anders geht.

Und dennoch: Wenn Du Deine Bestimmung lebst, darf und wird es auch einfach sein. Auch wenn Dein Erinnerungsprozess mal intensiv ist. I feel you. Von Herzen.

 

(Photo by Darius Bashar)