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Am Anfang sieht es doch bei uns allen genau gleich aus: Wir haben genau drei Follower oder fünf Newsletter-Abonnent*innen. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Kanal du unterwegs bist oder wie viele Leute es wirklich sind.

Es sind zu Beginn eben nur sehr sehr wenig Leute, die auf unsere Postings reagieren.

Und die, die mal eine Reaktion zeigen, einen Beitrag liken oder mal einen Kommentar schreiben, sind meistens unsere Mutter, unsere beste Freundin und vielleicht noch unsere Tante oder jemand anders aus unserem Umfeld, der uns unterstützen möchte…

Die Situation kennst du wahrscheinlich und vielleicht steckst du gerade sogar selber mittendrin. Was ich dir direkt zu Beginn mitgeben kann: Aller Anfang WIRKT manchmal schwer. Und doch ist es eben so und du darfst da leicht durchgehen.

In diesem Artikel geht es darum, wie du Content – also wirklich wertvolle Inhalte – kreierst, die deine Community und die Menschen um dich herum wirklich mitreißen und begeistern. Auch wenn du jetzt gerade (vermeintlich) noch bei null stehst!

Eine frustrierende Situation

Folgende Situation passiert ganz häufig: Auf der einen Seite spüren wir in uns, dass wir etwas rausgeben wollen. Wir haben eine Botschaft, wir merken, dass wir irgendwas in die Welt bringen wollen. Dass wir auch verändern wollen.

Dass wir Erfahrungen teilen wollen, die wir selbst gemacht haben und die oft auch schmerzhaft waren – die im Endeffekt aber zu einer schöneren, verbesserten Lebenseinstellung geführt haben.

Und dann? Dann folgen uns so ca. null bis fünf Leute und keine Sau reagiert auf irgendwas, das wir rausgeben und posten.

Wenn es mal sehr gut läuft, gibt’s vielleicht ein Like oder sogar einen Kommentar à la “Toll geschrieben!” oder auch nur ein Emoji. Aber das ist alles nichts, auf das man wirklich tiefer einsteigen könnte…

Und wenn sich das dann erstmal ein paar Wochen hinzieht, dann ist das irgendwann auch wirklich einfach frustrierend. Ich glaube, das kennen wir alle nur zu gut.

Sollte es dir gerade so gehen, dass du noch ganz am Anfang stehst, du gerade begonnen hast, dein online-basiertes Business aufzubauen und du mit Feuereifer postest und Inhalte kreierst, dann möchte ich dir jetzt eine Sache wirklich mitgeben: Das ging uns allen so.

Wichtig ist, dass du jetzt weitermachst – wie genau, dazu werde ich dir gleich noch ein paar Tipps mitgeben.

Du entfernst dich immer mehr von deiner Mitte

Vorab aber noch eine andere wichtige Sache. Wenn du merkst, dass deine wertvoll produzierten Inhalte nicht die Reaktion bekommen, die du dir eigentlich erhoffst und erwünscht hast (und häufig sind unsere Erwartungen da tatsächlich auch einfach zu hoch), dann bedenke bitte, wie voll das Internet eigentlich ist!

Du hast immer noch super super gute Chancen, im Internet auch durchzustarten, Menschen zu erreichen, dich bekanntzumachen – diese Chancen sind absolut da und sie können von dir genutzt werden.

Es ist aber trotzdem auch so: Es ist voller geworden die letzten Jahre. Du brauchst erstmal eine bestimmte Anlaufposition, um dir wirklich einen Namen zu machen.

Und wenn wir dann mitbekommen, dass unsere Sachen nicht so angenommen werden, wie wir uns das eigentlich vorstellen, dann kommt dieser Frust. Und dann passiert eine Sache, die ich bei meinen Kundinnen ganz häufig beobachten kann: Wir entfernen uns aus unserer Mitte.

Wir posten etwas, wir gestalten ein wundervolles Video, wir haben so eine wichtige Botschaft und spüren in unserem Inneren, was raus will – und dann wird es (vermeintlich) nicht gelesen.

Denk dran: Nicht jede*r reagiert auf alles, du kannst nicht jede*n sehen, den du erreicht hast.

Aber manchmal sehen wir dann eben gar nichts. Wir glauben, dass niemand reagiert, und das frustriert uns – und dann passiert es, dass wir uns zu sehr im Außen aufhalten.

Wir rutschen plötzlich in diese Falle von “Oh Gott, es haben sich nur 5 Leute den Beitrag angeschaut und hier war die Verweildauer nur bei soundsovielen Minuten!”. Dann versuchen wir, Inhalte zu optimieren, Dinge einfach mal anders zu tun, um einfach mehr Reaktionen zu provozieren…

Und damit entfernen wir uns so sehr von unserer inneren Botschaft, dass es da ganz wichtig ist, dass du für dich einfach einen guten Mittelweg findest zwischen deiner inneren Stimme, dem was du rausgeben willst und gleichzeitig schon auch einer gewissen „Optimierung“ im Außen, einer strategischen Veränderung.

Was genau kannst du jetzt also tun, wenn du in dieser Falle steckst? Wenn du eigentlich wertvollen Content produzierst, aber die Reaktionen eben so sind, wie sie sind?

3 Tipps, wie du anziehende Inhalte kreierst

Es gibt natürlich ganz viele Mittel und Wege, um deine Sichtbarkeit und deine Reichweite zu erzeugen und zu verbessern. Darum soll es jetzt aber nicht gehen.

Stattdessen möchte ich dir drei Tipps an die Hand geben, wie du von dir aus deinem Inneren heraus und mit ein bisschen technischem Handwerkszeug besser Menschen erreichst!

Tipp 1: Millionen von Menschen

Mein erster Tipp für dich: Schreibe und produziere jedes Stück, jede Message, jeden Beitrag, jeden Blogartikel, eben jeden Inhalt so, als ob du ihn für Millionen von Menschen entwickelst!

Scheißegal, ob da keine Reaktion ist, eine Reaktion oder drei. Das spielt keine Rolle. Schreibe, produziere, entwickle oder sprich genau so, als ob du vor Millionen von Menschen sprechen würdest.

Was passiert nämlich mit dir, wenn du dir jetzt mal vorstellst, da wäre nicht nur ein Follower, sondern da sind Massen? Massen, die mehr von dir erfahren möchten?

Du spürst es wahrscheinlich jetzt schon… und das ist auch schon der zweite Tipp:

Tipp 2: It’s all about energy

Deine Energie hebt sich direkt an, wenn du dir diese Millionen von Menschen vorstellst. Und darauf kommt es immer an – it’s all about energy!

Es geht immer um deine Energie und darum, wie du schwingst.

Wenn du zu sehr im Frust bist, in der Kontrolle von “Wie viele Leute hören mir zu?”, in der Optimierung und einfach zu sehr im Außen, dann bist du nicht in deiner Mitte. In deiner Mitte ist aber der Ort, wo du diese schöne Energie herstellen kannst.

It’s all about energy heißt: Wenn du dir vorstellst, dir hören Millionen von Menschen zu und wenn du mit all deiner Liebe und all deiner Präsenz, all deiner Aufmerksamkeit, all deinem Wissen, all dem was du reingeben kannst auf den Punkt da bist und Menschen deinen Content, deine Inhalte und deine Message gibst, dann spüren sie das und dann werden es auch mehr werden.

Ganz egal, ob am Anfang null, 1, 5 oder 15 Leute zuhören: Denk immer an deine Energie.

Das führt mich auch schon zum dritten Punkt, denn wir sind dann häufig auch wieder bei uns. Wenn wir merken, dass wir zu sehr im Außen waren, zu sehr in diesem Ding von “Wie viele Leute hören mir zu, wie viele Leute abonnieren mich, reagiert jemand?” usw., dann verlieren wir uns eben manchmal aus dem Blick.

Wenn wir dann wieder bei uns sind, dann ist es auch mal wichtig, wieder ein bisschen ins Außen zu gucken und zwar auf deine Follower, auf deine Community.

Tipp 3: Was wollen sie wissen?

Ein ganz wichtiger Punkt:

Das, was die Menschen brauchen, ist nicht unbedingt das, was sie hören wollen. Was sie wissen wollen, ist nicht unbedingt das, was sie brauchen.

Ich gebe dir ein Beispiel aus meinem Alltag: Die Menschen wollen von mir wissen, wie sie Kunden gewinnen und wie sie mehr Umsatz machen. Am liebsten wäre es ihnen, ich würde ein Video veröffentlichen mit einem Trick, das dauert dann fünf Minuten und wenn der umgesetzt ist, dann hagelt es Kunden und Geld!

Theoretisch ist das vielleicht auch so, aber in der praktischen Umsetzung brauchen wir dafür einfach ein bisschen.

Das heißt: Das, was Menschen lernen und wissen wollen, ist einfach nicht immer das, was du ihnen geben musst – du als Expertin weißt das natürlich.

Wenn du dein Thema für dich klar hast, wenn du fühlen kannst, was du im Moment hier auf dieser Welt zu geben hast und was das Thema ist, in dem du wirklich gut bist, dann weißt du auch: Es gibt Dinge die wollen die Leute (Geld, Kunden, abnehmen, einen schlankeren Körper, richtig guten Sex, einen Partner, der uns jeden Wunsch von den Augen abliest) – das sind unsere Sehnsüchte, unsere tiefen Bedürfnisse.

Und dann gibt’s aber Dinge, von denen wir wissen, dass das eigentlich die Informationen sind, die wir geben müssen. Das sind die Dinge, die wirklich gebraucht werden – und die eben dazugehören, um genau das zu bekommen, was wir wollen.

Wenn du jetzt nur über das sprichst, was deine Leute brauchen, dann setzt du auch voraus, dass sie schon ganz genau wissen, was sie wirklich brauchen.

Und je nachdem, wie sattelfest du selber bist, aber auch abhängig davon, an welcher Stelle im Bewusstseinsprozess deine Community gerade steht, kann es einfach sein, dass du sie damit gar nicht kriegst!

Du redest dann über ganz wichtige Dinge, und natürlich weißt du als Expert*in genau worüber du sprichst und warum das alles so wichtig ist, aber deine Leute verstehen nicht, warum sie das überhaupt von dir lernen sollen. Du willst sie in dem Moment ganz woanders abholen, als sie eigentlich gerade sind.

Das heißt, mach dir hier ganz bewusst: Was wollen sie wissen? Und was brauchen sie?

Gib ihnen vorne das, was sie wissen wollen, und gib ihnen hinten das, was sie brauchen, um dieses Wissen überhaupt umsetzen zu können!

Dann wird es gleich deutlich einfacher mit deinem Content und mit den Inhalten, die Menschen wirklich anziehen und wirklich erreichen.

Du kannst dir die drei Tipps auch hier nochmal in Videoform anschauen:

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Kreieren – das ist für mich mit die schönste Sache, die unser Job (der so viel mehr ist …) so mit sich bringt und ich wünsche dir sehr, dass du das auch für dich so empfindest und ausstrahlen kannst.

Welche Erfahrungen hast du bisher beim Content kreieren gemacht? Erhältst du schon die Reaktionen auf deine Inhalte, die du dir wünschst? Erzähl es mir gerne in den Kommentaren.

Es ist manchmal wirklich zum Mäuse melken. Du hast gerade den Mut gefasst und dich selbstständig gemacht, neben deinem Hauptjob vielleicht, du hast schon deine Stunden reduziert.

Oder aber du bist direkt komplett gesprungen, hast irgendwo noch Sicherheiten und dir gesagt: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Du hast die erste Klarheit über deine Aufgabe gefunden. Vielleicht hast du ein bisschen hin und her gestruggelt, was du jetzt eigentlich ganz genau tun sollst und wie das alles ganz genau funktioniert.

Du hast dir viel angelesen, viel gelernt, und vielleicht auch schon die ersten Erfolge gesammelt – die ersten Kund*innen gewonnen, die ersten Euros verdient.

Und dann das: Die Corona-Krise. Plötzlich verändert sich der komplette Markt.

Niemand von uns weiß gerade, wie es weitergeht – die Prognosen für die Zukunft im wirtschaftlichen Bereich sind gerade mehr als düster, Besserung ist nicht wirklich in Sicht.

Und was nun?

Genau darum, um das, was du jetzt tun kannst, soll es in diesem Artikel gehen. Ich bin nämlich total davon überzeugt, dass die aktuelle Lage und die gesamte aktuelle Situation dich keinesfalls entmutigen sollte!

Ganz im Gegenteil. Wenn du jetzt mit einem smarten Blick auf alles schaust, smart dein Business führst und auch smart mit dir und deiner persönlichen Entwicklung umgehst und sie auch forcierst, dann hast du jede Chance, auch in unsicheren Marktsituationen erfolgreich zu sein und da gut durchzukommen.

Das kann übrigens die Corona-Krise sein oder jede andere: In solchen Zeiten des Wandels wird einiges von dir gefordert. Ich möchte dir jetzt drei Bereiche nennen, die für dich in jedem Fall wichtig sind!

Bevor ich das mache, möchte ich aber nochmal genauer darauf eingehen, was genau das Problem ist, wenn du gerade an der Stelle stehst, die ich gerade schon kurz genannt habe.

Die Plateauphase (und was dann wichtig ist)

Das ist nämlich Folgendes: Wenn wir moderat gut in unser Business gestartet sind und erste Erfolge erreicht haben, dann kommt irgendwann eine Plateauphase.

Du hast vielleicht die ersten Euros verdient, Kund*innen gewonnen – aber jetzt geht es nicht weiter.

Die hohen Beträge, von denen du vielleicht gedacht hast, dass du sie bereits als Umsatz gewinnen kannst, bleiben aus. Und durch diese Situation, die sich aktuell wirtschaftlich, gesellschaftlich und auch auf allen anderen Ebenen entwickelt, ist da jetzt natürlich eine ziemliche Unsicherheit drin.

In dieser Plateauphase rutschen wir in den allermeisten Fällen in einen extremen Stress hinein. Dieser Stress entsteht zum einen aus Angst, weil du dir die folgenden Fragen stellst:

  • Was soll aus mir werden?
  • Hab ich alles falsch gemacht, indem ich gekündigt und alles auf eine Karte gesetzt habe? Indem ich den Irrglauben hatte, dass ausgerechnet ich erfolgreich sein kann in einem online-basierten Business?
  • Wie wird sich die Wirtschaft in den nächsten Monaten und Jahren entwickeln?
  • Wie kann ich mir anmaßen, dass ausgerechnet ich es schaffe, wo die Prognosen für die Zukunft doch so schlecht sind?

Zur Angst kommt dann häufig auch noch ein ziemlicher Druck, der auf dir lastet.

  • Reichen meine Rücklagen noch lang genug?
  • Was ist mit den Geldern, die ich gerade beziehe, die aber bald auslaufen?
  • Hat mein Partner, der mich unterstützt, vielleicht auch keine so sichere Jobsituation mehr?

Durch diesen Druck, die Angst und den ganze Stress, der daraus entsteht, hast du in dieser Plateauphase viel weniger Erfolgserlebnisse, weil das energetisch ganz stark spürbar ist.

Wenn du vorher motiviert vorangegangen bist und deine ersten Dinge umgesetzt hast, dann merken die Leute, in was für einer guten Energie du dabei bist und freuen sich mit dir. Da ist ein gutes Gefühl, da entsteht eine Verbindung!

Auch wenn wahrscheinlich nicht alle direkt am Anfang gesagt haben „Die will ich jetzt buchen!“ – es ist einfach so, dass du die Menschen mit einer guten Energie ganz anders anziehst. Die Erfahrung hast Du bestimmt auch schon gemacht.

In der Plateauphase geht es aber eben schnell, dass du energetisch abrutschst und irgendwo in einem kalten Bereich pendelst, der hauptsächlich aus Angst, Druck und Stress besteht. Du hast schlaflose Nächte, und es gibt vielleicht die Momente, in denen du dein Geld zählst und dir denkst: Fuck! In 2 Monaten bin ich pleite.

Dann malst du dir aus, dass du dich irgendwo an die Kasse setzen oder im Restaurant kellnern musst oder oder oder – da kommt ganz viel rein und wir quatschen uns dann im Kopf ganz schnell richtigen Bullshit rein, das kennst du bestimmt.

Ich sag dir was: Das Plateau wird kommen. In den allermeisten Fällen hat die Welt nicht auf dich gewartet (obwohl sie dich bestimmt gut gebrauchen kann). Aber wenn wir mit unserem eigenen Geschäft starten, dann braucht es einfach eine Anlaufphase.

Und wenn du gerade genau in dieser Phase bist und dann auch noch in ein so hohes Angst- und Stresslevel gerätst, dann wird es nur noch schwieriger werden…

Das Außen zeigt dir immer deinen inneren State. Und wenn dein State aus Druck, Angst und Stress besteht, dann hast du das einfach nicht, dass die Leute sagen: „Ja, die wollte ich schon immer buchen!“ und dass die Euros purzeln.

Stattdessen zeigt sich genau das Gegenteil: Du manifestierst dir im Außen all das Negative, das du eigentlich nicht willst.

Triff deine bewusste Wahl

Du kannst auch als Neueinsteigerin jetzt im Business überleben bzw. sogar so richtig durchstarten!

Nur, weil die Prognosen gerade vielleicht nicht so günstig sind, bedeutet das nicht, dass du dein Geschäft nicht so ausrichten kannst, dass du einen richtigen Mehrwert bieten kannst.

Dafür ist es aber eben wichtig, dass du innerlich auf der richtigen Welle unterwegs bist.

Und wenn du jetzt wirklich für dich fühlst, dass du das durchziehen willst, dass du genau das tun willst, dass das gerade deine Aufgabe ist und das klappen wird – dann ist das der erste, verdammt wichtige Punkt!

Ich habe eben ja von drei Punkten gesprochen, die ich dir mitgeben möchte, aber nehmen wir das jetzt mal als Punkt 0 dazu: Du entscheidest. Du triffst Deine Wahl.

Diese Wahl ist energetisch, auf jeder Ebene in deinem Körper und in jeder Zelle zu verankern.

Spüre mal hinein, was das mit dir macht, wenn du sagst: Ich bin da. Ich schaffe das. Es gibt keine Alternative, es gibt keinen Plan B. 

Triff deine bewusste Wahl – und dann zieh es durch!

3 Punkte, die du als Neueinsteigerin im Business jetzt angehen darfst

Punkt 0 haben wir also geklärt. Das ist die Basis für alles andere, was folgt. Jetzt schauen wir uns nämlich noch drei weitere Punkte an, die du jetzt angehen darfst.

Punkt 1: Finde Klarheit

Es ist ganz, ganz wichtig, dass du klar bist. In deinem Thema, in deiner Zielgruppe, in deren Problem und in dem Nutzen, den deine Arbeit deiner Zielgruppe bringt.

Ich weiß, „Zielgruppe“ klingt immer so klinisch – das sind immer Menschen. Deine Soulmates. Versuch, dich da reinzufühlen: Was brauchen diese Menschen in drei, sechs oder neun Monaten? Spüre da mal hin und versuche dich wirklich so klar wie möglich (und ein bisschen nischig) aufzustellen – im Bezug darauf, was die Welt im Moment braucht!

Das kannst du dann immer besser und immer klarer in deine Kommunikation einbauen: Auf deiner Website, deinen Social-Media-Kanälen und in deiner generellen Ansprache.

Es ist ganz wichtig, dass du das tust und daran auch fortwährend arbeitest, denn das ist ein rollierender Prozess!

Punkt 2: Schau dir potentielle Marktentwicklungen an

Was machen die aktuellen Entwicklungen mit deinem Markt? Es gibt Geschäftsfelder, die sind aktuell nicht mehr wichtig, manche brechen sogar ganz weg.

Gleichzeitig gibt es auch Themen, die werden nur angegangen, wenn ganz viel Geld da ist – das kann gerade funktionieren, muss aber nicht.

Es ist ganz wichtig, dass du dir diese Entwicklungen anschaust und auch nochmal schaust: Was macht das eigentlich mit meiner Positionierung? Da sind wir auch wieder beim Thema Klarheit. Ist es vielleicht sinnvoll, nochmal eine Veränderung vorzunehmen und auf einem angepassten Fundament durchzustarten?

Bereite dich auf die Dinge vor, die du sehen kannst – sowohl im Inneren als auch strategisch.

Punkt 3: Arbeite an deinem bewussten Sein

Die allermeisten Einsteigerinnen kommen aus einem Ding des Machens heraus. Wir kennen das meistens aus unserem früheren Job und dem ganz normalen Arbeitsalltag: Das Prinzip von „Je mehr ich mache, desto erfolgreicher bin ich“.

Das funktioniert jetzt aber so nicht mehr, denn wir dürfen uns in einem bewussten Business bewusst machen, dass wir da eine andere Kette haben: Es ist nicht mehr dieses Machen und Tun und dann bekommen wir dafür etwas (Kunden, Geld, Erfolg).

Nein, die Reihenfolge ist jetzt anders.

Erst darfst du glücklich sein in dir, in deinem bewussten Sein, und spüren, wie geil das Leben eigentlich ist – völlig unabhängig davon, ob da jetzt gerade Kund*innen sind oder nicht.

Dann darfst du aus diesem bewussten Sein heraus machen und tun, und zwar die richtigen Dinge – dann kommt auch das Haben dazu.

Dieses bewusste Sein und das bewusste Tun, das du jetzt trainieren darfst, das bringt dir innere Stärke!

Dann ist ganz egal, was im Außen passiert, du stehst da wie eine Felsin in der Brandung. Und das ist wirklich etwas, wofür du dir jetzt auch die Zeit nehmen darfst.

Es ist nicht schlimm, wenn du heute nicht so viel verkaufst. Aber es ist schlimm, wenn du in dir nicht die Unternehmerin und der Mensch bist, die sich gerade selber dazu aufstellt, anderen Menschen zu helfen.

Hier kannst du dir den Inhalt dieses Artikels nochmal als Video anschauen:

Wie sind deine Erfahrungen hier? Kennst du die Plateauphase auch schon – und wenn ja, wie bist du bisher mit solchen Phasen umgegangen?

Teile gerne deine Geschichten und Erfahrungen in den Kommentaren. Ich freue mich, von dir zu lesen :-)

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „Warum Coach sein der schwierigste Job der Welt ist“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

Häufig werde ich gefragt, wie ich eigentlich herausgefunden habe, dass ich als Coach arbeiten möchte, und wie es mir gelungen ist, diesen Weg zu gehen. In diesem Artikel lasse ich dich hinter die Kulissen schauen und erzähle dir: Weiterlesen

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „Wie Vision & Ziele gut miteinander harmonieren und du richtig durchstartest“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Für mich war früh klar, dass ich eines Tages selbständig sein will. Ich wollte immer schon machen, was ich richtig finde und was mir wertvoll erscheint. Vor 2 Jahren war es dann soweit. Ich ging meine ersten Schritte in die nebenberufliche Selbständigkeit. Anfangs noch neben dem Vollzeit-Job – morgens, abends, am Wochenende und im Urlaub.

Als Angestellte nebenbei selbständig sein – das war in vielerlei Hinsicht eine wahnsinnig intensive Zeit für mich. Zwei Jobs zu haben – die Selbständigkeit zu wollen, es sich aber nicht so richtig einzugestehen. Und bei der Festanstellung zu denken, es noch zu wollen und auch zu brauchen. Mein Angestelltenjob machte mir noch Spaß, auch wenn ich nicht mehr mit dem Herzen dabei war. Und dann das Thema Sicherheit und so! Wahnsinn, was da alles innerlich bei mir abging.

Als ich dann nebenberuflich gründete, hatte ich echt keine Ahnung.

Ich

hatte

keinen

blassen

Schimmer …

… was mich wirklich erwarten würde.

Obwohl ich mehr als 5 Jahre nebenberuflich studiert habe und damit in Belastungssituationen echt kampferprobt war, habe ich das Ding mit dem eigenen Business volles Mett unterschätzt. Irgendwie dachte ich: Es wird schon funktionieren. Tat es ja auch irgendwie. Aber das geht sicherlich einfacher :-)

Was war das Problem?

Ich habe den Aufwand massiv unterschätzt, den es braucht, um ein Unternehmen aufzuziehen. Gleichzeitig habe ich überschätzt, wie viel Kraft, Energie und Ausdauer ich selbst haben würde, um das allein durchzuziehen.

Anfangs stapelten sich die To-Do’s und meine Unkenntnis darüber, was wichtig und dringend ist. Das führte dazu, dass ich zwar schwer beschäftigt war, aber einfach irgendwas tat. Nur eben nicht unbedingt das, was sinnvoll war. So kam ich stellenweise total schnell voran, manchmal aber auch nur schleppend langsam. Gerade in Zeiten, wo ich langsam war, überfielen mich dann regelmäßig die Demotivation, Frust und Selbstzweifel.

War das normal, dass das alles so langsam ging?

Machte ich was falsch?

Waren die anderen schneller, besser, fokussierter als ich?

Wie ich heute weiß, sind diese Zweifel ganz normal. Aber damals habe ich mich manchmal ganz schön doof damit gefühlt.

Befeuert wurden die schlechten Gefühle dadurch, dass ich ja wirklich faktisch wenig Zeit hatte, meine Selbständigkeit aufzubauen. Ich arbeitete Vollzeit. Ich verbrachte weitere 2 Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln, um zur Arbeit zu kommen. Zudem war ich frisch umgezogen und noch nicht ganz heimisch in der neuen Umgebung.

Umso wichtiger wäre es gewesen, ein klares Ziel zu setzen und das Richtige zu tun, um überhaupt voranzukommen. Aber woher sollte ich wissen, was das ist? Mein BWL-Studium war und ist sicherlich hilfreich. Aber das Studium gab mir höchstens den ungefähren Rahmen vor. Die Details musste ich allein suchen.

Natürlich informierte ich mich im Internet. Ich stieß dabei auf alle möglichen Menschen, die mir versprachen, mir beim Business-Aufbau zu helfen. Aber irgendwie funktionierte das für mich auch nicht. Es wurde zu viel über Marketingstrategien gesprochen. Und zu wenig darüber, was es mit einem selbst macht, wenn man dem (vermeintlich) sicheren Hafen der Festanstellung den Rücken zukehrt. Es wurde ein Tempo vorgegeben, das für Vollzeit-Gründer ausgelegt war. Und das zu wenig berücksichtigte, dass ich nur ein sehr knappes Zeitfenster hatte, um überhaupt was für meine Selbständigkeit zu machen.

Es kam, wie es kommen musste

Nach einigen Monaten hatte ich mich total vertüddelt. Ich hatte zwar Kunden. Und es lief ganz gut. Aber mein berufliches Leben war ein einziges Gebilde aus „ich muss“ geworden. Anstatt mich auf mich, meine Kernkompetenzen, meine Werte und meine Fähigkeiten zu konzentrieren, hatte ich mich komplett im Außen verloren. Ich folgte irgendwelchen Strategien und verpasste, zu überprüfen, ob sie überhaupt zu mir passten. Das setzte mich so tierisch unter Stress, so dass ich die Freude am Coachen verlor. Zu dieser Zeit wurde ich dann auch schwer krank und bekam so vom Leben den Freiraum geschenkt, meine Entscheidungen kritisch zu überprüfen.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass mir meine Erkrankung eine berufliche Auszeit verpasst hat. So konnte ich mich strategisch noch einmal neu aufstellen und mein Business wirklich von innen nach außen entwickeln. (Hier kannst du nachlesen, wie mein Business-Jahr 2017 verlaufen ist.) Und in dieser Zeit lernte ich auch, wirklich auf meine Bedürfnisse und Prinzipien zu hören. Sie nicht bei erstbester Gelegenheit über Bord zu schmeißen, nur weil jemand mir dazu geraten hat.

Und ich machte Bekanntschaft mit sechs wichtigen Feldern, die in der Selbständigkeit immer wichtig sind. Die in der nebenberuflichen Selbständigkeit darüber entscheiden können, ob du erfolgreich bist oder nicht. Ob du mit Energie und Freude durch die Zeit des Business-Aufbaus gehst oder nicht.

6 Erfolgs-Tipps für das nebenbei selbständig sein

Das Unternehmen „Selbständigkeit“ ist für die meisten Festangestellten nämlich ein riesiger Schritt. Es kommt massig viel Arbeit auf dich zu. Und ganz häufig wirst du nicht wissen, was du wann tun sollst. Wenn dann noch die Kunden ausbleiben, wird aus der Selbständigkeit ganz schnell nur ein besseres Hobby. Und du kommst nie in die Phase, dass du aus deinem Hobby ein wirkliches Business mit Geschäftsmodell, Kunden und Umsatz machst.

Durch die Doppelbelastung aus Hauptjob und der nebenberuflichen Selbständigkeit brauchst du absolute Klarheit über deine Zeit und deine Prioritäten. Insbesondere in der Phase der Neugründung kommt es sonst schnell zu einem Zustand, den du aus deiner Festanstellung kennst und eigentlich vermeiden willst: Überlastung. Stress. Druck. Anspannung. Fehlende Freude. Schwindender Optimismus.

Und du brauchst eine gute Kenntnis darüber, wie du dich selbst wieder stabilisieren kannst – wenn es nämlich doch mal zu viel geworden ist mit den zwei Jobs.

Folgende Tipps helfen dir dabei, nebenbei selbständig zu sein – ohne auszubrennen.

Sorge gut für dich

Erster und wichtigster Tipp ist, dass du immer gut für dich sorgst. Das hat einen ganz einfachen Grund. Wenn es dir nicht gut geht, dann gibt es auch dein Business nicht. Im Noch-Hauptjob gibt es die Lohnfortzahlung und das Krankengeld. Wenn du nebenbei noch selbständig bist, hast du das nicht. Also achte auf genügend Schlaf, gesunde Nahrung und viel Wasser. Reduziere Alkohol, Kaffee und sonstige Drogen ;-) Gehe regelmäßig raus in die Natur und tanke auf. Sitze nicht nur vor dem Schreibtisch. Baue regelmäßig Erholungspausen ein, wenn du arbeitest. Dein Körper wird es dir danken!

Finde dein Warum

Warum machst du den ganzen Spaß überhaupt? Es wäre doch viel einfacher, du bleibst in deiner gesicherten Festanstellung?! Was treibt dich an, diesen Weg zu gehen? Was willst du der Welt von dir zeigen? Was möchtest du in der Welt verändern? Was sind deine Ideale dahinter? Mach dir dazu Gedanken, am besten schriftlich. Und rufe dir deine individuellen Gründe immer wieder ins Gedächtnis. Mache dir ein Vision Board, in dem du deine Vision vom (Berufs-)Leben bildlich festhältst. Du wirst merken, dass eine klare Vision dir immer wieder die Kraft gibt, weiterzugehen und den nächsten Schritt zu tun.

Lege die Prioritäten fest

Ein Tag hat für jeden von uns 24 Stunden. Wenn du schon nebenbei selbständig bist, dann weißt du, wie wertvoll Zeit ist. Wenn du den Wunsch hast, irgendwann vom Noch-Hauptjob in die volle Selbständigkeit zu wechseln und davon auch leben zu können, sollte du dafür eine entsprechend hohe Priorität vergeben. Idealerweise steht deine Selbständigkeit auf Platz 1 oder 2. Natürlich kannst du auch daran arbeiten, wenn es Platz 4 oder 5 ist. Aber wenn alles andere davor kommt, dann wird es auch entsprechend länger dauern und die Gefahr des Scheiterns ist höher.

Ich weiß, es gibt im Leben Rahmenbedingungen, die uns unabänderlich erscheinen. Arbeitszeiten, Anfahrtswege, Versorgung der Kinder, Haushalt etc. Wenn du aber einiges davon in deinem Leben hast und nichts davon reduzierst, könnte es schwierig werden mit deiner Selbständigkeit. Also schau einmal kritisch drauf, ob wirklich alles in deinem Leben sein muss, was du gerade erledigst. Wer könnte dich (ggf. übergangsweise) unterstützen? Was könntest du vielleicht outsourcen (Steuer, Haushalt, Gartenpflege etc.)? Auch wenn dies Geld kostet, sieh es als Invest in dein Business. Damit setzt du das Signal, dass dir das wirklich wichtig ist, und gibst damit auch diese Energie in die Welt.

Finde und nutze Freiräume

Das bedeutet übrigens auch, dass du deine Zeiten effektiv nutzt. Ständiges Fernsehen oder belanglose Treffen mit Menschen, die dich eh nicht verstehen, sollten überprüft werden. Schau genau hin, welche Tätigkeiten du parallelisieren kannst. Podcast-Episoden zu den neuesten Marketing-Tipps im Auto, Social Media Marketing in der S-Bahn. Bestimmt fällt dir noch mehr ein. Achte aber bitte auch darauf, dass du auch Zeit nur für dich hast, in der du nicht arbeitest (siehe Punkt 1). Und mache in dieser Zeit auch wirklich nichts. Idealerweise bietet sich hier der Morgen an, wenn noch alles schläft. Was morgens der genialste Start in den Tag ist, verrate ich dir in diesem Artikel.

Baue dir ein Netzwerk auf

Verbinde dich von Anfang an mit Menschen, die an gleicher Stelle stehen wie du, und Menschen, die schon dort sind, wo du hin willst. Fühle dich ein in diese neue Welt. Sauge alles auf, was du lernen kannst. Gib alles, was du kannst. Und profitiere von den Power-Strategien anderer, die sich mit einem Thema schon länger auseinandersetzen als du. Tausche dich mit Gleichgesinnten in Facebook-Gruppen aus. Aktuell biete ich keine öffentliche Facebook-Gruppe an. Wenn sich das ändert, erfährst du es als erstes hier.

Schaffe dir Erfolgserlebnisse 

Ganz häufig erlebe ich, dass bei Business-Start jemand monatelang (jahrelang) damit beschäftigt ist, seine Website zu entwickeln. In dieser Zeit gibt es kein Angebot, keine Kunden, keinen Umsatz. Strenggenommen bist du dann auch nicht selbständig. Im Kopf wird die eigene Website als Startschuss in das eigene Business gesehen.

Und das ist falsch. Der Startschuss ist dann, wenn du ihn dir gibst.

Versteh mich nicht falsch: Deine Internetpräsenz ist wichtig. Aber ein Angebot, Kunden und Umsatz kannst du auch ohne Website haben. Versteck dich also nicht hinter deiner Website, wenn es darum geht, dein Angebot zu formulieren und zu verkaufen. Think big. Fühle dich von Anfang an als Unternehmer*in.

Sobald Dein Businessmodell halbwegs steht, suche dir sofort Kunden. Probiere aus, schärfe dein Angebot und das, wofür du stehst. Das alles vereinfacht es auch, deine Website zu texten. Die Erstellung der eigenen Seite dauert nämlich oft so lange, weil keine Klarheit da ist, was du eigentlich wem anbieten willst. Sobald du dein Angebot verkaufst (auch wenn es noch nicht ganz ausgereift ist), schaffst du dir damit Erfolgserlebnisse. Diese wiederum helfen dir, bei der Stange zu bleiben – auch wenn es neben dem Hauptjob mal hart ist, dranzubleiben und weiterzumachen.

Investiere in dich und deinen Traum

Eine Sache möchte ich noch betonen, die ich selbst ebenfalls unterschätzt habe.

Selbständig sein kannst und musst du lernen!

Es ist eine komplett andere Art des Arbeitens als in der Festanstellung. Auch in der Phase „dazwischen“, wo du dich mit zwei Jobs rumschlägst, schnupperst du schon die neue Luft als Selbständige. Und das macht was mit dir. Du beginnst dich zu verändern.

Aber es dauert. Denn du hängst noch mit einem Fuß in der alten Welt. Und der Fuß beeinflusst massiv deine Gedanken. Auch und gerade über das, was kommt. Deine Nase zeigt schon in die Richtung der neuen Welt. Und du merkst, auch wenn du es dir vielleicht nicht gleich eingestehst, dass du in dieser neuen Welt eine neue Herangehensweise brauchst. Probleme aussitzen, weil sich schon irgendwer drum kümmern wird, funktioniert hier nicht mehr.

Als Selbständige – auch wenn du nebenbei selbständig sein willst – brauchst du 100 % Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Deswegen solltest du von Anfang üben, genauso zu denken und zu handeln. Dies nenne ich, ein Unternehmer-Mindset zu entwickeln. Das hilft dir übrigens auch in der Angestelltenwelt. Und in deinem ganzen Leben. Denn es bedeutet, in die volle Eigenverantwortung zu gehen, dir dein Leben selbst zu kreieren und dich aus Mechanismen zu befreien, die dich behindern.

Das ist Selbstwirksamkeit pur!

Da so ein Unternehmer-Mindset nicht vom Himmel fällt bzw. trainiert werden muss, empfehle ich dir: Suche dir Begleitung durch einen erfahrenen Business Coach und Mentor. Damit wählst du nicht nur die Abkürzung. Du sicherst dein beginnendes Unternehmen auch ab. Du investierst und richtest dich innerlich auf Erfolg aus. Damit gibst du ein entsprechendes Signal ins Universum, welches belohnt werden wird.

Ein Sparringspartner ist in dieser Phase idealerweise immer für dich erreichbar und sorgt für Struktur, sanfte Arschtritte und Verständnis. Er hilft dir außerdem, deine eigenen blockierenden Überzeugungen aufzudecken, zu transformieren und dir nicht selbst im Weg zu stehen. Das ist übrigens nichts Schlimmes und geht uns allen ähnlich, wenn wir uns auf diesen Weg machen.

Welche Erfahrungen hast du in deiner nebenberuflichen Selbständigkeit gemacht? Schreib mal in die Kommentare, wie es dir damit ergangen ist und wo du gerade stehst. Ich freue mich :-)

(Photo by Christin Hume)

 

 

Ab sofort erzählen dir an dieser Stelle wunderbare Menschen, die einen Teil ihres Weges mit meiner Unterstützung gehen, ihre persönliche Erfolgsstory. Den Anfang macht Anja Herting.

Anja ist ganzheitlicher Business Coach und Online-Marketing-Expertin und erzählt dir, wie sie selbst ihren Weg aus ihrer persönlichen Krise gefunden hat und was es für sie brauchte, um bei sich anzukommen. Auf ihrem Fachgebiet Online-Marketing ist sie schon lange eine Kanone, aber irgendwann hat sie sich eingestanden hat, dass ihr dabei ein wichtiger Teil fehlt. Aber lies selbst, was Gastautorin Anja dazu sagt …

 

Es ist Ostern 2018. Ich bin seit über einem Jahr zufrieden selbstständig mit meinem eigenen Business. Ich denke zwei Jahre zurück: Ostern 2016 war ich überhaupt nicht glücklich. Ich war noch mitten in der Jobkrise, gefangen in einem Job, der nicht zu mir passte. Kurz davor, nach zwei gesunden Jahren, ein weiteres Mal in den Burnout zu rutschen. Und das nachdem ich eigentlich dachte, ich hätte alles überwunden.

Ein paar Wochen später verlor ich diesen Job und so schrecklich der Moment damals war, rückblickend war es der Beginn der Freiheit, nach der ich mich schon so lange sehnte.

Als Sandra mich fragte, ob ich einen Gastartikel auf ihrem Blog über meinen Weg schreiben wollte, sagte ich direkt ja. Ich zeige dir in diesem Blogbeitrag, wie meine ersten Schritte in die Selbstständigkeit ausgesehen haben und gebe dir Einblicke in meine fünf wichtigsten Learnings.

1. Gewinne Abstand und lass dir Zeit zum Trauern

Ein Jobverlust ist ein traumatisches Ereignis, deshalb darfst du dich schützen und ohne schlechtes Gewissen überall dort Grenzen setzen, wo du es für notwendig hältst.

Ich habe damals zuerst alle Personen, die mit diesem Job zu tun hatten, aus meinen Freundeslisten gelöscht und bin dann für vier Wochen nach Irland gefahren. So habe ich im ersten Schritt zunächst ausreichend Abstand von dem Ereignis gewonnen.

Keiner (auch du selbst nicht) sollte von dir erwarten, dass du sofort mit einem Plan B um die Ecke kommst. Lass dir genügend Zeit den Verlust zu betrauern. Verdränge nicht einfach. Gönn dir diese Phase. Du darfst dir dabei auch richtig selbst leidtun und die ganze Welt hassen.

2. Sei gut zu dir und sei achtsam

Das Ereignis hat mich damals richtig aus der Bahn geworfen. Oft stelle ich in solchen Situationen gleich meine gesamte Person in Frage.

Wenn du auch dazu neigst, so zu reagieren, ist es für dich wichtig, diese Selbstzweifel nicht in Selbstbeschimpfung ausarten zu lassen.

Der erste Schritt dabei ist es, diese Selbstzweifel achtsam wahrzunehmen und dann nachsichtig mit dir zu sein.

Stell dir vor, du bist dein bester Freund oder deine beste Freundin. Was würdest du zu dir sagen? In welchem Tonfall würde das Gespräch stattfinden? Sicher wärst du eher diplomatisch und hilfsbereit als böse und gehässig, oder?

Sei nett zu dir.

3. Entdecke die Chance in der Krise

Dieses Learning war das Wichtigste in meinem gesamten Entwicklungsprozess. Und es gilt für jede Art von Krise.

Schau dir deine Krise etwas genauer an. Ist sie wirklich „nur“ schlecht?

Mein Jobverlust war zwar auf den ersten Blick ein Schlag ins Gesicht, aber so wurden auch ungesunde Verbindungen gelöst, die schon längst fällig waren und ich kam aus Strukturen raus, die schon lange nicht mehr zu mir passten.

Wo steckt in deiner Krise das Positive?

  • Wirst du (endlich) zum Nachdenken gezwungen, was du wirklich willst?
  • Hast du jetzt die Möglichkeit neu anzufangen?

Frage dich:

  • Was kannst du?
  • Was willst du?
  • Was willst du nicht (mehr)?
  • Was ist alles möglich?

 

4. Werde trotz deiner Angst aktiv

Für mich der wohl schwierigste Schritt, denn im Theoretisieren neuer Lebenskonzepte war ich schon immer sehr gut. Wenn es dann jedoch an die Umsetzung gehen sollte, machte ich oft einen Rückzieher und entschied mich für den vermeintlich bequemen und bekannten Weg (z. B. die nächste Festanstellung).

Vielleicht kennst du das auch: Je näher du einem Punkt kommst, an dem es „ernst“ werden soll, desto größer wird dein Widerstand.

Die Selbstzweifel werden immer größer und der Mut immer kleiner:

  • Du bist nicht gut genug
  • Du bist zu alt/zu jung
  • „Selbst und ständig“ – dafür bist du viel zu schwach

Die Angst vor etwas Neuem kann lähmend sein. Aber wie schaffst du es trotz dieser Angst, ins Tun zu kommen?

Erinnere dich!

Sicher hast du einmal irgendetwas gemacht, obwohl du panische Angst davor hattest. Erinnere dich an diese Situation:

  • Als du als Kind vom 5 m-Turm gesprungen bist
  • Als du zum ersten Mal auf Skiern einfach den Berg runter gefahren bist
  • Als du einen Vortrag vor vielen Menschen gehalten hast

Stell dir diese Situation mit allen Einzelheiten vor. Wie hast du dich damals gefühlt? Was hat es damals gebraucht, trotz deiner Angst zu handeln?

Finde ein Foto oder ein Symbol, was dich an diese Situation erinnert. Und immer wenn die Angst kommt, denkst du an diesen Moment und sagst dir:

„Wenn ich DAS geschafft hab, kann ich alles schaffen!“

Ein solches „Mutbild“ setzt unglaublich viel Energie frei und erinnert dich daran, dass du trotz Angst in der Lage bist, über dich hinaus zu wachsen.

Mein eigenes Mutbild ist ein Urlaubsfoto, auf dem ich zu sehen bin, wie ich gerade von einem 15 m hohen Felsen ins Wasser springe.

 

5. Hol dir Unterstützung, die zu dir passt

Das Gute an Krisen jeglicher Art: Du bist nicht die erste und du wirst nicht die letzte Person sein, die das oder etwas Ähnliches durchmacht.

Es gibt Menschen, die genau diesen Weg, der dir noch bevorsteht, bereits gegangen sind. Du bist nicht allein.

Mit dieser Erkenntnis war alles plötzlich viel einfacher. Ich suchte den Kontakt zu anderen selbstständigen Frauen in verschiedenen Facebook-Gruppen und ich arbeitete mit mehreren Coaches. So lernte ich auch Sandra in einem gemeinsamen Netzwerk kennen. Mittlerweile arbeiten wir gemeinsam an meinem Business, meiner Positionierung und meinen Glaubenssätzen und ich komme meinem Wunschbusiness immer näher.

Frage dich, wenn du ebenfalls Unterstützung suchst: Passt die Gruppe oder Person zu dir und deinen Werten? Kannst du dich identifizieren? Höre dabei unbedingt auf dein Bauchgefühl.

 

Geh auch du deine ersten Schritte in Richtung Wunschbusiness

Ich habe mir nach meiner Jobkrise den Traum von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung verwirklicht. Ich wünsche mir nichts mehr, dass auch andere Frauen, den Mut dazu finden. Es ist meine Vision, insbesondere Frauen, die in der gleichen Situation sind wie ich vor zwei Jahren und die vielleicht denken, dass ihre Situation hoffnungslos ist, davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, den eigenen Weg zu gehen. Einen ganz neuen Weg, der noch völlig unbekannt ist, aber magisch sein wird.

(Photo by Jesse Uli)

<a href="https://sandralotz.de/anja-start">Anja Herting</a>

Anja Herting

Anja ist ganzheitlicher Business-Coach und Online-Marketing-Expertin für sensible Unternehmerinnen. Selbst hochsensibel und introvertiert, zeigt sie dir, wie du genau das Business startest, das zu dir und deinen Bedürfnissen passt und dabei gut für dich sorgst. BURNOUT-to-BUSINESS ist ihr neues Herzensprojekt.

 

 

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „Warum du unbedingt du selbst im Business sein solltest“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Bist du in Kontakt mit deinen Gefühlen oder analysiert du dein Leben? Erwartest du, dass die Dinge so laufen, wie du das willst und wie es dir passt? In den letzten Wochen habe ich wieder einmal die Erfahrung gemacht, wie entscheidend unser Umgang mit schwierigen Themen ist. Insbesondere solchen Themen, die auf den ersten Blick schmerzhaft erscheinen. Themen, die uns einfach Angst machen. In diesem Artikel soll es daher darum gehen, wie du raus aus der Angst kommst. Weiterlesen