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Letztens wurde ich gefragt, wie viele Stunden ich pro Woche für Marketing aufwende. Da musste ich echt erstmal nachdenken. Was ist eigentlich noch mal dieses Marketing?!

Im Kopf ging ich dann die Aktivitäten durch, die ich täglich bzw. regelmäßig so tue, und ich überlegte, was wohl zum Marketing gehört und wie viel das so zusammen gerechnet ist.

Ich schreibe Texte.

Ich drehe Videos.

Ich spreche Audios.

Ich mache Fotos.

 

Das Ganze ergibt:

– Blogartikel

– Social Media Posts

– Website Seiten ;-)

– Kursseiten

– Live Videos

– YouTube Videos

– Audio Botschaften

– Instagram Stories

Und so weiter.

 

Ok, ich mache wohl einiges an Marketing.

Und dann habe ich ja noch fantastische Unterstützung, die mir hilft, all das zu sortieren, zu verteilen und zu recyclen. Mit meinem Team rede ich also auch. Das gehört ja auch irgendwie dazu. Gold wert übrigens.

Und dennoch fühle ich das für mich nicht so.

Was ich stattdessen fühle ist

Ich schreibe Texte, weil ich es liebe.

Ich drehe Videos, weil ich es liebe.

Ich spreche Audios, weil ich es liebe.

Ich mache Fotos, weil ich es liebe.

Und (!!) ich spreche/schreibe mit Menschen, weil ich es liebe.

Und alles, was ich vorher getan habe – schreiben, Videos und Audios aufnehmen und so weiter – hilft mir dabei, mit den richtigen Menschen in Verbindung zu treten. Es ist ein gegenseitiges Erkennen. Wir gehen einen Teil des Weges gemeinsam. Ob Du „nur“ bei mir mit liest, schaust oder hörst, oder ob Du mich irgendwann für das, was ich tue, bezahlst, ist erstmal nicht der Punkt.

Der Punkt ist, dass ich all das, was ich tue, FÜR ETWAS tue.

Und ich tue es nicht FÜR Marketing machen. Und ich glaube, dass die Menschen, die etwas FÜR Marketing machen, auch nicht mehr besonders lange „erfolgreich“ sein können. Die ersten Dinge stürzen schon ein. Es ist spürbar, das „tun, weil es sein muss“ nicht mehr belohnt wird.

Weil einfach was fehlt.

Weil es nicht echt ist.

Und weil es um mehr geht.

Es geht um das FÜR, das MEHR, das WARUM …

Um Deine MESSAGE.

Das, was Du sagen willst.

Das, was raus muss in die Welt.

Das, was Dir so dringend unter den Nägeln brennt.

Um Dein WOFÜR.

Das, warum Du das eigentlich alles auf Dich nimmst.

Das, was Dich antreibt und Dich motiviert.

Das, was Du Dich endlich traust zu zeigen.

Und wenn Du bei Dir im Köpfchen diesen Switch hin kriegst.

Weg von „Marketing machen“, hin zu „Meine Message in die Welt bringen“.

Was meinste, was dann passiert?

Richtig. „Arbeiten“ ist dann für andere. Du brennst für das, was Du tust (aber nicht aus). Du liebst, was Du Dir selbst erschaffen hast. Du bist 24/7 damit beschäftigt, Deinen Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen. Und ja, ich weiß, es gibt auch noch Buchhaltung & Co. Aber im Kern.

Du verstehst.

Was dann passiert?

Deine Energie steigt an. Aber deutlich. Plötzlich darfst Du Dich nur noch mit schönen, wundervollen Dingen beschäftigen. Der Druck fällt ab. Die Last etwas tun zu müssen. Der Stress, was soll ich nur posten. Alles flutscht. Alles ist leicht.

Und Dein Business? Läuft. Ja, quasi von alleine. Weil Du einfach Deine Message mit Freude und Liebe raus bringst, die Menschen das spüren und sich magisch angezogen fühlen.

Die weiteren positiven Reaktionen in Deinem restlichen Leben mal ausgenommen ;-)

Das ist das, was sich verändert, wenn Du Deine Bestimmung lebst. Wenn Du weißt, was Deine Message ist. Wenn Du spürst, wofür Du das tust. Wenn Du Dich traust, Dein Business nah an Dir selbst (und auch an Deiner persönlichen Entwicklung) auszurichten.

Also.

Bye bye Marketing. Welcome Marketing aus dem Herzen. Leicht. Unanstrengend. Mit viel Energie.

 

(Photo by Simon Maage)

Im Grunde ist Coach sein der schwierigste Job der Welt.

Ach nee, schwierig sagen wir ja nicht mehr.

Also: Herausfordernd.

Ich meine: Intensiv.

Oder auch: Begleitet von Höhen und Tiefen.

Ein Teil der Menschen, die als Coach arbeiten oder es vorhaben, wollen – oft auf Basis der eigenen, schmerzhaften Erfahrungen – etwas weitergeben und den Menschen helfen.

Bei dieser Gruppe passiert dann Folgendes

Die eigene, große und wundervolle Vision von der selbstbestimmten und erfüllten Arbeit als Coach zerfällt im Verlauf der Beschäftigung mit dem ebenfalls wundervollen Thema Market .. äh … Sichtbarke … äh … Kundengewin … äh … verdammt, das Geld ist alle!!

Obwohl groß angetreten, verlierst Du Dich mit der Zeit in Details, in Technik, in Grafiken oder einfach in der Aussage, Du müsstest Dich erst um Deine Blockaden, Dein Mindset und natürlich Dein Money (!) Mindset kümmern.

Was vollkommen verschütt geht – und das ist leider kein Einzelfall – ist, die Liebe zu den Menschen und das helfen wollen. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich plötzlich nur noch auf das eine: Kunden! Geld! Jetzt!

Das Ding ist:

Wenn Du Geld machen willst, solltest Du kein Coach werden. Und zwar nicht deswegen, weil Du als Coach kein Geld verdienen kannst. Nee, nee, nee – das meine ich nicht. Sondern deswegen weil die innere Ausrichtung auf Geld Dich weg von Deiner – mal vorhandenen – Herzensüberzeugung bringt. Und das „weg von“ Dich auch „weg bringt“ von dem, was Du Dir wünscht: Menschen, mit denen Du arbeiten kannst. Aka Kunden, Klienten, schnurzpiepegal.

Jetzt nehmen wir mal an, Du hast Dich wieder irgendwie gefangen und irgendwie Deinen Weg hin zu Liebe, Kunden & Geld gefunden. Damit bist Du schon mal deutlich weiter als der größte Teil der Menschen, die mal angefangen haben.

Aber jetzt kommt das nächste Problem!

Das war auch immer schon da, aber da warst Du noch mit dem Geld beschäftigt!

Deine Kunden spiegeln Dich plötzlich extrem. Du ziehst Menschen mit Deinen eigenen Themen an. Dein Kunde schleppt ein Thema an, was Du nicht mal 24 Stunden, äh, Minuten, äh Sekunden, vorher „gelöst“ hast. Und zwar in einer Tour. Wenn Du also nicht aufpasst, bist Du plötzlich 24/7 in extrem wundervollen und genauso extrem kotzigen „Personal Development-Prozessen“, die Dich rund um die Uhr gefangen nehmen.

Plötzlich beginnen Begriffe wie „Raum halten“ eine ganz neue Bedeutung zu bekommen. Wenn Du gut bist, verstehst Du, dass Dein Kunde seins hat. Und Du hast Deins. Und Deins hat in der Arbeit mit Deinen Leuten nix verloren. Wenn Du es nicht besser weißt, verstehst Du nur eins: Coaching-Gespräche können ganz schön haarig sein. Und ob Du gerade wirklich, wirklich helfen konntest, ist Dir manchmal leider schleierhaft. Aber Du hoffst.

Und das Ding ist: In sehr vielen Coaching-Ausbildungen wird das nicht gelehrt. Es ist einfach nicht bewusst. BE-WUSST. Es geht um Methoden und Tralala und wenn man das ordentlich macht, dann macht man es ordentlich.

Nur …

… wenn Du selbst auch nur etwas sensibel bist, dann SPÜRST DU es. Auch wenn Du es nicht greifen kannst. Aber es ist da. Ehrlich.

Und das ist vielleicht der geheime Grund dahinter, warum so viele Menschen sich als Coach bezeichnen, aber keiner sind. Sie „coachen“ Dich bei was auch immer. Aber die tiefen inneren Themen? Zu heikel … Denn dort läufst Du ja dauerhaft Gefahr, jemand anderem Deine eigenen Themen aufzudrücken und ihn in etwas rein- oder in etwas runter- oder von etwas weg-zu-coachen, was Deinem eigenen Weltbild nicht passt oder passt – je nachdem.

Tricky.

Der einfache Weg?

Du nennst Dich einfach Mentor. Ok, Spaß. ;-)

Oder Du lässt Dein Faible für persönliches Wachstum nicht zu viel Raum einnehmen und konzentrierst Dich auf ein Fach- aka (bei vielen, aber nicht bei allen) Vernunftsbusiness. Oder Du bleibst einfach an der Oberfläche. Redest über Mindset-Blub Blub und willst glauben, dass das reicht.

Nur leider reicht das eben oft nicht.

Denn der innere Ruf ist stärker.

Wir WOLLEN uns ja erinnern.

Wir WOLLEN ja wirklich frei sein.

Wir WOLLEN ja unsere Bestimmung leben.

Also weiter geht’s. Aus voller Überzeugung. In dem schönsten und zugleich auch schwierigsten, weil intensivsten und herausfordernsten und überhaupt Beruf der Welt: Coach im Bereich persönliche Weiterentwicklung. Insbesondere dann, wenn Du weißt, dass Weiterentwicklung nicht bei Mindset & Co. endet. Sondern es im Kern um noch viel mehr bzw. um ganz was anders geht.

Und dennoch: Wenn Du Deine Bestimmung lebst, darf und wird es auch einfach sein. Auch wenn Dein Erinnerungsprozess mal intensiv ist. I feel you. Von Herzen.

 

(Photo by Darius Bashar)