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Warum ist New Business im Moment deine allerallergrößte Chance? Darüber möchte ich mit dir in diesem Blogartikel sprechen und dir 5 Punkte mitgeben, die dafür aus meiner Sicht sehr wichtig sind.

Wir wollen #newbusiness nicht nur als Marketingslogan sehen. Wir wollen es verkörpern. Denn Business der neuen Zeit ist eine Verkörperung deines wahren Selbst, es ist eine Verkörperung dessen, was du imstande bist, in dieser Welt herauszubringen.

Eigentlich ist New Business genau das, was alle Menschen wollen. Denn im Grunde gibt es da draußen wohl niemanden, der sagt:

  • Ich möchte kein Geld verdienen.
  • Ich möchte meinen Tag nicht selbstbestimmt verbringen.
  • Ich möchte nicht immer nur mit tollen Kunden zusammenarbeiten.
  • Ich möchte nicht immer frei machen, wenn mir danach ist.
  • Ich möchte nicht in Freude arbeiten.

Nein, das sind alles Dinge, wo vermutlich die meisten (angehenden) Selbständigen sagen: Doch, genau das will ich!

Ich spreche jeden Tag mit Menschen und sie alle möchten in Leichtigkeit arbeiten, ihrer Berufung und ihrem inneren Ruf nachgehen, schönes Geld verdienen, interessante Projekte durchführen, tolle Kunden, Kooperationspartner und Teammitglieder haben und, und, und.

Was ist daran nun „New“?

Das sind die Dinge, die wir wollen. Und doch scheitern wir so oft auf dem Weg dahin. Und zwar an unserem Kopf. Denn dein Kopf ist deine natürliche Grenze, wenn es darum geht, diese Dinge wahrhaftig für dich umzusetzen. Deswegen sind schon seit vielen Jahren Mindset- und andere Erfolgstrainings in aller Munde und die Menschen versprechen sich davon, endlich diese Punkte für sich zu erreichen.

Hierbei passiert jedoch Folgendes: Wir kommen aus einer Welt, in der wir sehr verkopft an viele Dinge rangehen. Also suchen wir auch im Kopf nach einer Lösung, nach einer Verbesserung der Situation. Denn die meisten von uns (mich – in einer früheren Version von mir selbst – eingeschlossen) sind eben auch in ihrem Business sehr verkopft und rutschen schnell in Themen rein wie „Wie muss ich das jetzt machen? Und ich muss doch jetzt hier mein Marketing so und so aufbauen, und ich muss dies und jenes aufsetzen!“

Das passiert auch bei intuitiven Typen und Menschen, die spirituell sind. Denn gerade im Business, wo es um „nackte Zahlen“ geht, sind die Stereotype und alten Konditionierungen eben besonders hartnäckig. Das Kopfkino holt uns so fix ein – und das auch in Bereichen, bei denen wir nicht mal wussten, dass der Kopf sich da überhaupt einschalten kann.

Wenn wir nun aber im Mind nach einer Veränderung suchen, bleiben wir in der Beschränkung des Verstandes unterwegs. Der Verstand ist quasi der Kumpel deines Egos, dem Teil in dir, welcher dich ständig von deiner wahren, inneren Größe abhalten möchte. Dein Ego verursacht Trennung und es verursacht Schmerz, weil es dich kleiner hält als du sein müsstest. Und dies kann auch sein, wenn du aufgrund der äußeren Gegebenheiten dich gar nicht „klein“ fühlst. Denn wie oft sind eben auch weltliche Besitztümer und materieller Wohlstand auf Ego aufgebaut.

Die radikale Orientierung an deinem wahren Selbst – auch und gerade da, wo es noch nicht zu gängigen Konventionen passt, bezeichne ich dabei als „new“. Denn dies geht weit darüber hinaus, sein Mindset zu stretchen, um Erfolg zu haben. Denn mit der Ausrichtung auf „New Business“ stellst du dich selbst in deiner Vollkommenheit, in all deinen Facetten in den Mittelpunkt und entdeckst eine neue Lebendigkeit und Erfüllung in deinem Geschäft.

Was der aktuelle Wandel damit zu tun hat

Im Moment leben wir außerdem in Zeiten des intensiven Wandels, die dafür sorgen, dass du jetzt eine sehr einmalige Chance hast. Im Außen verändert sich ganz viel, es kracht einiges zusammen. Und immer wenn viel kracht, triggert das unser Ego massiv und wir sind bemüht, in uns eine größere Stabilität zu erreichen – um uns vor dem zusammenbrechenden Außen zu schützen. Nur kann dich das Ego nie wirklich stabil machen, weil es mit einem Instrument namens „Kontrolle“ arbeitet. Die Kontrolle in allen Varianten, wie z. B. Planung, Struktur, Verträge, Verpflichtungen etc. soll uns helfen, uns im Geschäft sicherer zu fühlen. Tatsächlich aber gibt es die Sicherheit, die wir uns wünschen, niemals im Außen – sondern immer nur in uns.

Wenn Dinge in unserem Business zusammen brechen (wie z. B. Einnahmen, Kundenaufträge, Team, Kündigungen oder eben auch einfach die Lust an der Sache selbst) dürfen und sollten wir uns also auch im Business unbedingt fragen, ob wir wirklich noch an alten Dingen festhalten wollen oder lieber die Chance des  Chaos nutzen und uns neu aufstellen wollen. Denn das ist deine Chance, die Trümmern im Innern zusammenzusuchen und daraus einen neuen, viel schöneren Turm zu bauen!

Deswegen ist das alles auch überhaupt kein Grund, irgendwie zu maulen oder aufzugeben oder sich zu beschweren oder zu meckern („Ich hab ja kein Geld, aber mein letzter Launch, ich bin ja so kaputt…“). Versuche diese Momente in Liebe anzunehmen und sie als die Möglichkeit zu sehen, dein Business so aufzubauen und zu führen, dass es nicht nur deinem Kopf mit all seinen Annahmen, Bewertungen und eingeschränktem Denk-Radius entspricht, sondern dir in Ganzem!

Das ist gerade eine wundervolle Gelegenheit, um noch mehr bei dir anzukommen und noch mehr aus dir heraus zu fühlen und zu spüren: Wer bist du in Wahrheit? Wie möchtest du dein Business in Wahrheit führen? Und wie sieht in Wahrheit dein Dienen und Wirken in der Welt aus?

Hier sind 5 wichtige Punkte für dich, die dein New Business ausmachen.

1. Erkenne, dass du in Wahrheit Seele bist

Seele bedeutet, du bist ein unendliches Wesen. Jegliche Begrenzung in Zielen, in Zahlen, in Planungen usw. sind eine Begrenzung deines wahren Stroms in dir.

In dem Moment, wo du (immer mehr) erkennst, dass du Seele bist, hast du bestimmte irdische Probleme nicht mehr. Ganz einfache Geschichte. Das heißt nicht, dass du nicht wunderbar auf dieser Erde leben kannst – das kannst du, und du kannst auch mit Menschen zusammen sein und dich über irdische Themen austauschen. Aber du hast diese Anhaftung nicht mehr so stark, denn deine Verbundenheit mit einer anderen Dimension ist stärker.

Diesen Seelenausdruck wieder zurückzuholen ist der erste wichtige Punkt, der dein New Business kennzeichnet. Es kann sich viel mehr in die Weite verlagern, wenn du wahrhaftig erkennst, dass du Seele bist!

2. Alles, was du tust, ist eine Kreation

Wenn du ein unendliches Wesen bist und deine natürliche Schöpferkraft, deine Kraft des Erschaffens, aufnimmst und in deinem Business zum Ausdruck bringst, geht natürlich nichts daran vorbei, dass du nicht Marketing machst oder Angebote entwickelst – sondern dass du kreierst.

Jeder Tag, jedes Produkt und jedes Video ist eine Kreation. Immer, wenn du Dinge veränderst, wenn du in deinem Business aufräumst oder auch wenn du Angebote machst, dann ist das eine Kreation. Du agierst ja aus deiner Seelenpower heraus.

Dadurch wird alles viel leichter. Du hast nicht mehr so stark alles im Kopf, sondern merkst, dass du wirklich aus deinem wahren Selbst heraus Produkte kreierst.

Das Schöne ist: Die Menschen haben dann auch Bock darauf! Weil sie spüren, dass sie nicht zu dir kommen müssen, damit sie deine Miete bezahlen. Sondern weil sie Lust haben, in dieser Energie bei dir zu sein.

Das macht alles sehr viel einfacher :)

 

3. Dein Funnel of Love

In einem New Business denkst du nicht mehr so stark in Marketing-Funnels und anderen komplizierten Dingen. Dein neuer Funnel ist ein Funnel of Love.

Das heißt, dass du in Liebe die einzelnen Bestandteile in deinem Business zusammen setzt und diese sich in Liebe quasi aufeinander setzen, so dass am Ende immer für dich und die Menschen eine harmonisches Miteinander draus wird. In dieser Frequenz der Liebe, für die wir eben auch bestimmte Dinge abschmeißen bzw. integrieren dürfen, wirst du auch aus deinen Marketingaktivitäten heraus viel leichter Menschen gewinnen können.

Dieser Funnel of Love hat auch sehr viel Einfluss auf deine Sales. Denn du musst keine anstrengenden Launches mehr fahren, sondern kannst aus deiner persönlichen Form des Leichten heraus deine Kunden (die eben auch eher Soulmates sind) anziehen.

4. Du bist jeden Tag in deiner natürlichen Energie

Wenn du anerkennst, dass du Seele bist und dass du sowieso dabei bist, deine Bestimmung zu leben (auch wenn dein Kopf meint, du hast sie noch nicht gefunden und du musst noch suchen und suchen – ein wunderbarer Ablenk-Mechanismus des Egos), dann darfst du auch anerkennen, dass du jeden Tag selbst in der Verantwortung für deine Energie bist.

Du bist in der Verantwortung, deine bestmögliche Kreation von Leben und Business in die Welt zu bringen. Und das geht nur, wenn du DICH wahrhaftig lebst. Und nicht das Leben/Business eines anderen. Auch dein Coach weiß nicht, was für DICH perfekt ist. Das weißt nur du. Aber dein Coach, zum Beispiel ich, kann dir dabei helfen, diese Verbindung zwischen deiner inneren Weisheit und deinen Aktivitäten wieder herzustellen, wenn sie verloren gegangen ist (was für uns alle in der früheren Welt normal war, denn wir alle sind in der Trennung des Egos groß geworden).

Das bedeutet auch, dass High Energy dein natürlicher Zustand ist. Damit muss nicht jeden Tag Halli Galli und volle Power sein. Aber auch in Momenten des Rückzugs, wenn du vielleicht mal kurz schlecht drauf bist, entwickelst du in dir die Fähigkeit, Energie zu wandeln. Durch diese Wandlung verharrst du nicht mehr so lange in diesen Zuständen von innerlicher Zerrissenheit und Selbstzweifeln.

Dann sind auch nicht mehr die Kunden böse oder dein Team oder wer auch immer. High Energy ist der Zustand, in dem du in dir Verantwortung für diese Energie übernimmst. Aus dieser Verantwortung heraus bist du jeden Tag in der für dich höchstmöglichen Kreation und Manifestation.

5. Der Fluss darf fließen

Aus alldem folgt als fünften Punkt die Fülle, das Geld, der Fluss an Menschen. Das Wichtige ist: Wenn der Fluss wirklich ein Fluss ist, dann fließt der nicht zwingend da, wo dein Kopf mit dem Lineal das Flussbett hinzeichnen wollte.

Wir kennen das aus der Natur: Manchmal fließt der Fluss über die Uferböschung. Wir sagen „Mh, so war das aber nicht geplant – mein Lineal sagt, der Fluss soll hier lang fließen“. Aber was wäre, wenn der Fluss an der anderen Stelle viel besser aufgehoben ist?

Vertraue dem natürlichen Fluss des Lebens. Denn das Flussfließen bringt dir das Geld, auch und gerade in diesen Zeiten. Doch das geht nur, wenn du deine innere Wahrheit wieder aktivierst und lernst, Impulse des Lebens zu empfangen und im Business radikal umzusetzen (auch wenn alle anderen es gefühlt anders machen als du).

Da dürfen wir ganz fein hinschauen: Was sind unsere Produkte, wo stellen wir uns gerade dem Fluss in den Weg? Wo hast du aus dem Fluss heraus neue Optionen, die du gerade gar nicht siehst, weil du im Quak Quak-Modus unterwegs bist, dir selber Bullshit einredest und diesen Stories auch noch glaubst, anstatt dich wirklich deinem natürlichen Fluss hinzugeben?

Das Leben möchte dir Geld geben, es möchte dir Kunden und Optionen schenken. Aber du darfst erstmal aus deinem Inneren heraus diesen ganzen Kram, der da noch dazwischen hängt, in die Erde fallen lassen. Du darfst in den „Felsmodus“ in dir wandern, in dem du unabhängig vom Außen sicher da stehst.

Wie sieht dein New Business aus?

Das sind 5 wichtige Punkte, die dein New Business ausmachen – vielleicht sagst du jetzt gerade: „Ja Sandra, das weiß ich, das mach ich auch alles schon!“ Das sind mir immer die liebsten :) Guck doch mal, wo du noch nicht hingeschaut hast. Denn wenn du noch nicht leicht und in Liebe den größten Teil deines Tages verbringst, noch nicht in deiner persönlichen Form von Fülle lebst und sich noch ständig Angst, Kontrolle und Begrenzung bei dir zeigen, dann darf sich hier noch mehr in deinem Geschäft entwickeln.

Seien wir doch mal ganz ehrlich: Vom Blogartikel lesen und Videos gucken hat noch niemand diese 5 Punkte erreicht. Es ist eine tägliche Wahl, eine bewusste Entscheidung und ein Training – und das immer und immer wieder.

Deswegen darfst du manchmal einfach den Schritt gehen, von einem kostenlosen Angebot z. B. in ein Training und von da vielleicht auch noch zu einem nächsten Angebot. In der Reihenfolge, wie es für dich passt.

Wenn du immer wieder den gleichen Blockaden aufsitzt – und in dieser aktuellen Zeit drehen Leute immer weiter Ehrenrunden in ihren Themen, wenn sie nicht hingeguckt haben – dann kannst du sie nur lösen, wenn du JETZT in die Verantwortung gehst.

(Photo by Darius Bashar)

Dies ist der dritte Teil der Artikelserie zu Portaltagen. Artikel 1 zum Thema „Portaltage: Was ist das eigentlich & wie kam ich dazu“ findest du hier. Artikel 2 zum Thema „Portaltage: Wie du die Energien für dich und deine Entwicklung nutzt“ findest du hier

Nachdem ich in meinem ersten „Portaltags-Jahr“ das eine oder andere Mal heftigst mit mir und meinen inneren Prozessen zu tun hatte, merkte ich schnell: Insbesondere in meiner Aufgabe als Coach war es absolut unerlässlich bestmöglich durch die Portaltage zu kommen – wenn ich meine Kunden weiterhin auf dem hohen Level betreuen wollte, wie sie es von mir gewohnt waren.

Was ich auf keinen Fall wollte:

  • Mehr als nötig Kundentermine absagen oder verschieben müssen
  • Für meine Kunden nicht auf den Punkt da sein (weil mit mir beschäftigt)
  • Das Risiko von Projektionen erhöhen (weil ich meine eigenen Themen nicht im Griff habe und sie dann auf meine Kunden projiziere)

Ich wollte aber auch nicht:

  • Mich an Portaltagen durch meinen Tag „durchkämpfen“ müssen
  • Womöglich Angst vor meinem aus Liebe gewählten Beruf entwickeln

Ich gebe zu: Kurz dachte ich, dass ich mir Portaltage einfach in den Kalender eintrage – als Merker, an diesem Tag mir bloß nichts vorzunehmen ;-) Aber das war natürlich Quatsch. Mir wurde letztendlich schnell klar, dass ich bewusste und stimmige Strategien für mich entwickeln durfte, um gut durch diese Tage zu kommen. Neben den persönlichen Tipps brauchte ich etwas, was in meinem Business funktioniert.

Denn: Der eine oder andere Portaltag brachte im eigenen Business schon die ein oder andere Herausforderung mit sich. Ich erlebte zum Beispiel mehrfach totale Müdigkeit, so dass ich – insbesondere lange Coaching-Sessions oder wenn ich sehr viele an einem Tag hatte – diese nicht mehr hellwach durchführen konnte. Einmal bekam ich auch 10 Minuten vor der Session einen totalen Heulflash. Ich war eigentlich dabei, mich zu schminken (etwas schwierig, wenn die Tränchen laufen). In dem Moment war ich kurz überfordert: Wie sollte ich damit nur umgehen? Konnte ich der Kundin zumuten, so kurzfristig abzusagen?

Warum sind Portaltage im eigenen Business oft so fordernd?

Im eigenen Business sind wir nun mal selbst „der Chef/die Chefin“. Eine Wegdrück-Haltung, wie „die anderen machen das schon“ oder „dann bin ich halt mal krank“ – wie häufig in der Festanstellung zu sehen –  funktioniert hier nicht.

Stattdessen haben wir oft folgende Ausgangslage: 

  • Der normale Geschäftsbetrieb geht weiter.
  • Es stehen Kundentermine an und du darfst „funktionieren“
  • Es gibt vielleicht Deadlines oder Menschen, die was von dir wollen.
  • Du hast dir selbst Ziele gesetzt und magst sie ungerne (nochmals) verschieben.
  • Wenn du mit Menschen arbeitest, spürst du ihre Energie bzw. nimmst ihre Sorgen mit auf.
  • Du hast das Gefühl, nicht vollständig „da“ zu sein und bist sehr mit dir beschäftigt.
  • Schlechter Schlaf und wirre Gedanken machen dir zu schaffen und stören (vermeintlich) dein Business.
  • Deine Kunden und Kooperationspartner reagieren ungewohnt, z. B. zickiger oder fordernder, als sonst.

Insbesondere wenn du als Coach (oder ähnlich) arbeitest und sehr spürig (wie z. B. hochsensibel) bist, können Portaltage krass sein.

Wie ich zu meiner Portaltags-Strategie kam

Da ich den festen Wunsch verspürte, an Portaltagen halbwegs „normal“ mein Business zu führen, entwickelte ich mit der Zeit meine persönliche Strategie.

Denn das Ding ist: Portaltage sind immer dann besonders heftig, wenn sich uns wirklich ein Thema zeigen will, wir dieses aber nicht erkennen können/wollen.

Das bedeutet:

  • Je heftiger du im Gefühlschaos bist, desto eher darfst du bei dir graben, was sich dir zeigt.
  • Je schlimmer sich diese Phasen anfühlen, desto weniger hast du vorher „deine Hausaufgaben“ gemacht.

Im Umkehrschluss heißt das auch:

  • Je leichter diese Phasen für dich sind, desto eher hast du deine Schatten gesehen und integriert.
  • Je mehr Klarheit und Energie sich schnell zeigen, desto richtiger bist du.

Aber es meint auch: 

  • Egal, wie „aufgeräumt“ dein Inneres ist – irgendwas ist ja immer, was wachsen will ;-) – und die generellen Erscheinungen, wie Müdigkeit etc. können wirklich immer auftreten.

Aus diesen Gründen wurde mir schnell klar, dass ich von zwei Seiten „rangehen“ durfte.

 

Die „Innen & Außen“-Strategie

Definitiv fühle ich, dass an Portaltagen (und sowieso immer) mein innerer Prozess führend ist. Denn ich will wachsen, und ich weiß, dass es meine persönliche Aufgabe ist, achtsam und bewusst zu erkennen, wie sich mir das Leben zeigt und was es für mich bedeutet.

Daraus folgt, dass ich ein „Gerüst“ an Steps für mich entwickelt habe, die zum Teil sogar täglich greifen (und an Portaltagen eben noch mal einmal mehr!).

Dazu gehören:

  • Ausgiebiges Journaling: Ich nehme mir – vor allem morgens – sehr viel Zeit, um zu journalen. Erfahrungsgemäß zeigt sich morgens bei mir immer meine persönliche Tagesenergie, die ich erkennen und bewusst nutzen will. Im Journaling achte ich darauf, möglichst sehr viel Zeit nach hinten zu haben, und wirklich engmaschig zu fühlen, was meine Seele mir sagen will.
  • Daily Yoga & Meditation: Was an einem „normalen“ Tag auch mal ausfällt, wenn es morgens eng wird (Journaling übrigens nie), ist an Portaltagen Standard. Wenn ich meditiere, besuche ich besonders häufig meinen Seelengarten, spreche mit dem Hüter meines Seelengartens und übergebe ggf. Dinge dem Feuer der Transformation. Diese Praxis habe ich aus dem Schamanismus, und ich liebe sie.
  • Mittagsschlaf & Ruhepausen: An Portaltagen ist mir Schlaf besonders wichtig und dazu gehört für mich ein Mittagsschläfchen (eher nachmittags) auf dem Sofa.
  • Viel Zeit für alles einplanen: Ich versuche viel Zeit z. B. zwischen den Terminen zu haben, damit ich auch mal etwas langsam sein kann.

Ganz klar im Business verankert:

  • Keine extrem wichtigen Business-Ziele: Ich vermeide Deadlines, lange (vor allem mehrtägige) Veranstaltungen, volle Terminkalender und viele Menschen an Portaltagen.
  • Wenig private Aktivitäten: Statt viel unterwegs zu sein, bin ich vor allem zu Hause. Wenn ich unterwegs bin, achte ich darauf, dass ich alles absagen kann, was ich mir evtl. vorgenommen habe, um wirklich flexibel zu sein.
  • Unbedingtes Einhalten von Maximal-Terminen, Maximal-Arbeitszeiten, Pausen & Ruhetagen: Ich liebe mein Business – und deswegen achte ich manchmal nicht auf die Zeit. An Portaltagen ist das anders. Hier bin ich eher „streng“, nehme z. B. maximal 2 – 3 Termine pro Tag an, achte auf einen früheren Feierabend, lasse ganze Nachmittage unverplant, damit ich mich auf dem Sofa ausruhen kann etc.
  • So viel wie möglich … Aufschreiben. Zur Sicherheit. Weil im Köpfchen oft einiges los ist. Und so wenig wie möglich versprechen/zusagen/einhalten wollen. Auch zur Sicherheit. Weil eben einiges los sein kann. Reduziert die Anzahl an Absagen/Entschuldigungen/Verschiebungen, die Du durchführen darfst.

In der Zusammenarbeit mit meinen Kunden bedeutet das:

Ich bin offen. Meine Kunden wissen von den Portaltagen, da ich davon berichte. Ich gehe auch selbst nahbar damit um, dass ich genauso Mensch bin wie alle anderen und deswegen auch meine eigenen Themen habe. Meine Kunden wissen, dass ich generell sehr verlässlich bin. Sie wissen, dass ich mich gerne mal etwas verspäte – dafür aber auch nie einfach mit einer Session aufhöre, egal, wie viele Minuten wir schon „drüber“ sind. Sie wissen auch, dass – wenn ich das Gefühl hätte – etwas absagen/verschieben zu müssen, dass es dann für das Gesamtgefüge im Universum sowieso so stimmiger bzw. besser ist.

Das Schlagwort hier ist TRANSPARENZ.

Daraus folgt, dass Portaltage selbstverständlich im Kalender stehen, damit ich mich und meine Business-Aktivitäten darauf einrichten kann.

Meine wichtigste Erkenntnis

Wenn der innere Prozess führend ist, dann könnte man ja schnell davon ausgehen, dass man an Portaltagen am besten gar nicht arbeitet, sondern sich 24/7 um sich selbst kümmert. Ich habe für mich festgestellt, dass mir das nicht gut tut.

Denn in meinem Inneren braucht es

  • auch mal etwas Ruhe bzw. Abstand – nicht tagelang nur journalen und meditieren
  • auch Kontakt mit Menschen – so häufig schickt uns das Leben die Antwort auf eine gestellte Frage in Form eines Kundenproblems vorbei
  • andere Ansätze zu denken und zu fühlen – die entwickele ich im Austausch und in der Verbindung mit anderen

Mein Leitsatz ist (gelernt von meinem Coach und als sehr wahr befunden):

Wenn ich im Service für andere bin, kann ich selbst nicht im Drama sein. 

Diese Erkenntnis machte es mir übrigens auch möglich, die Kundensession „mit Liebe durchzuziehen“, bei der ich kurz vorher noch aus tiefstem Herzen geheult hatte. Ich fokussierte mich einfach aus vollem Herzen auf meine Kundin, machte mir diesen Satz klar, ließ keinen Gedanken an mein eigenes Drama zu – und schwups, war ich zu 100 % bei der Frau. Und nach unserem Termin hatte ich mein eigenes Drama quasi vergessen.

Dabei wurde mir auch noch mal sehr bewusst, dass „dem inneren Prozess folgen“ eben nicht bedeutet, jedem Tänzchen deines Egos hinterher zu rennen. 

Kundentermine helfen mir also auch, diese besonderen Tage durchzustehen.

Dazu kommt noch, dass ich schnell merkte, dass ich an diesen Tagen von meinen Leuten besonders gefordert wurde. Denn meine Kunden – nahezu alle (hoch-) sensibel, empfindsam und „spürig“ – schleppten natürlich auch all ihre Energien in unsere gemeinsamen Sessions ein. An manchen Tagen flossen in wirklich jedem Termin Tränen. Und ich war als Coach absolut aufgefordert, hier den Raum zu halten und sehr sensibel diese wichtigen Prozesse zu begleiten. Deswegen habe ich mich auch dazu entschieden, diese besonders wichtige Aufgabe – gerade zu Portaltagszeiten – wahrzunehmen.

Übrigens: Die nächsten Terminen für die Portaltage 2020 und 2021 findest du hier.

(Photo by Hannah Wie)

Dies ist der zweite Teil der Artikelserie zu Portaltagen. Artikel 1 zum Thema „Portaltage: Was ist das eigentlich & wie kam ich dazu“ findest du hier

Als ich anfing, mich mit Portaltagen zu beschäftigen, merkte ich schnell, dass diese Tage sich besonders gut eignen, um mich um meine persönliche Entwicklung zu kümmern. Dieser Wunsch entstand dabei nicht aus einem „höher, schneller, weiter“ oder Selbstoptimierungszwang heraus (was ich auch oft beobachte). Nein, meine Seele hielt mich automatisch „bei der Stange“, zeigte mir den Weg und war glücklich, als ich ihr die Aufmerksamkeit und Beachtung in dem Maße schenkte, wie sie es verdient.

Ich spürte instinktiv, dass Tränen und Durchhängen mir etwas sagen wollten und dass es mein Job ist, mir das anzuschauen.

Auf den Punkt gebracht: Übernimm Verantwortung.

1) Für dich selbst und deinen inneren Prozess
2) Für dein Business (dies ist Teil des dritten Artikels der Serie)

Deshalb habe ich diverse Strategien entwickelt, wie ich gut durch Portaltage komme. In diesem Artikel verrate ich dir, was du äußerlich und innerlich tun kannst. Übrigens: Diese Strategien sind übrigens an allen Tagen, an denen bei dir etwas „unrund“ läuft, wirksam. Und idealerweise übernimmst du davon auch einige in deine tägliche Routine. Denn solche Routinen sind nicht nur was für schlimme Tage, sondern helfen dir jeden Tag dabei, mit dir verbunden zu sein.

Was du an Portaltagen für deinen Körper tun kannst

Portaltage sind also Tage, an denen du besonders viel für deinen inneren Prozess tun kannst. Es sind Tage, an denen sich leichter Dinge zeigen. Es sind Tage, an denen du besonders intensiv mit dir in Verbindung gehen kannst.

Um gut mit dir in Verbindung zu sein, ist es erstmal wichtig, dass du körperlich sowie mental/seelisch für eine gute Anbindung sorgst.

Auf der körperlichen Ebene empfiehlt sich:

  • Viel klares Wasser trinken (still): Wir wissen alle, dass wir ausreichend trinken sollen. Dabei solltest du auf genügend Wasser ohne Zusätze oder Ähnliches achten. Am besten still von guter (Bio-) Qualität oder (wie ich finde – noch besser) gefiltertes Leitungswasser. Ich selbst verwende übrigens die Filteranlage von Aqua Living (Werbung ohne Auftrag, einfach so, weil es so ist) und trinke 2 – 2,5 l Wasser pro Tag.
  • Ausreichender Schlaf & Erholung: Auch das ist eigentlich selbstverständlich und doch schlafen so viele Menschen viel zu wenig. Gerade an Portaltagen solltest du deshalb pünktlich zu Bett gehen, den Morgen entspannt beginnen und dir möglichst auch genügend Pausen am Tag einrichten. Auch ein Mittagsschläfchen kann durchaus sinnvoll sein.
  • Bewegung & in die Natur gehen: Überraschung :-) Achte an Portaltagen darauf, dich zu bewegen. Vielleicht magst du den Tag mit Yoga starten oder zwischendurch einen Waldspaziergang einbauen? Der Spaziergang eignet sich deswegen hervorragend, weil du damit gleich auch in der Natur bist. In der Natur spüren wir uns viel deutlicher als Teil dieses Planeten. Denn wichtig ist an Portaltagen auch …
  • Bewusste Erdung: Das Element Erde steht für die Natur, den Boden unter dir sowie für deine innere Ausrichtung auf alles, was stabil, dauerhaft und fest ist. Die Anbindung an die Natur und damit an uns selbst geht in unserem heutigen Lebensstil oft verloren. Wir sind zu viel drinnen, wohnen in Mietwohnungen oft auch weit oben (fernab der Erde), sind in U-Bahnen oder Autos unterwegs und so weiter.  Deshalb empfiehlt sich, dass du an Portaltagen besonders den Fokus auf die Erdung legst, z. B. durch besagte Spaziergänge im Wald, am See/Meer oder wo auch immer Du ein Stückchen unberührte Natur findest. Geeignet sind auch erdende Yoga-Asanas, wie z. B. alle Steh-Haltungen, wie die Berghaltung (Tadasana), der Baum (Vrikshasana) oder die verschiedenen Krieger (z. B. Krieger 1/Virabhadrasana).
  • Gute Ernährung: Zu guter Letzt. Du bist, was du isst. An Portaltagen darfst du also auch hier gut auf dich achten, indem du frische, unbearbeitet Lebensmittel in Bio-Qualität zu dir nimmst. Viel Gemüse, ein wenig Obst, kein Alkohol, keine Zigaretten. Zu meiner persönlichen Routine gehört übrigens ein täglicher Green Smoothie. Dieser besteht bei mir zu 90 % aus verschiedenen Salaten, Gurke, Avocado etc. Um etwas Süße herzustellen, gebe ich eine halbe Banane rein. Nicht mehr :-) (Den Mixer, den ich aktuell verwende, weil er einfach mega praktisch ist, findest Du übrigens hier).

Diese Dinge sind dir wahrscheinlich alle nicht neu. Und dennoch vergessen wir im trubeligen Alltag oft, genau darauf zu achten. Portaltage sind die Tage, an denen du NOCH BESSER als sonst auf dich achten darfst. Dies sind nicht die Tage, um alles schleifen zu lassen (zumindest nicht, wenn du deine Eigenverantwortung bewusst leben willst). Es sind die Tage, an denen du dich wieder daran erinnerst, dass die o. g. „Klassiker“ dir entscheidend dabei helfen, in die Stabilität zu kommen und zu bleiben. Finde selbst für dich heraus, was dir gut tut.

 

Was du an Portaltagen für deine Seele tun kannst

Am allerwichtigsten ist: Nimm dir Zeit für dich und deine Transformation. Transformation ist nichts, was du mal zwischen zwei Meetings „einplanen“ kannst. Manchmal dauert es 5 Minuten im Journaling und du weißt sofort, was in dir los ist. Manches Mal sitzt du vielleicht aber auch 4 Stunden bei deiner Lieblingsmusik und kriegst den entscheidenden Punkt nicht gegriffen. Sowas ist nicht planbar, weder vom Zeitpunkt („Jetzt habe ich mir extra morgens Zeit für’s Meditieren genommen“), noch vom zeitlichen „Aufwand“ her („Aber ich schreibe schon seit 30 Minuten …“).

Wenn dich solche Gedanken (noch) quälen, dann ist häufig genau das DER Punkt. Die Verbindung nach innen ist nicht etwas, was du auf deiner To-Do-Liste stehen hast und für heute abstreichen willst. Es ist eine bewusste Entscheidung für eine neue Art und Weise zu sein, zu denken und zu fühlen. Ein bewusstes Leben und Wirken. Wenn du aus der gängigen 08/15-So macht man das-Bewegung aussteigen willst, braucht es Zeit und vor allem Hingabe.

Deswegen sind für deine Seele alle Dinge gut, wo du dich bewusst hingeben kannst:

  • Journaling: Für mich DAS Werkzeug für ein täglich bewusstes Hineinspüren. Journaling bedeutet, dass du dich schreiberisch mit dir und deinem Inneren auseinander setzt. Das geht besonders gut morgens direkt nach dem Aufwachen, wenn du noch klar im Kopf und ausgeruht von der Nacht bist. Hier kannst du dich z. B. bewusst darauf ausrichten, was heute für deine Seele „dran“ ist. Abends vor dem Schlafengehen ist auch ein guter Zeitpunkt. Hier kannst du für dich reflektieren, wie der Tag gelaufen ist. An Portaltagen kommt dazu, dass an diesen Tagen oft die Energien einen auch tagsüber wirr werden lassen. Hier kleine Momente einzubauen, wo du journalen kannst, macht Sinn.
  • Yoga & Erdung: Nicht nur auf der körperlichen Ebene ist natürlich Yoga DAS Mittel, um ruhig zu werden und bei dir anzukommen. Es empfiehlt sich eine bewusste Praxis, gerne in Stille ohne Musik und – falls du schon länger praktizierst – ohne Fremd-Anleitung, sondern aus deinem Inneren heraus. Falls du Anleitung brauchst, könnte Yin Yoga das Richtige für dich sein (eine Art und Weise des Praktizierens, wo die Asanas bewusst sehr lange gehalten werden, um den weiblichen Teil in dir durch Ruhe und Hingabe hervorzurufen – also perfekt für Portaltage) oder eine Praxis, die viele erdende Elemente enthält. Manchen tut auch auspowern gut. Probiere aus, was für dich stimmig ist. Übrigens: Dein Journal neben die Yogamatte zu legen ist sinnvoll. Oft kommen im Shavasana (Schlussentspannung) DIE Gedankenblitze hoch, die an diesem Tag gesehen werden wollen. Aufschreiben hilft :-)
  • Meditation: Ob solo oder im Anschluss an deine Yoga-Einheit – Meditation ist neben Journaling und Yoga ein weiteres Tool für ein bewusstes und mit sich verbundendes Leben. Als Einsteiger*in klappt es besonders gut im Anschluss an die Yoga-Praxis, weil du dann körperlich schon verbunden bist. Wenn du geübt bist, kannst du natürlich zu jedem Zeitpunkt meditieren. An Portaltagen ist eine Morgen-Meditation hilfreich, um dich auf die besonderen Energien des Tages einzustimmen. Wenn es zwischendurch mal „dicke“ kommt, denk an eine Kurz-Mediation. Es reicht oft schon eine Minute bewusstes Ein- und Ausatmen am offenen Fenster.
  • Rituale: Portaltage sind auch perfekt für bewusste Rituale, um sich von alten Mustern zu verabschieden und neue Züge an dir zu (re-) integrieren. Schnapp dir z. B. Zettel und Stift, schreibe auf, was du nicht mehr brauchst und sein willst, und verbrenne den Zettel (Feuer transformiert). Auch kannst du das, was neu in dir raus will, aufschreiben und den Elementen übergeben.
  • Achtsamkeit: An Portaltagen darfst du besonders achtsam mit dir sein. Vielleicht hast du dir an diesem Tag Dinge vorgenommen, wolltest etwas erledigen, was sich an diesem Tag nicht mehr stimmig anfühlt. Egal ob beruflich oder im Privaten: Sei gut zu dir und achte darauf, dass du so viel Zeit wie möglich FÜR DICH hast. Sprich unter Umständen auch mit deinem Partner und informiere ihn, dass dein „seltsames“ Verhalten einen Grund hat und dass du deswegen mehr Ruhe und Zeit für dich brauchst. Sage alles ab, was nicht unbedingt sein muss. Denk dran: Wirklich „müssen“ müssen wir nicht besonders viel.

Ein Wort noch zum „Nutzen“

Ab und zu erreicht mich die Frage, ob es nicht „falsch“ sei, sich auf Portaltage so bewusst einzurichten. So nach dem Motto „Wenn ich weiß, dass Portaltag ist, dann passiert auch immer irgendwas.“ Oder unter der Annahme, dass du dich schon darauf einstellst, dass du an diesem Tag „komisch“ bist und dann damit die seltsamen Dinge in deinem Leben bewusst anziehst.

Meine persönliche Erfahrung und Meinung dazu ist: Ich empfinde es als meine Lebensaufgabe, mich bewusst mit mir, meiner Seele und meiner Mission in dieser Welt zu verbinden. Ich mache das jeden Tag ganz achtsam und voller Hingabe. Die o. g. Tools sind auch die, die ich sowieso täglich bis regelmäßig praktiziere, weil sie mir helfen, ein starkes, inneres Fundament auf Basis meiner Seelen- und Herzenswahrheit aufzubauen. Ob Portaltag ist, der Voll- oder Neumond ansteht oder ob Merkur oder ein anderer Planet gerade mal wieder rückläufig ist – da dies meine normale Art und Weise des Lebens ist, machen die Energien des Tages nur insofern einen Unterschied, dass sie bestimmte innere Prozesse besonders fördern bzw. unterstützen oder eben auch nicht. Ich ziehe mit einer bewussten Lebensweise nicht mehr an, als ich das unbewusst sowieso auch tue. Ich ziehe es nur eben bewusster an.

Das bedeutet für dich an den Portaltagen

  1. Bewusstsein bedeutet nicht, alles kontrollieren zu können. Es ist „nur“ für dich auf einer spürbaren Ebene (nicht unbedingt im Verstand) erkennbar.
  2. Die Tools rund um Manifestation & Co. zu benutzen, um sich damit ein tolles Leben zu kreieren, KANN funktionieren.
  3. Im Kern geht es jedoch um das Bewusstsein, dich selbst zu erkennen, deinen wahren Kern wiederzuentdecken – ein Erinnerungsprozess, denn dieses Wissen hattest du schon mal – und deinen Beitrag in die Welt zu geben.
  4. Entscheide selbst, ob du an der Oberfläche bleiben oder tiefer gehen willst.

Bleib dran

Dies ist Teil 2 der Portaltage-Artikelserie. In Teil 1 geht es darum, was eigentlich Portaltage sind und wie ich selbst dazu gekommen bin, mich damit zu beschäftigen. Im dritten Teil findest du meine besten Tipps und Strategien für den Aufbau und die Weiterführung deines Business speziell an Portaltagen.

Ich wünsche dir viel Freude beim bewussten Tiefseefischen :-) Wie gestaltet du dir Portaltage? Hast du ein bestimmtes Ritual? Erzähle uns gerne in den Kommentaren davon.

Übrigens: Die nächsten Terminen für die Portaltage 2020 und 2021 findest du hier.

(Photo by Jackson David

Portaltage. Mein erster Kontakt damit war Anfang 2018. Auf Facebook. Wo sonst. Irgendwo tauchte dieser Begriff in meiner Blase auf. Es klang … spooky. Weckte mein Interesse. Und irgendwas in mir sagte „Weitermachen“.

Neugierig geworden, was das nun schon wieder sein soll, begann ich zu recherchieren. Ich stieß im Netz auf diverse Seiten mit Daten, Informationen und mehr. Und verstand … erstmal recht wenig. Was ich aber sofort fühlte, war: Das ist wahr. Meine innere Stimme rief mir zu, genau hier dran zu bleiben, und diesen Weg weiter zu gehen. Und genau das tat ich.

Ab diesem Moment beobachtete ich mich selbst und diese Welt noch ein Stückchen genauer als ich das sowieso schon immer getan hatte. Und schnell merkte ich, dass an diesen Portaltagen ganz schön viel „dran“ war.

Was sind Portaltage?

„Portaltage sind nach dem Maya-Kalender Tage mit einer sehr hohen Schwingung und intensiven kosmischen Einströmungen / Einstrahlungen. Sie haben immer eine Auswirkung auf Körper, Geist und Seele und fordern eine Neuausrichtung, ein Schwingen auf höherer Ebene.“ (nach Alexandra Heck)

Der „Schleier“ ist also sehr dünn und du kannst gut Verbindung nach Innen, zu deiner Seele aufnehmen. Diese Tage fühlen sich – insbesondere für sensible bzw. hochsensible Menschen – aufgrund der starken Wirkung auf Körper, Geist und Seele – häufig besonders bzw. etwas speziell an.

Schau dir gerne die Portaltage Termine für 2020 und 2021 an.

Wie äußern sich Portaltage?

Was sich an Portaltagen zeigt, ist unterschiedlich. Manche Menschen fühlen sich z. B. besonders müde, schlapp und erschöpft. Andere sind komplett überreizt, nichts gelingt und es macht sich eine innere Unruhe breit. Auch Schlafstörungen und intensive Träume können sich zeigen (allgemein träumen HSP = hochsensible Personen meist intensiver als andere). Auf der körperlichen Ebene können Kopfschmerzen, Schwindel oder auch ein flauer Magen auftreten.

So könnte es bei dir sein:

  • Bereits am Vortag bist du durch den Wind – ohne zu wissen, was los ist
  • Du hast Stimmungsschwankungen, zum Teil sehr intensiv
  • Es zeigen sich Verwirrung und Unsicherheit – vermeintlich ohne Grund
  • Eine bleierne Leere, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Alte – z. T. gefühlt „abgehandelte“ – Themen kommen wieder hoch
  • Belastende Gedanken mehren sich, z. T. auch nicht greifen können, was es ist
  • Auch am Tag nach dem Portaltag spürst du noch, dass irgendwas „anders“ ist/war

Vielleicht bist du auch an diesen Tagen aber auch besonders aufgekratzt und energiegeladen.

Was ich schnell heraus fand

Bei der Beschäftigung mit diesem Thema merkte ich, dass es auch in der Vergangenheit gewisse Phasen gegeben hatte, wo ich „sehr spürig“ war. Natürlich konnte ich mich nicht mehr an alles erinnern. Aber da ich seit Mitte 2017 täglich journale, habe ich dafür ein gutes Bewusstsein entwickelt. Ein kurzer Blick in den Kalender und in meine Journals bestätigte mir das. Ich hatte Portaltage schon immer gespürt, auch wenn ich von ihrer Existenz bisher nichts geahnt hatte. Das Ganze wurde immer spannender.

Darüber hinaus begann ich meine Umwelt noch achtsamer zu beobachten. Auch hier stellte sich heraus, dass die Menschen an diesen Tagen sich „anders“ bzw. ungewohnt verhielten. Ich merkte in der Familie und im Freundeskreis gewisse Parallelen zu meinem eigenen Verhalten. Es war eine stärkere Sensibilität spürbar, die jedoch auch schnell kippen konnte, wenn jemand überstimuliert war. Das Ganze wurde noch spannender.

Ich begann Freundinnen davon zu erzählen. Die fanden das ebenfalls hochspannend, fühlten die Energien dieser Tage wie ich und fortan teilten wir unsere Erlebnisse und Erkenntnisse miteinander.

 

Wie es mir im ersten Jahr an Portaltagen ging

Portaltage in 2018 waren bei mir oft Tage, die von Tränen durchzogen waren. Ich habe mich regelmäßig hundeelend gefühlt und kam mit mir und meiner Existenz in dieser Welt plötzlich nicht mehr zurecht. Zeitgleich habe ich aber auch immer eine große Kraft in mir gespürt, die ich nur nicht kanalisiert bekommen habe. Irgendwas steckte noch fest und zuerst kam ich nicht ran.

In meinem Inneren gab es anfangs also ein regelrechtes „Auf und Ab“. Wie ich mich fühlen würde, war im Voraus in keinster Weise plan- oder berechenbar. Ich hatte keinen blassen Schimmer, in welchen Bereich meiner Persönlichkeit ich an diesen Tagen vordringen würde. Ich wusste nur: Es würde tief gehen.

Dazu kam, dass ich mitten in meinem ersten vollen Business-Jahr steckte. Ich war zwar schon länger selbständig, hatte aber zum Jahresbeginn 2018 den Schritt in die Vollzeit-Selbständigkeit gewagt. Das erste Jahr war sowieso von extremen Höhen und eben auch extremen Tiefen geprägt. Ich musste mich erstmal finden und meinen eigenen Weg erkennen. Die Portaltage kitzelten hier schnell unheimlich viel aus mir heraus. Das war immer richtig gut, nur war die Strecke dahin z. T. doch belastend.

Zwischendurch dachte ich auch das eine oder andere Mal: Ich lasse diesen Scheiß jetzt und lebe einfach – ohne mir mehr als „normal“ Gedanken zu machen. Nur: Das ging nicht.

Klartext: Mal ehrlich und unter uns

Das war ein wirklich tiefer Prozess, der zwischendurch auch sehr schmerzhafte Formen annehmen konnte. Zwischendurch habe ich meine eigene Hochsensibilität kurz verflucht, wollte nicht so viel spüren, auf- und wahrnehmen. Ich habe verflucht, dass diese Welt so wahnsinnig komplex ist. Ich habe verflucht, dass mit meiner Bereitschaft, mich dem ganzen Thema „Energien & Spiritualität“ zu öffnen, ein ewig langer Rattenschwanz an „neuem Wissen“ einher ging, für das ich anfangs keine Lösung parat hatte.

Aber ich wusste, dass ich dranbleiben „musste“. Es war wie ein innerer Ruf meiner Seele, die mich immer und immer wieder aufforderte, am Ball zu bleiben. Sie trieb mich konsequent voran, als wollte sie sicherzustellen, dass ich endlich erkennen würde, was für ein wundervolles Wesen ich bin und was für eine wichtige Aufgabe ich hier habe.

In Wahrheit ahnte ich tief in mir zwei Dinge:

Die erste Sache war:

Je besser ich selbst durch meine Prozesse gehe, desto leichter fallen mir auch Portaltage. Wenn ich dauerhaft in einem engen Kontakt mit mir bin und mir täglich Zeit für mich nehme (eine Art „Psychohygiene“), dann sind Portaltage das Tüpfelchen auf dem i. Und genauso war es auch. Im Laufe des Jahres tauchte ich immer tiefer in mich ein und stand täglich in Verbindung mit meiner Seele.

Und die zweite Sache, die ich ahnte, war:

Ich fühle, dass es ein Teil meiner Aufgabe ist, mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben. Denn ich spüre, dass da draußen unsagbar viele Menschen herumlaufen, die an diesen Tagen merken, dass irgendwas „anders“ ist. Ich spüre, dass bei vielen noch nicht die Verbindung nach innen steht. Dass sie nicht wissen, wie sie in Kontakt mit ihrer Seele und ihrem Herzen gehen sollen – auch wenn sie es sich eigentlich wünschen. Und ich sehe, dass – gerade im eigenen Business – oft eine große Herausforderung darin besteht, in diesen Phasen „cool“ zu bleiben.

Wie es mir heute an Portaltagen geht

Je mehr ich in diese Welt eintauchte, desto mehr weiß ich: Das ist meine Welt. Auch wenn ich das viele Jahre meines Lebens so nicht sehen konnte. Ich habe in den letzten Monaten mich sehr intensiv mit mir und meinen Themen beschäftigt, vieles aufgelöst bzw. (re-) integriert.

Ein weiterer Erwachungsmoment im Frühjahr 2019 trug noch einmal gehörig dazu bei.

Mir wurde klar, dass ich gar nicht mehr anders kann, als verbunden mit mir zu sein.

Ein wahrhaftig schönes Gefühl.

Portaltage sind zu Tagen geworden, an denen ich genau hinhorche und mich darauf freue, was mein Inneres mir noch mitteilen möchte. Oft merke ich nun schon am Tag vorher bzw. bei längeren Zyklen auch einige Tage vorher, dass irgendwas „in der Luft“ liegt. Meistens geht damit eine besondere Freude und Verbundenheit einher. In Transformationsphasen bin ich dann etwas unruhig, und es ist so, als ob mir meine Seele irgendetwas zurufen will, was ich in diesem Augenblick noch nicht verstehe. Ich freue mich dann immer schon darauf, was ich wieder Neues über mich und die Welt lernen darf. Häufig habe ich auch besonders viel Energie. An manchen Tagen bin ich hingegen auch einfach nur müde oder auch kränklich. Beides gehört für mich dazu.

Regelmäßig wache ich nun morgens direkt mit einer glasklaren Erkenntnis auf. Themen, die ich z. T. lange mit mir herumgetragen habe, sind plötzlich innerlich gelöst und liegen klar vor mir. Ein sagenhaft gutes Gefühl. Da ich morgens immer direkt journale, kann ich die Erkenntnisse der Nacht gut für mich eingliedern.

Mein persönliches Fazit

Portaltage sind eine Chance zur Heilung, da sie uns unsere Themen deutlicher und intensiver aufzeigen. Und Chancen darf man ergreifen. Durch einen engen Kontakt nach innen, kannst du an diesen Tagen oft viel leichter erkennen, worum es bei dir wirklich geht.

Wenn du dich erstmalig damit beschäftigst

Höre auf dein Herz. Es wird dir sagen, ob dieses Thema „deins“ ist oder eher nicht. Beides ist okay. Du darfst in diese Welt eintauchen und die besondere Energie dieser Tage für dich nutzen. Wenn du aber sagst, dass das gerade nichts für dich ist, dann ist das auch genauso gut.

Spüre hinein, ob du damit in Resonanz gehst.

Bleib dran

Dies ist Teil 1 der Portaltage-Artikelserie. In Teil 2 geht es darum, wie Du Portaltage gut überstehst und besonders gut für dich und deine persönliche Entwicklung nutzen kannst. Im dritten Teil findest du meine besten Tipps und Strategien für den Aufbau und die Weiterführung deines Business speziell an Portaltagen.

Kanntest du Portaltage schon? Wie erlebst du diese Tage? Teile gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren.

Übrigens: Die nächsten Terminen für die Portaltage 2020 und 2021 findest du hier.

(Photo by Thomas Willmott)

Ich glaube, dass sich ein großer Teil der Menschen innerlich nach Freiheit sehnt.

Es kann ein Ruf sein.

Ein Aufflackern.

Ein Impuls.

Oder der feste und bewusste Wunsch, frei zu sein und zu leben.

Was ist eigentlich dieses frei sein?

Vielfach kommen dann Wünsche wie

  • nur dann zu arbeiten, wenn es passt
  • das zu tun, was man will
  • endlich mal ausschlafen zu können
  • sich nicht immer von einem Vollidioten von Chef seinen Tag diktieren lassen zu müssen
  • nicht mehr für Geld arbeiten zu müssen, sondern weil es Spaß macht

Und so weiter.

Und ja, das kann alles als frei empfunden werden.

 

Aber was darf passieren, dass das bei dir eintritt?

Richtig, du darfst erstmal eine Entscheidung treffen.

Und die Entscheidung ist weitaus größer als „nur“ zu sagen, ich kündige mal und mache mich selbständig.

Denn dann passiert oft Folgendes:

Plötzlich wirst du mit der Erwartungshaltung konfrontiert, dass du

  • morgens anfangen „musst“ zu arbeiten
  • beschreiben können musst, was du beruflich machst, sonst kann man das ja im Freundes- und Bekanntenkreis nicht erzählen
  • dich schlecht fühlst, wenn du zu lange schläfst, denn in der Zeit hättest du ja schon schön was schaffen können
  • du Aufträge annimmst, obwohl du schon vorher ahnst, dass das kein Zuckerschlecken wird (aber die Miete will ja bezahlt werden)

Und schwupps kommt dieses seltsame Gefühl in deinem Inneren wieder hoch, was dir im Grunde ganz deutlich zeigt, dass du zwar mehr Freiheit hast als früher. Aber nicht die Art von Freiheit, die du dir vorgestellt hast. Oder eben noch lange nicht genug.

Und dass es wohl offensichtlich auch nicht damit getan ist, dass du selbständig bist.

Und wenn du ganz ehrlich zu dir selbst bist, dann ahnst du irgendwann auch, dass dein Partner damit 0,0 zu tun hat. Sondern dass er nur so freundlich ist, dir deine eigenen Regeln/Systeme/Programme und damit Begrenzungen im Kopf zu spiegeln. Dafür darfst du ihm übrigens DANKE sagen, auch wenn du ihn ab und zu töten möchtest.

So.

Und jetzt macht der Spruch „Die Freiheit beginnt im Kopf“ plötzlich Sinn.

Es ist DEINE Erlaubnis, die du dir selbst gibst, die es dir ermöglicht, dich frei zu fühlen.

Was erlaubst du dir selbst?

Die Erlaubnis

  • dich selbst an die erste Stelle zu setzen (was heißt, dass Schlafen und Ruhe ein Grundbedürfnis ist, was immer gestillt wird)
  • so zu arbeiten, wie es dir liegt … zeitlich, inhaltlich und prozessual
  • daran zu glauben, dass du mit dem, was wirklich deine Aufgabe im Leben ist, „erfolgreich“ sein kannst
  • für dich einzustehen, bevor du es für andere machst

Und so weiter.

Und das ist genauso easy wie es eben manchmal intensiv ist.

Denn was genau Freiheit für dich ist, entscheidest nur du. Aber so lange du dich fremden, sinnlosen Regeln beugst oder deinen eigenen antrainierten, nicht bewussten Mustern (die du eben erstmal erkennen darfst!) folgst, wirst du immer tief in dir spüren, dass es „noch freier“ geht. Dass noch mehr geht. Dass es das nicht gewesen sein kann. Dass sich Dinge im Außen wie Druck, Stress oder eben „tun müssen“ anfühlen.

Und so lange hast du auch noch Potenzial. Im eigenen Business genauso wie im Leben. Irgendwie schön, oder?

(Photo by Cody Black)