Im Grunde ist Coach sein der schwierigste Job der Welt.

Ach nee, schwierig sagen wir ja nicht mehr.

Also: Herausfordernd.

Ich meine: Intensiv.

Oder auch: Begleitet von Höhen und Tiefen.

Ein Teil der Menschen, die als Coach arbeiten oder es vorhaben, wollen – oft auf Basis der eigenen, schmerzhaften Erfahrungen – etwas weitergeben und den Menschen helfen.

Bei dieser Gruppe passiert dann Folgendes

Die eigene, große und wundervolle Vision von der selbstbestimmten und erfüllten Arbeit als Coach zerfällt im Verlauf der Beschäftigung mit dem ebenfalls wundervollen Thema Market .. äh … Sichtbarke … äh … Kundengewin … äh … verdammt, das Geld ist alle!!

Obwohl groß angetreten, verlierst Du Dich mit der Zeit in Details, in Technik, in Grafiken oder einfach in der Aussage, Du müsstest Dich erst um Deine Blockaden, Dein Mindset und natürlich Dein Money (!) Mindset kümmern.

Was vollkommen verschütt geht – und das ist leider kein Einzelfall – ist, die Liebe zu den Menschen und das helfen wollen. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich plötzlich nur noch auf das eine: Kunden! Geld! Jetzt!

Das Ding ist:

Wenn Du Geld machen willst, solltest Du kein Coach werden. Und zwar nicht deswegen, weil Du als Coach kein Geld verdienen kannst. Nee, nee, nee – das meine ich nicht. Sondern deswegen weil die innere Ausrichtung auf Geld Dich weg von Deiner – mal vorhandenen – Herzensüberzeugung bringt. Und das „weg von“ Dich auch „weg bringt“ von dem, was Du Dir wünscht: Menschen, mit denen Du arbeiten kannst. Aka Kunden, Klienten, schnurzpiepegal.

Jetzt nehmen wir mal an, Du hast Dich wieder irgendwie gefangen und irgendwie Deinen Weg hin zu Liebe, Kunden & Geld gefunden. Damit bist Du schon mal deutlich weiter als der größte Teil der Menschen, die mal angefangen haben.

Aber jetzt kommt das nächste Problem!

Das war auch immer schon da, aber da warst Du noch mit dem Geld beschäftigt!

Deine Kunden spiegeln Dich plötzlich extrem. Du ziehst Menschen mit Deinen eigenen Themen an. Dein Kunde schleppt ein Thema an, was Du nicht mal 24 Stunden, äh, Minuten, äh Sekunden, vorher „gelöst“ hast. Und zwar in einer Tour. Wenn Du also nicht aufpasst, bist Du plötzlich 24/7 in extrem wundervollen und genauso extrem kotzigen „Personal Development-Prozessen“, die Dich rund um die Uhr gefangen nehmen.

Plötzlich beginnen Begriffe wie „Raum halten“ eine ganz neue Bedeutung zu bekommen. Wenn Du gut bist, verstehst Du, dass Dein Kunde seins hat. Und Du hast Deins. Und Deins hat in der Arbeit mit Deinen Leuten nix verloren. Wenn Du es nicht besser weißt, verstehst Du nur eins: Coaching-Gespräche können ganz schön haarig sein. Und ob Du gerade wirklich, wirklich helfen konntest, ist Dir manchmal leider schleierhaft. Aber Du hoffst.

Und das Ding ist: In sehr vielen Coaching-Ausbildungen wird das nicht gelehrt. Es ist einfach nicht bewusst. BE-WUSST. Es geht um Methoden und Tralala und wenn man das ordentlich macht, dann macht man es ordentlich.

Nur …

… wenn Du selbst auch nur etwas sensibel bist, dann SPÜRST DU es. Auch wenn Du es nicht greifen kannst. Aber es ist da. Ehrlich.

Und das ist vielleicht der geheime Grund dahinter, warum so viele Menschen sich als Coach bezeichnen, aber keiner sind. Sie „coachen“ Dich bei was auch immer. Aber die tiefen inneren Themen? Zu heikel … Denn dort läufst Du ja dauerhaft Gefahr, jemand anderem Deine eigenen Themen aufzudrücken und ihn in etwas rein- oder in etwas runter- oder von etwas weg-zu-coachen, was Deinem eigenen Weltbild nicht passt oder passt – je nachdem.

Tricky.

Der einfache Weg?

Du nennst Dich einfach Mentor. Ok, Spaß. ;-)

Oder Du lässt Dein Faible für persönliches Wachstum nicht zu viel Raum einnehmen und konzentrierst Dich auf ein Fach- aka (bei vielen, aber nicht bei allen) Vernunftsbusiness. Oder Du bleibst einfach an der Oberfläche. Redest über Mindset-Blub Blub und willst glauben, dass das reicht.

Nur leider reicht das eben oft nicht.

Denn der innere Ruf ist stärker.

Wir WOLLEN uns ja erinnern.

Wir WOLLEN ja wirklich frei sein.

Wir WOLLEN ja unsere Bestimmung leben.

Also weiter geht’s. Aus voller Überzeugung. In dem schönsten und zugleich auch schwierigsten, weil intensivsten und herausfordernsten und überhaupt Beruf der Welt: Coach im Bereich persönliche Weiterentwicklung. Insbesondere dann, wenn Du weißt, dass Weiterentwicklung nicht bei Mindset & Co. endet. Sondern es im Kern um noch viel mehr bzw. um ganz was anders geht.

Und dennoch: Wenn Du Deine Bestimmung lebst, darf und wird es auch einfach sein. Auch wenn Dein Erinnerungsprozess mal intensiv ist. I feel you. Von Herzen.

 

(Photo by Darius Bashar)

Im Gespräch wurde ich mal gefragt, ob ich „lange“ Programme im Angebot habe. Die betreffende, ganz wundervolle Frau ist gerade dabei, ihre Selbständigkeit aufzubauen und fragt sich, wie sie ihr Angebot aufstellen soll. Sie hatte von einem Kollegen gehört, dass längere Programme über mehrere Monate nicht gekauft werden und war verständlicherweise verunsichert.

Natürlich habe ich Programme im Angebot – entgegnete ich. Neben einem Strategietag gibt es auch die Möglichkeit, sich 3 oder 6 Monate von mir begleiten zu lassen. Außerdem habe ich auch ein Jahresprogramm, in dem ich Frauen auf ihrem Weg ins eigene „Von innen nach außen“-Business begleite (Und nein, ich habe immer noch keinen tollen Namen dafür, aber egal.)

Frage beantwortet?

NEIN

Denn meine Antwort ist genauso „falsch“ wie die Antwort des Kollegen, dass längere Programme nicht sinnvoll sind.

Denn im Kern geht es immer darum, was für Dich stimmig ist

Das können kurze wie lange Programme sein. Viel oder wenig Content im Marketing. Enge oder lose Bindung zu Deiner Community. Bezahlte oder organische Aktivitäten. All das und noch viel mehr kannst Du tun. Oder auch nicht.

Wer bewertet überhaupt, was kurz oder lang ist?

Was teuer oder günstig ist?

Was ein starkes oder eher ein schwaches Money Mindset ist?

Idealerweise niemand. Denn Bewertungen engen Deinen Handlungsspielraum ein und machen Dich unfrei. Nicht gut in dieser neuen, aufregenden und intensiven Zeit, in der wir uns gerade befinden.

Wenn wir aber noch mal anders fragen – in dem Wissen, dass es nicht um die Bewertung geht, sondern immer um das eigene Gefühl, dann wird schnell klar: Es geht um DICH. Und zwar NUR UM DICH.

Wie Du Deine Angebote gestaltest, welche Wege Du findest, um Menschen anzuziehen, welchen Energieausgleich („Preis“) Du dafür nimmst – alles DEINS.

By the way, letztens wurde ich auch gefragt, wie ich das mit meiner „Gage“ mache.

Ich musste so lachen, weil es so wundervoll war. Denn es passte so gut. Denn im Grunde sind wir, die im Wandel von der alten zur neuen Welt sind und andere Menschen dabei von Herzen begleiten, doch wirklich alle Künstler. Also Gage. Moment, ich muss noch meine Sales Pages überarbeiten … Lach … OK. Zurück zum Thema.

So.

Und natürlich ist es eine Herausforderung, das, was alles DEINS ist – im Leben, im Job, im Business, in allem – herauszufinden. Denn wenn es keine Blaupause gibt, dann darfst Du nach innen schauen. Nur dass das Innen manchmal ganz schön unaufgeräumt scheint.

Was ist denn nun …

… mein Herz und was mein Kopf?

Was mein Bauch und was mein Ego?

Wie soll ich eigentlich irgendwas spüren, wenn mein Kopf, mein Körper, mein alles voll ist von 1.597.456 mega-kreativen FB Anzeigen, die mir alle sagen, WIE ich es machen MUSS?

Und wie soll ich eigentlich wissen, was ich tun oder nicht tun könnte, wenn ich nicht weiß, was ich tun oder nicht tun könnte?

Mega berechtigte Frage (und ich weiß, dass nicht jeder das supidupi BWL – Schwerpunkt Marketing – Studium im Rücken hat). So. Und dann landen wir doch immer wieder dabei, dass eine Begleitung auf dem wundervollen Weg vom Job ins Business, vom Hamsterrad zur Erfüllung, von der alten in die neue Welt, doch irgendwie sinnvoll ist.

Nur was für eine?

Jemand, der Dir sagt: „Mach es so“ (Keine langen Programme, oder doch: Mach lange Programme). Oder jemand, der Dir die Möglichkeiten aufzeigt, und Dich dabei begleitet, selbst die „Kompetenz“ zu erwerben, das für Dich Passende herauszufinden.

Und ja, das dauert mitunter länger, gibt Schmerzen, Tränen, Hin und Her Rudern, Ausprobieren, Rumeiern und Co. Vielleicht aber auch nicht.

Und doch ist es – nach meiner persönlichen Auffassung – der einzige Weg, der nachhaltig funktioniert. Denn es ist der Weg, auf dem Du selbst lernst, wie Du Dir jede einzelne Frage im Business (und überhaupt im Leben) „beantworten“ kannst. Indem Du lernst, Dein Herz zu fragen, auf Dein intuitives Wissen zu vertrauen und Deinen Weg mit Liebe und Achtsamkeit zu gehen.

Was bringt Dir die schönste Blaupause?

Wenn sie zwickt und zwackt, Druck aufbaut und entweder nie oder nur kurz funktioniert, weil sich die Welt gerade dreht? Das habe ich übrigens auch der Fragestellerin gesagt. Dass alles geht – WENN sie selbst spürt, dass es stimmig für sie ist.

Und übrigens ist es das gleiche mit den Posts. Dieser Text hier ist genauso wie er ist ebenfalls auf Facebook veröffentlicht. Dafür ist er „zu lang“. Und dennoch weiß ich, dass es Menschen gegeben hat, die ihn bis zum Ende gelesen haben. Und für diese Menschen schreibe ich. Nicht für die, die lieber weniger Text, anderen Text, mehr professionelle Bilder oder gar ein Video wollen. Sondern für Dich, wenn Du noch dabei bist. Und ich danke Dir für Deine Zeit. <3

(Photo by Nicole Honeywill)

So oft ist es so, dass wir denken, wir müssten im Business

  • besonders kreativ sein
  • besonders intelligent sein
  • besonders überzeugend sein

Was letztendlich nichts anderes bedeutet, als dass wir eine Maske aufsetzen. Eine Rolle spielen. Womöglich etwas wollen zu sein, was wir nicht sind.

Die Annahme dahinter ist oft, dass Business professionell sein MUSS. Dass ein Business strategisch angegangen werden MUSS. Weil Business eben Business ist.

So oft ist es so, dass wir denken, wir müssten im Business

  • besonders stark sein
  • besonders clever sein
  • besonders souverän sein

Was letztendlich nichts anderes bedeutet, als dass wir eine Maske aufsetzen. Eine Rolle spielen. Womöglich etwas wollen zu sein, was wir nicht sind.

Die Annahme dahinter ist oft, dass Kunden nur von Dir kaufen, wenn Du stark bist. Wenn Du weißt, was Du tust. Wenn Du selbstbewusst wirkst.

Und ich will auch gar nicht sagen, dass all dies sein zu wollen falsch ist

Natürlich ziehen uns kreative, intelligente, überzeugende, starke, clevere und souveräne Menschen generell an. Auch und gerade im Business. Und wir lieben es, in der Energie solcher Menschen zu sein. Denn wir wollen profitieren von diesem Feuer, was kreative, intelligente, usw. Leader so oft versprühen.

Ich glaube nur, dass der Weg hin zu einer kreativen, intelligenten usw. Unternehmer-Persönlichkeit oft anders verläuft als wir uns das denken. Es hilft eben oft nicht, bewusst stark und souverän sein zu wollen. Wenn Du es in diesem Moment nicht spüren kannst. Wenn Du es nur spielen würdest. Und deswegen auch nicht bist. Und das ist OK. Really.

Stattdessen: Sei Du selbst in Deinem Business

Zum Beispiel indem Du …

  1. Die eigene Verletzlichkeit auch ins Business integrierst.
  2. In die Verbindung zu Menschen zu gehst und Dich so zeigst, wie Du ist.
  3. Nicht nur Strategien fährst, sondern Dich treiben lässt, was sich richtig anfühlt.
  4. Von Dir erzählst -- auch und gerade über die schmerzhaften Momente, das, was Dich im Leben wirklich geprägt hat.
  5. Nicht zu viel zu bewertest, sondern einfach Du bist und Dich annimmst.
  6. Sprichwörtlich die Barrieren runterfährst und Dich mitten ins (Business-) Leben stürzt  -- mit allem, was drin steckt und was Dich fordert und fördert.

Genau darüber habe ich mit der wunderbaren Anja Abel ein Gespräch geführt. Anja und ich haben uns Anfang April 2019 auf dem Female Speaker Day in Bonn kennengelernt und sind direkt tief in den Austausch gegangen. Als Anja fragte, ob wir mal zusammen live gehen, habe ich sofort JA gesagt.

Warum? Weil Anja ein toller Mensch ist, wir sofort einen Draht zueinander hatten und ich solche Verbindungen auch sichtbar machen will.

Hier kannst Du Dir das Gespräch (ca. 38 Minuten) direkt anschauen

LIVEmitSandraLotz 2019 04 18

 

Ich habe übrigens NICHT

  • gecheckt, ob Anja genügend Fans & Follower hat
  • überlegt, ob mir das „was bringt“
  • mal gewusst, was Anja genau beruflich tut und was nicht

:-D

Und ich denke, Anja hat sich darüber auch null Gedanken gemacht …

Es war also nicht strategisch geplant, mit Kalkül und auch nicht professionell vorbereitet.

Ich habe einfach YES gespürt und dann mache ich das auch. Es war einfach echt.

Wir leben in einer Welt, in der alles tausendfach da ist. Du kannst Dein Business Coaching bei mir buchen … oder beim Kollegen nebenan. Du kannst Dich bei Anja zu Haut & Körper beraten lassen … oder bei der Kollegin einen Facebook-Klick weiter. Alles gibt es schon. Und wenn Du austauschbar und farblos bleibst, haben die Menschen keinen echten Grund, genau bei Dir zu kaufen.

Wie entscheidest Du, bei wem Du kaufst?

Indem Du schaust, zu wem Du Dich hingezogen fühlst. Zu wem Du das starke innere Gespür hast, dass Du genau in dieser Energie sein willst. Genau diesen Menschen in Deinem Leben haben willst -- auch wenn es nur 5 Minuten sind.

Und genau das möchte ich Dir leicht machen, in dem ich Dir viel von mir zeige.

Und genau dazu möchte ich auch Dich ermutigen.

Sei kein 08/15 Coach. Sei kein Coach von der Stange.

Sei Du selbst in Deinem Business und zeige uns, was Dich ausmacht, was Besonderes an Dir ist und auch, was Du vielleicht nicht so gut kannst. Die Menschen lieben Dich dafür, dass Du ein Mensch mit Ecken und Kanten bist. Und nicht, weil Du perfekt bist.

Falls Du dabei Unterstützung brauchst, bin ich gerne für Dich da.

 

(Photo by Ian Schneider)

Zum Thema Geld kursieren ja viele Mythen und Meinungen. Geld ist nie zu viel, sondern meist zu wenig da. Es ist schwierig, es zu gewinnen, und noch schwieriger, es gewinnbringend anzulegen. Es ist schneller ausgegeben als eingenommen. Und es ist DAS Thema Nr. 1, wenn jemand sich selbständig macht. Sowohl im Investieren als auch im Einnehmen. Und deswegen ist es mir unbedingt ein Anliegen, in diesem Artikel mit ein paar Dingen aufzuräumen.

Nr. 1: Ein Online-Business braucht kein Kapital

Eine Website kann jeder aufsetzen. Du brauchst kein Geld für Werbung, sondern machst alles selbst. Und online kannst Du schnell und easy Geld verdienen, ohne Dir dafür die Hände schmutzig zu machen. Es gibt im Internet eine gewisse Strömung, die in die Richtung geht, dass man eben mal schnell etwas aufbauen kann, es wenig bis nichts kostet und man damit reich wird. Diese Strömung ist sehr trügerisch. Papperlapapp. In dem Moment, in dem eine Entscheidung für ein Business getroffen ist, brauchst Du auf jeden Fall Kapital.

Sicherlich war es noch niemals so einfach, sich ein eigenes Business mit geringem Investitionseinsatz aufzubauen wie heute. Trotzdem: Ganz ohne klappt es nicht. Nicht alles kannst Du Dir selbst beibringen. Und selbst wenn Du alles kannst, brauchst Du mindestens einen Coach, der Dir die richtige Richtung weist ;-)

Nr. 2: Was Du über Geld denkst, ist nicht wichtig

Mir ist absolut bewusst, dass nicht jeder von uns mit einem Haufen voller Gold am Ende des Regenbogens ausgestattet ist. Aber es ist im Business wichtig, dass Du Dich – erst gedanklich, dann durch Ergebnisse – in diese Richtung entwickelst. Ich habe auch heute noch keinen Haufen voller Gold am Ende des Regenbogens – das ist auch nicht das, was ich meine. Es geht nicht darum, dass Du Geld hortest oder extrem viel sparst. Viel wichtiger ist, wie Deine Beziehung zu Geld ist. Und diese Beziehung zu Geld ist ganz unterschiedlich. Eine Sache lässt sich aber feststellen: Wir haben alle eine. Je nachdem, wie Du aufgewachsen bist, wie Du geprägt wurdest und was Du daraus gemacht hast.

Es gibt verschiedenste Gedankengänge dazu, die relativ verbreitet sind.

Einige Beispiele:

  • Ich darf nicht so viel für meine Leistung nehmen.
  • Ich bin nichts wert.
  • Ich muss erst ganz viel an Ausbildung machen, damit ich das wert bin.

Oder auch

  • Wer billig kauft, kauft zweimal.

Sprüche, die wir alle kennen.

Es ist für Deine Selbstständigkeit – egal, ob Du am Anfang stehst oder ob Du schon länger dabei bist, wichtig, dass Du Deine eigene Beziehung zu Geld einschätzen kannst. In dem Moment, in dem Du selbst Deine Leistung und das, was Du kannst – also Dein Wissen, Deine Expertise – anbietest, hat das eine ganz andere Wirkung, als wenn Du vielleicht früher, so wie ich, in der Bank gesessen hast und Sparpläne verkauft hast. Weil Du nicht mehr irgendein fremdes Produkt, sondern wirklich Dein eigenes Wissen und Deine eigene Expertise anbietest. Und da tut natürlich Ablehnung auch ganz anders weh, wenn sie kommen sollte. Viele von uns haben ja auch keinen verkäuferischen Hintergrund. Wenn Du aus der Sachbearbeitung kommst oder immer gesagt hast „Ich bin kein Verkäufer, das liegt mir alles nicht“, dann sind das auch Glaubenssätze, die mit Geld zu tun haben. Wir haben auch ein negatives Bild zum Begriff „Verkaufen“. Da ist so eine riesen Wolke an irgendwelchen Sätzen, die wir in den Köpfen haben und die uns ganz stark blockieren.

Nr. 3: „Das ist aber viel Geld!“

Am Anfang hörte ich ganz häufig Folgendes, wenn ich erzählt habe, was mein Angebot kostet: „Das ist aber total viel Geld!“ (Heute höre ich das übrigens nicht mehr, was eine Menge über mich und mein gestiegenes Geldbewusstsein bzw. die Menschen, die ich mittlerweile in mein Leben ziehe, aussagt.) Und dann frage ich immer „Was würde es bedeuten, wenn Du das nicht investiert? Wie geht es dann weiter mit Dir? Was ist der Preis, den Du sonst dafür bezahlst?“. Denn letztendlich ist Geld genau das Gleiche wie Zeit oder Liebe, da es letztendlich immer nur darum geht, wie wir innerlich im Gleichgewicht mit uns selbst bleiben. Und in dem Moment, in dem Du Dich immer so ausrichtest, dass Du sagst „Das ist zu viel. Ich kann das nicht.“ bist Du sehr im Mangel-Denken und auf Mangel ausgerichtet. Außerdem sagst Du damit automatisch mit „Ich bin es nicht wert“.

Und es gibt (fast) immer einen Preis, den wir bezahlen. Nur machen wir uns das ganz häufig nicht bewusst. Wir denken, wir kaufen den teuren Wintermantel nicht, wir können einfach entscheiden „Will ich“ oder „Will ich nicht“. Aber in Wirklichkeit entscheiden wir, ob wir im Winter warm angezogen sein wollen, vielleicht auch ein bisschen stylisch, etwas wirklich Schönes tragen wollen, mit dem wir uns gut fühlen, womit wir uns vielleicht auch gleich innerlich viel besser fühlen, weil wir den Designermantel oder so was in der Art haben oder ob wir sagen „Ich friere lieber. Ich kaufe mir lieber eine billige Jacke, mit der man mir manchmal vielleicht auch ansieht, dass ich mich mit ihr nicht so gut fühle, weil ich eigentlich lieber den Mantel gewollt hätte.“. Mit Investitionen im Business ist es ähnlich.

Ich möchte auf gar keinen Fall, dass sich irgendwer verschuldet, um mit mir oder jemand anderem zu arbeiten. Ich möchte Dich nur ermuntern, wirklich konsequent täglich an Deinem „Money-Mindset“ (das ist der Begriff, der dazu immer rumgeistert. Ich finde ihn gar nicht so toll, aber ich wollte ihn zumindest mal nennen, damit Du ihn zuordnen kannst, sollte er Dir irgendwo über den Weg laufen) zu arbeiten und da wirklich in einer Stimmung zu bleiben, Dich gut zu reflektieren und aufzupassen.

Nr. 4: Ich hole mir alles kostenlos …

Ganz generell ist es so, dass Businessaufbau und der Aufbau einer Selbständigkeit nicht ohne Geld funktionieren. Selbst wenn Du Minimalprinzip fährst und Dir alles kostenlos holst und Dein Netzwerk auf den Kopf stellst, um jemanden zu finden, der Dir eine Webseite programmiert usw. und Du vielleicht auch irgendwann alles hast, wirst Du vor folgendem Punkt stehen: Es wird keiner für Dich bezahlen.

Warum nicht? Weil Du auch niemanden bezahlst. Ich habe angefangen mit kostenlosen Coachings und ganz günstigen Coachings und das war auch in Ordnung und ich habe ganz oft das Feedback bekommen, dass ja alles immer so teuer ist. Damals haben meine Pakete einen Bruchteil von dem gekostet, was sie heute kosten. Wie gesagt, heute bekomme ich diese Rückmeldung nicht mehr. Mein eigenes Money Mindset spiegelt sich natürlich auch in meinen Preisen wider. Wobei es da garantiert auch noch viel Spielraum gibt.

Die Beziehung zu Geld ist ein Kreislauf. Alles, was Du rein gibst an Energie – und dazu gehört einfach auch Geld – kommt auch zu Dir zurück.

Die Gefahr ist, dass Du in einer Energie bist, die nicht auf Geld ausgerichtet ist, wenn Du Dich in eine Stimmung versetzt, in der Du denkst „Ich gehe jetzt in ganz viele kostenlose Facebook-Gruppen, ich schnapp mir, was ich kann, mein Mann hat ein bisschen Technikaffinität, der kann mir die Seite programmieren“ usw., oder Du anfängst, zu bloggen oder Online-Kongresse zu veranstalten, die komplett kostenlos sind. Und in dem Moment, in dem Du sagst, Du möchtest davon leben können, reicht dieses Denken nicht mehr. Weil „Leben können“ beinhaltet, dass Du Geld für Deine Leistung bekommst.

Was Dir stattdessen hilft

Es gehört Einiges dazu, zu erkennen, wo man sich selbst blockiert, das anzunehmen und einfach zu sagen „Okay, da habe ich offensichtlich noch ein bisschen Bedarf.“. Und ich möchte Dir sagen, dass das ganz normal ist. Wir sind durch unsere Angestelltenwelt häufig da sehr geprägt. Es gibt Tarifverträge, in die wir reingeschubst werden. Wir sind alle sehr im Vergleich. Wir schauen, dass wir selbst nicht schlechter gestellt sind als der Kollege. Wenn Du außertariflich arbeitest oder in einer Branche, in der frei verhandelt wird, bist Du es vielleicht gewöhnt zu verhandeln. Aber wir wissen auch, dass es immer Ungerechtigkeiten gibt. Und dass Kollegen, die kürzer dabei sind, manchmal schneller befördert werden, mehr Geld bekommen. Und solche Erfahrungen können sich fest in Dir einnisten. Und das ist auch okay. Ich habe da auch meine Erfahrungen gemacht. Und Deine Selbständigkeit spiegelt das exakt wider.

Wichtig ist, dass Du Dich auf der Stufe, auf der Du bist, annimmst. Das ist das Entscheidende. Und dass Du mir glaubst, dass Du ein ganz positives Verständnis von Geld brauchst, um diesen Kreislauf initiieren zu können.

Wie das bei mir war

Als ich das erste Mal entschieden habe, eine mittlere 5-stellige Summe in ein persönliches Coaching zu investieren – was für mich auch eine große Summe war – haben sich durch diese Entscheidung erstmal innerliche Knoten aufgelöst, die ich in Bezug auf das Thema hatte. Und das, ohne dass ich dafür groß etwas getan hatte. Alleine dadurch, dass ich das entschieden habe, war ich so in diesem guten Flow, dass viele Probleme und Themen, die ich in diesem Zusammenhang hatte, sich aufgelöst haben. Außerdem ist danach Folgendes passiert: Es haben sich Frauen bei mir gemeldet und haben gesagt „Ich will jetzt buchen.“ Und ich musste nichts verkaufen oder pitchen, sondern sie haben einfach gesagt „Ich kaufe jetzt bei Dir.“ Einfach so. Da war keine Diskussion über die Kosten.

Das funktioniert natürlich nicht bei jedem. Ich habe auch Vorgespräche, in denen die Leute sagen, sie sind total pleite und deshalb müsse man gar nicht weiter darüber sprechen. Dann denke ich „Was sagst Du hier gerade? Was ist das für eine Wertschätzung Dir selbst gegenüber und was ist das auch für eine Wertschätzung mir gegenüber?“ Ich sage nicht „Komme nur ins Vorgespräch, wenn Du Dir das auch leisten kannst.“ Ich spreche mit jedem und ich gebe auch jedem die gleiche Aufmerksamkeit und Liebe im Vorgespräch. Aber wenn jemand mit diesem Mindset ins Vorgespräch kommt, was soll ich da tun? Denn die Verantwortung liegt bei jedem selbst und wer etwas ändern will, findet auch Mittel und Wege.

Verständnis ist nett, aber …

Ich kann das alles nachvollziehen. Ich bin ja Bankerin. Ich kann solche Sachen hoch und runter rechnen. Aber letztendlich ist nicht entscheidend, wie diese böse Situation ist, sondern es ist entscheidend, was Du willst und wie Du Dich innerlich ausrichtest, um das zu erreichen, was Du möchtest. Ich kann Dir wirklich sagen, es ist immens viel schwerer, es braucht länger, es kostet sehr viel Kraft, Energie und manchmal auch Gesundheit, wenn Du die Haltung hast, Dich ohne Geld und ohne Investition selbständig zu machen und davon gut leben zu können. Es würde doch auch niemand auf die Idee kommen, ohne Ausbildung in der Versicherung arbeiten zu wollen oder ohne Ausbildung Menschen am offenen Herzen operieren zu wollen. Wie kommen eigentlich wir angehenden Selbstständigen auf die Idee, ohne Ausbildung dieses Business bewältigen zu können? Das finde ich ein bisschen seltsam.

Raus aus dem Mangel-Denken

Ich habe auch gelernt. Ich habe auch Kurse gebucht. Ich habe mich 1:1 coachen lassen. Ich hatte Mentoring. Ich habe sie auch immer noch. Ich habe letzte Woche mehrere – auch sehr große – Investitionsentscheidungen getroffen. Manchmal kaufe ich kleine Sachen, weil ich sie brauche. Manchmal kaufe ich auch große Sachen. Und das ist auch alles in Ordnung. Aber ich lasse mich auch weiter ausbilden. Es ist zum Beispiel auch so, dass meine Programme mit jedem Monat, der vergeht, noch besser sein werden. Und zwar, weil ich selbst noch besser geworden bin. Ich habe mehr Erfahrungen gesammelt, und ich habe mich wieder weitergebildet. Ich habe Dinge verstanden, die ich letztens noch nicht verstanden habe. Und ich gebe immer in meinen Live-Calls und in meinen 1:1 Coachings aktuellstes Wissen und Verständnis weiter und erhöhe damit letztendlich auch den Wert, den Du davon hast.

Und das ist die Richtung, in die ich Dich gerne bringen möchte. Raus aus diesem Mangel-Denken. Mangel-Denken ist nie gut. Mangel-Denken führt zu überhäuften Kleiderschränken mit Klamotten von Billigketten, führt zu ungesunder Ernährung, führt zu Übergewicht, führt auch zu schlechter Haut. Raus aus dem Mangel-Denken! Und ja, ich weiß, das geht nicht über Nacht. Und dennoch starte, bleib am Ball, mache es Dir immer wieder bewusst, wo Du gerade innerlich stehst.

Wie ich arbeite – Meine Werte

Du darfst Dir auch immer überlegen, von wem Du lernen willst. Wenn Du ein Vorgespräch führst, in dem Druck aufgebaut wird in Form von „Wenn Dir das zu teuer ist, dann willst Du das auch nicht wirklich“, dann wirst Du dort lernen, wie Du das zukünftig auch so tust. Die Frage ist, ob Du das möchtest. Und meine klare Antwort (und das ist meine Haltung) ist: Nein.

Ich persönlich setze mich lieber, falls es mal finanziell nicht hinhauen sollte, in einen Job, der meinen Werten entspricht – und das wäre jede Art der Festanstellung, die ich für den Moment okay finde – und würde dann darüber Geld verdienen. Bevor ich anfange, fiesen emotionalen Druck auf Menschen aufzubauen. Und deswegen ist es ganz wichtig, dass Du Dich wirklich ganz bewusst dafür entscheidest, welche Haltung Du dazu einnehmen willst und von wem Du lernen willst.

Ich finde auch immer mit Dir Lösungen. Ich muss natürlich auch meine Sachen im Blick behalten, aber wenn jemand sagt: „Sandra, ich will unbedingt mit Dir arbeiten, ich kriege es gerade nicht hin. Können wir die Raten strecken? Hast du vielleicht noch ein Angebot, das ein bisschen kürzer ist, damit es ein bisschen günstiger wird? Das ich erst mal damit starten kann?“ Wenn mir das jemand klar signalisiert, dann bin ich wirklich bereit darüber nachzudenken. Denn das zeigt mir dann etwas. Und ich nehme die Dinge auch, wie sie kommen. Aber wenn jemand einfach sagt: „Nö, ist mir zu teuer, kaufe ich nicht.“, dann denke ich: „Dann nicht. Du kannst gern in der Gruppe bleiben, Du kannst gerne auch weitere Webinare besuchen, die nichts kosten, aber wundere Dich bitte nicht, wenn Du keine Kunden hast.“

Das ist das Problem der Menschen. Da steht die Webseite, die machen nach außen ganz viel richtig und wundern sich, dass keiner für sie bezahlt. Ich habe gestern Abend ein Video gehört von einer bekannten Online-Marketerin. Die hat gesagt, es ist total okay, am Anfang kostenlos zu arbeiten. Ich stimme da nur sehr begrenzt zu. Ich glaube, dass Du sehr gut ausgebildet bist und dass wir immer eine Business-Idee finden, die zu dem, was Du gerade kannst, gut passt und die es auch wert ist, dass Du dafür Geld bekommst. Ich habe während meiner Coaching-Ausbildung auch alles umsonst gemacht. Dann habe ich vielleicht noch ein oder zwei Sitzungen wirklich sehr reduziert gemacht. Und dann bin ich sofort ins Verdienen gegangen. Meine erste Coaching-Stunde habe ich für 35 Euro verkauft. Aber dieses Gefühl, eine Rechnung auszustellen, auf der steht, dass ich zwei Stunden gecoached habe und ich kriege dafür 70 Euro – dieses Gefühl macht etwas mit Dir. Das darfst Du auf jeden Fall mitnehmen. Das ist ein Wert, den Du gibst! Deswegen wünsche ich mir, dass Du da gar nicht erst zu sehr rein rutscht in dieses „Umsonst-Ding“.

Ich glaube, es ist auch sehr wichtig, dass Du, wenn Du mit einem Coach & Mentor in Resonanz gehst, da auch erst mal bleibt. Ich arbeite immer langfristig mit mindestens einem Coach zusammen. Denn es ist häufig gut, wenn mir nicht ständig fremde Leute was reinquatschen, sondern ich bei einem Stil und Vorgehen bleibe.

Natürlich gibt es Philosophien und Überzeugungen, die eine Rolle spielen. Und als Anfänger ist man nicht gefestigt. Man weiß nicht „Ist das das Richtige oder nicht?“. Und wenn Du dann mit tausend Menschen spricht – das Internet lädt dazu ein, Facebook lädt dazu ein – dann wirst Du einfach durcheinandergebracht. Am Ende machst Du vielleicht nichts richtig oder bist nicht konsequent. Und dann sind da 87.000 Strategien. Du bist emsig am Arbeiten, Machen und Tun und verdienst trotzdem nichts und bist trotzdem nicht klar auf den Punkt, nicht klar positioniert. Das ist einfach eine Arbeit, die ganz regelmäßig zu tun ist und für die es letztendlich Begleitung braucht.

Ich positioniere die Menschen auch – manchmal in sehr kurzer Zeit. Aber ich sage nicht „Du musst das und Du musst dies…“. Das würde ich niemals tun. Wir entwickeln das aus Deinem Inneren heraus. Und außerdem darfst Du es auch selbst erst mal für Dich finden. Ich möchte, dass Du lernst, Deine eigenen Schätze zu heben und zu leben. Ich möchte Dich nicht abhängig machen von mir oder meiner Begleitung. Aber mein Blick darauf kommt und dann ist es auch klar. Und da macht es überhaupt gar keinen Sinn, mit tausend anderen Menschen dazu zu sprechen, weil Du nur durcheinanderkommen wirst. Und dann bekommst Du nichts auf die Straße.

Mein bester Tipp

Arbeite also unbedingt an Deinem Geldverständnis, an Deinem Geldbewusstsein. Versuche, jeden Tag zu journalen. Schreibe jeden Tag auf, wo in Deinem Leben gerade Fülle ist, wofür Du dankbar bist und wie Du mehr Fülle in Dein Leben ziehen kannst. Triff Deine Entscheidungen so, wie Du sein willst, nicht wie Du heute bist. Eine gute Entscheidung ist, zu sagen „Ich mache das jetzt einfach. Es wird funktionieren.“. Und dann kann auch das Leben Dir Lösungen vorbeibringen. Richte Dich darauf aus.

Wichtig dabei ist, dass Du es hier und heute fühlen kannst. Dass Du die Fülle und das Schöne, was Dir Dein Business und Leben gibt, in Dir aufnehmen kannst.

 

(Photo by Sharon McCutcheon)

Regelmäßig spreche ich darüber, warum eine Vision wichtig ist und wie Du sie umsetzt. Mit Start ins eigene Business ist das ein Thema, mit dem sich jeder beschäftigen darf. Und auch wenn Du schon länger dabei bist, lohnt ein regelmäßiges Update.

Denn eine starke Vision gibt Dir den Handlungsrahmen für Dein Business vor. Damit hast Du im Business-Alltag weniger Aufwand, Entscheidungen zu treffen bzw. Dich auszurichten. Denn wenn Du innerlich klar ausgerichtet bist, kannst Du in den täglichen To-Do’s intuitiver vorgehen.

Im Video (ca. 24 Minuten) erfährst Du

  • den Unterschied zwischen Vision und Zielen
  • warum Du eine Vision für Dein Business & Leben haben solltest
  • wie Du es schaffst, smart beides miteinander zu verzahnen
  • und warum Deine Intuition dabei eine wichtige Rolle spielt

 

Wie Vision & Ziele gut miteinander harmonieren und Du richtig durchstartest 🚀

Steckst Du auch noch fest in Sachen Vision? Spürst Du, dass mehr in Dir steckt, bekommst es aber nicht zugreifen? Und möchtest Du auch planen können -- aber aus dem Bauch, nicht aus dem Kopf?

Dann unterstützt Dich mein Selbstlernkurs „Von der Vision zu intuitiven Zielen“. Du erstellst darin Dein Vision Board, analysierst es und findest die Bereiche in Business & Leben, die Du anpacken möchtest. Du formulierst Deine Ziele und nutzt meine bewährten Planungstools für eine absolut flexible und intuitive Planung.

Der Kurs eignet sich auch für Angestellte ohne eigenes Business.

(Photo by Roberto Nickson)

 

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn Dich das Thema „11 „Business-Weisheiten“, die ich lernen durfte“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

In meiner Facebook-Community wurde ich vor einiger Zeit gefragt „Wie viele Stunden sollte ich pro Woche in mein nebenberufliches Business investieren?“. Über die Frage war ich fast ein wenig erschrocken. Denn Businessaufbau sollte Spaß machen und im Flow stattfinden. Ein „hartes Muss“ à la „Wenn ich nicht mindestens x Stunden pro Woche, dann wird das eh nichts“ ist absolut nicht förderlich.

Aber ich kann gut verstehen, woher diese Sicht kommt. Aus der Angestellten-Welt kennen wir folgende Überlegung: Wer 40 Stunden pro Woche arbeitet, leistet mehr als jemand, der nur 25 Stunden arbeitet, und ist deswegen auch mehr wert. Denn warum sonst sind Teilzeitstellen immer noch unbeliebt bei Chefs und Management und gestalten sich in Bezug auf die Karriere als „Teilzeit-Falle“?

Im eigenen Business gilt diese Formel aber nicht. Sorry. Not sorry?

Was als Angestellter häufig geht – unwichtige Dinge zu tun, aufzuschieben und mehr Kaffee zu trinken als produktiv zu sein, rächt sich in der Selbständigkeit extrem schnell. Denn als Solo-Unternehmer*in geht es einzig und allein darum, ob Du die richtigen Dinge tust oder nicht.

Die gute Nachricht ist also: Es ist nicht wichtig, wie viele Stunden Du pro Woche in Deinem Business arbeitest. Die schlechte Nachricht ist: Ohne Dranbleiben und regelmäßiges Tun geht es auch nicht.

So bringst Du Dein Business auch dann zum Erfolg, wenn Du wenig Zeit hast

4) Tue

3) täglich

2) die richtigen Dinge

1) mit dem richtigen Fokus.

Ganz easy?

Was bedeutet das?

1) Fokus

Häufig ist uns nicht bewusst, welchen Fokus wir unbewusst für unser Business setzen. Das eigene Business nimmt dann – neben Hauptjob, Familie, Kindern, Partnerschaft, der Pflege der Eltern, Haushalt, Freunden, Sport etc. – ungefähr Platz 78 ein. Und wir wundern uns dann, wenn alles wichtiger ist als das eigene Business, warum wir nicht vorankommen. Und auch keinen rechten Elan verspüren.

Deswegen ist es entscheidend, dass Du den Fokus

a) generell ganz bewusst auf Dein Business lenkst: Warum tust Du das überhaupt? Was bringt es Dir?

und

b) die nächsten Prioritäten klar setzt: Was ist jetzt wirklich wichtig? Was bringt mich voran?

Da Zeit ein extrem knapper Faktor ist, darfst Du ein für Dich passendes System entwickeln, wann und wo Du für Dein Business arbeitest. Das ist höchst individuell, aber immens wichtig.

Mach Dir als erstes bewusst, wie wichtig Dein Business für Dich ist. Dein Business sollte mindestens Priorität 3 in Deinem Leben einnehmen. Ansonsten kommst Du so schleppend voran, dass Dir unterwegs die Puste ausbleibt und Du irgendwann aufgibst. Mir ist vollkommen klar, dass es viele Dinge gibt, die einen großen Raum in Deinem Leben einnehmen könnten (wie Familie etc.).

Aber: Für die Zeit des (nebenberuflichen) Businessaufbaus solltest Du hierfür von Anfang an Regelungen treffen. Wenn Du keine Lösungen findest, die Dir Raum verschaffen, so wird sich schnell Frust bei Dir breit machen und ggf. lässt Du das gesamte Projekt sein. Und das wäre sehr schade! Also, suche nach Möglichkeiten, die Dich entlasten bzw. Dir Zeit für Dein Business-Baby geben.

Hier ein paar Ideen, wie Du mehr Freiräume für Deinen Businessaufbau findest:

  • Teilzeit beantragen
  • Au Pair einstellen
  • Haushaltshilfe besorgen
  • Kinder mehr machen lassen
  • Partner bitten, mehr zu unterstützen (dafür revanchierst Du Dich irgendwann)
  • Perfektionismus runterschrauben (weniger Bügeln, mehr einfaches Essen, nur noch 1x in 2 Wochen wischen)
  • Freie Zeiten nutzen, wie z.B. im Auto oder in der U-Bahn
  • Freundschaften für einen begrenzten Zeitraum zurückstellen

Du kannst nicht alles gleichzeitig machen. Wenn Du den Businessaufbau einfach nur „drauf addierst“, wird das sehr anstrengend für Dich werden.

2) Die richtigen Dinge

Oftmals denken wir bei Businessaufbau nur an das, was wir „tun“ müssen. Keine Frage, das Tun ist mega wichtig. Aber es gibt auch andere Bereiche, die Du erledigen solltest, damit Dein Business sich gut entwickelt.

Die richtigen Dinge für Deinen Businessaufbau lassen sich in 3 Kategorien einteilen:

1) Business Making Activities: Hiermit sind alle „Hand On“-Aktivitäten gemeint, bei denen Du wirklich etwas (er)schaffst und die Du am Business erledigst, z. B. Website zu texten, Marketing zu betreiben etc.

2) Mindset: Hiermit sind alle „unterstützenden“ Tätigkeiten gemeint, die Du bewusst (!!) innerlich betreibst, um in Deine Aufgabe als Unternehmer*in hinein zu wachsen. Dazu gehören z. B. tägliches Journaling, Meditation und Weiterbildung in diesem Bereich.

3) Community & Networking: Die meisten Neu-Selbständigen haben einen Freundes- und Bekanntenkreis, der nicht (!!) mehr (!!!) die gleiche Vision vom Leben teilt wie sie selbst (Lese hier, warum es so wichtig ist, sich Gleichgesinnte zu suchen).  Es ist deswegen unerlässlich, dass Du Dich mit Menschen vernetzt, die das Gleiche wollen wie Du, und dass Du von Menschen lernst, die das, was Du willst (z. B. die Vollzeit-Selbständigkeit) bereits erreicht haben.

Mach Dir also bewusst: Du kannst jede Aufgabe, die in Deinem Kopf herumschwirrt, in eine der drei Kategorien einteilen. Jeder der drei Bereiche sollte in etwa gleich bearbeitet werden. Ein Gleichgewicht ist dabei sehr wichtig.

Folgende Beispiele zeigen, was ungünstig ist

Wenn Du nur in Facebook-Gruppen rumhängst und Deine innere To-Do-Liste immer länger wird, Du aber nie Zeit hast, sie abzuarbeiten, dann kommst Du im Tun nicht voran.

Wenn Du nur am Rödeln, Machen und Tun bist, aber null in Verbindung mit anderen Menschen stehst und Angst hast, Dich mit Deinem Angebot zu zeigen, dann hast Du Dein Mindset nicht genügend weiterentwickelt.

Wenn Du nur am Schreiben, Meditieren und Weiterbilden bist, und immer noch neue Dinge suchst, wo Du unbedingt noch wachsen musst, bevor Du xyz tun kannst, dann fehlt Dir das konkrete Tun im Außen als Verfestigung Deines neuen Seins.

So planst Du stattdessen Deine Ziele

  • Setze Dir Tages-, Wochen- und Monatsplanungen. (Später auch länger in die Zukunft reichende Planungen)
  • Setze Dir Ziele, z. B. auf Wochenbasis (Du kannst diese Ziele montags in einer Facebook-Community teilen und am Freitag erzählen, wie Du sie erreicht hast. Öffentliches Verschriftlichen führt zu Commitment).
  • Überlege Dir genau, was Du erreichen willst. Unterteile Deine Ziele in die drei Kategorien. Hast Du alle Kategorien bedacht? Welche Kategorie fällt immer „hinten runter“? Darauf solltest Du Dein Augenmerk richten und hierfür weitere Ziele festlegen.
  • Halte Dich an Deine Ziele?

 

3) Täglich

Mache Dir bewusst, dass Dein Businessaufbau kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Das heißt, dass Kontinuität und Disziplin sehr stark über Deinen Erfolg entscheiden. Wer nur unregelmäßig tut und sichtbar ist, braucht sich nicht wundern, wenn der Erfolg sich nur sehr schleppend einstellt.

Tägliches Tun führt dazu, dass Dein Business schnell zur Routine wird. Und Routine ist in diesem Fall sehr gut. Du gewöhnst Dich daran, dass es ein fester Bestandteil Deines Lebens ist. Wenn Du dran gewöhnt bist, täglich zu tun, fühlt sich das bald ganz normal an. Wenn Du dann mal einen Tag nicht tust, wird Dir schnell was fehlen.

Schaue als erstes, wann Du gut an Deinem Business arbeiten kannst.

  • Morgens vor der Arbeit, wenn Du z. B. den Wecker 30 – 60 Minuten früher stellst?
  • In der Mittagspause, in dem Du die langweiligen Dates mit Kollegen ab sofort ausfallen lässt?
  • Abends nach Feierabend, wenn der Partner auf dem Sofa Netflix schaut?
  • Am Wochenende, wenn endlich mal Ruhe und Zeit ist?
  • Zwischendurch, wenn der Hauptjob Pausen zulässt?

Sei unbedingt auch kreativ, was die Wahl Deines Arbeitsortes zulässt. Viele Aufgaben, insbesondere aus den Kategorien Community & Networking und Mindset, brauchen keinen Schreibtisch. Auch Social Media Posts lassen sich z. B. wunderbar über das Mobilgerät machen.

Weitere Ideen, Deine Arbeit zu erleichtern:

  • Dokumentiere Deinen Tag in Social Media. So bist Du unterwegs, aber trotzdem präsent für Deine Follower.
  • Viele hilfreiche Tools, wie Trello, Evernote und Dropbox, gibt es auch als App. Es ist vielleicht ein kleines bisschen umständlicher, aber Deine Planung kannst Du via Trello auch auf dem Handy machen.
  • Wenn Du Content Ideen hast und keinen Stift und Zettel dabei, dann sprich sie Dir einfach in eine Diktier-App.
  • Du solltest aber auch immer was zu schreiben dabei haben?
  • Setze vor Autofahrten die bewusste Intention, zu welchem Thema Du eine Lösung finden willst. Zum Beispiel lassen sich die Fragen: Wer ist meine Zielgruppe? Welches Produkt will ich als nächstes launchen? Wunderbar auch erstmal „nur“ durchdenken.
  • Statt Musik höre Business-Podcast-Episoden und bilde Dich weiter (aber nicht wahllos, sondern zu den geplanten Zielen)
  • Sei jeden Tag während der Öffi-Fahrt zur Arbeit in Deinen liebsten Facebook-Gruppen unterwegs und zeige Präsenz.

Und täglich Tun heißt nicht, dass es Stunden sein müssen. Klar, mehr ist meist besser. Aber es gilt eben nicht die Regel aus dem Angestelltenjob, sondern viel wichtiger ist, dass Du Deine täglichen Ziele mit Liebe (!!!) – und übrigens ohne Druck – umsetzt.

4) Tun

Wenn Du nun weißt, wo Dein Fokus und Deine Prioritäten liegen, was Deine Ziele sind und wann Du sie täglich unterbringen kannst, geht es ans Umsetzen.

Folgende innere Haltung bietet sich an, wenn Du Dein Mindset auf Tun umprogrammieren willst:

  • Einfach machen.
  • Better done than perfect.
  • Nutze Deine fehlende Bekanntheit dafür, Fehler zu machen.
  • Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (Jaa, selten gibt es auch Sprichwörter, die nützlich sein können)

Du siehst also, es gibt MILLIONEN von Tipps und Tricks, die Dir helfen, Dein Business aufzubauen, auch wenn Du wenig Zeit hast. Finde die heraus, die für Dich am besten funktionieren.

Der Special Tipp

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung ist gold wert und wird Dich – wenn Du Dich daran hältst – meilenweit nach vorne bringen. Dennoch habe ich noch einen Special Tipp für Dich:

Ausnahmen dürfen mal sein.

Es geht hier nicht um falsch verstandenen Druck, Zwang oder Arbeiten, bis der Arzt kommt. Das Leben ist unberechenbar und darauf solltest Du flexibel reagieren. Wenn zu Hause alle die Grippe haben und sich die Dreckwäsche 3 m nach oben stapelt, setzt Du mal 2 Tage aus. Das ist ok.

Aber (!!)

Finde bitte nicht jeden Tag eine neue Ausrede, warum Du genau heute nicht kannst. Wenn Du mal einen Tag ausgesetzt hast, startest Du am nächsten Tag einfach wieder von vorne bzw. machst da weiter, wo Du aufgehört hast. Ohne nachzudenken. Einfach tun. Alles andere wäre Selbstbetrug, ok?

So, und jetzt erzähle mal: Was ist Dein heißester Tipp, ein Business aufzubauen, wenn man wenig Zeit hat? Schreib es in die Kommentare. Ich freue mich?

(Photo by Kinga Cichewicz)

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn Dich das Thema „Wie Vision & Ziele gut miteinander harmonieren und Du richtig durchstartest“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Für mich war früh klar, dass ich eines Tages selbständig sein will. Ich wollte immer schon machen, was ich richtig finde und was mir wertvoll erscheint. Vor 2 Jahren war es dann soweit. Ich ging meine ersten Schritte in die nebenberufliche Selbständigkeit. Anfangs noch neben dem Vollzeit-Job – morgens, abends, am Wochenende und im Urlaub.

Als Angestellte nebenbei selbständig sein – das war in vielerlei Hinsicht eine wahnsinnig intensive Zeit für mich. Zwei Jobs zu haben – die Selbständigkeit zu wollen, es sich aber nicht so richtig einzugestehen. Und bei der Festanstellung zu denken, es noch zu wollen und auch zu brauchen. Mein Angestelltenjob machte mir noch Spaß, auch wenn ich nicht mehr mit dem Herzen dabei war. Und dann das Thema Sicherheit und so! Wahnsinn, was da alles innerlich bei mir abging.

Als ich dann nebenberuflich gründete, hatte ich echt keine Ahnung.

Ich

hatte

keinen

blassen

Schimmer …

… was mich wirklich erwarten würde.

Obwohl ich mehr als 5 Jahre nebenberuflich studiert habe und damit in Belastungssituationen echt kampferprobt war, habe ich das Ding mit dem eigenen Business volles Mett unterschätzt. Irgendwie dachte ich: Es wird schon funktionieren. Tat es ja auch irgendwie. Aber das geht sicherlich einfacher :-)

Was war das Problem?

Ich habe den Aufwand massiv unterschätzt, den es braucht, um ein Unternehmen aufzuziehen. Gleichzeitig habe ich überschätzt, wie viel Kraft, Energie und Ausdauer ich selbst haben würde, um das allein durchzuziehen.

Anfangs stapelten sich die To-Do’s und meine Unkenntnis darüber, was wichtig und dringend ist. Das führte dazu, dass ich zwar schwer beschäftigt war, aber einfach irgendwas tat. Nur eben nicht unbedingt das, was sinnvoll war. So kam ich stellenweise total schnell voran, manchmal aber auch nur schleppend langsam. Gerade in Zeiten, wo ich langsam war, überfielen mich dann regelmäßig die Demotivation, Frust und Selbstzweifel.

War das normal, dass das alles so langsam ging?

Machte ich was falsch?

Waren die anderen schneller, besser, fokussierter als ich?

Wie ich heute weiß, sind diese Zweifel ganz normal. Aber damals habe ich mich manchmal ganz schön doof damit gefühlt.

Befeuert wurden die schlechten Gefühle dadurch, dass ich ja wirklich faktisch wenig Zeit hatte, meine Selbständigkeit aufzubauen. Ich arbeitete Vollzeit. Ich verbrachte weitere 2 Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln, um zur Arbeit zu kommen. Zudem war ich frisch umgezogen und noch nicht ganz heimisch in der neuen Umgebung.

Umso wichtiger wäre es gewesen, ein klares Ziel zu setzen und das Richtige zu tun, um überhaupt voranzukommen. Aber woher sollte ich wissen, was das ist? Mein BWL-Studium war und ist sicherlich hilfreich. Aber das Studium gab mir höchstens den ungefähren Rahmen vor. Die Details musste ich allein suchen.

Natürlich informierte ich mich im Internet. Ich stieß dabei auf alle möglichen Menschen, die mir versprachen, mir beim Business-Aufbau zu helfen. Aber irgendwie funktionierte das für mich auch nicht. Es wurde zu viel über Marketingstrategien gesprochen. Und zu wenig darüber, was es mit einem selbst macht, wenn man dem (vermeintlich) sicheren Hafen der Festanstellung den Rücken zukehrt. Es wurde ein Tempo vorgegeben, das für Vollzeit-Gründer ausgelegt war. Und das zu wenig berücksichtigte, dass ich nur ein sehr knappes Zeitfenster hatte, um überhaupt was für meine Selbständigkeit zu machen.

Es kam, wie es kommen musste

Nach einigen Monaten hatte ich mich total vertüddelt. Ich hatte zwar Kunden. Und es lief ganz gut. Aber mein berufliches Leben war ein einziges Gebilde aus „ich muss“ geworden. Anstatt mich auf mich, meine Kernkompetenzen, meine Werte und meine Fähigkeiten zu konzentrieren, hatte ich mich komplett im Außen verloren. Ich folgte irgendwelchen Strategien und verpasste, zu überprüfen, ob sie überhaupt zu mir passten. Das setzte mich so tierisch unter Stress, so dass ich die Freude am Coachen verlor. Zu dieser Zeit wurde ich dann auch schwer krank und bekam so vom Leben den Freiraum geschenkt, meine Entscheidungen kritisch zu überprüfen.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass mir meine Erkrankung eine berufliche Auszeit verpasst hat. So konnte ich mich strategisch noch einmal neu aufstellen und mein Business wirklich von innen nach außen entwickeln. (Hier kannst Du nachlesen, wie mein Business-Jahr 2017 verlaufen ist.) Und in dieser Zeit lernte ich auch, wirklich auf meine Bedürfnisse und Prinzipien zu hören. Sie nicht bei erstbester Gelegenheit über Bord zu schmeißen, nur weil jemand mir dazu geraten hat.

Und ich machte Bekanntschaft mit sechs wichtigen Feldern, die in der Selbständigkeit immer wichtig sind. Die in der nebenberuflichen Selbständigkeit darüber entscheiden können, ob Du erfolgreich bist oder nicht. Ob Du mit Energie und Freude durch die Zeit des Business-Aufbaus gehst oder nicht.

6 Erfolgs-Tipps für das nebenbei selbständig sein

Das Unternehmen „Selbständigkeit“ ist für die meisten Festangestellten nämlich ein riesiger Schritt. Es kommt massig viel Arbeit auf Dich zu. Und ganz häufig wirst Du nicht wissen, was Du wann tun sollst. Wenn dann noch die Kunden ausbleiben, wird aus der Selbständigkeit ganz schnell nur ein besseres Hobby. Und Du kommst nie in die Phase, dass Du aus Deinem Hobby ein wirkliches Business mit Geschäftsmodell, Kunden und Umsatz machst.

Durch die Doppelbelastung aus Hauptjob und der nebenberuflichen Selbständigkeit brauchst Du absolute Klarheit über Deine Zeit und Deine Prioritäten. Insbesondere in der Phase der Neugründung kommt es sonst schnell zu einem Zustand, den Du aus Deiner Festanstellung kennst und eigentlich vermeiden willst: Überlastung. Stress. Druck. Anspannung. Fehlende Freude. Schwindender Optimismus.

Und Du brauchst eine gute Kenntnis darüber, wie Du Dich selbst wieder stabilisieren kannst – wenn es nämlich doch mal zu viel geworden ist mit den zwei Jobs.

Folgende Tipps helfen Dir dabei, nebenbei selbständig zu sein – ohne auszubrennen.

Sorge gut für Dich

Erster und wichtigster Tipp ist, dass Du immer gut für Dich sorgst. Das hat einen ganz einfachen Grund. Wenn es Dir nicht gut geht, dann gibt es auch Dein Business nicht. Im Noch-Hauptjob gibt es die Lohnfortzahlung und das Krankengeld. Wenn Du nebenbei noch selbständig bist, hast Du das nicht. Also achte auf genügend Schlaf, gesunde Nahrung und viel Wasser. Reduziere Alkohol, Kaffee und sonstige Drogen ;-) Gehe regelmäßig raus in die Natur und tanke auf. Sitze nicht nur vor dem Schreibtisch. Baue regelmäßig Erholungspausen ein, wenn Du arbeitest. Dein Körper wird es Dir danken!

Finde Dein Warum

Warum machst Du den ganzen Spaß überhaupt? Es wäre doch viel einfacher, Du bleibst in Deiner gesicherten Festanstellung?! Was treibt Dich an, diesen Weg zu gehen? Was willst Du der Welt von Dir zeigen? Was möchtest Du in der Welt verändern? Was sind Deine Ideale dahinter? Mach Dir dazu Gedanken, am besten schriftlich. Und rufe Dir Deine individuellen Gründe immer wieder ins Gedächtnis. Mache Dir ein Vision Board, in dem Du Deine Vision vom (Berufs-)Leben bildlich festhältst. Du wirst merken, dass eine klare Vision Dir immer wieder die Kraft gibt, weiterzugehen und den nächsten Schritt zu tun.

Lege die Prioritäten fest

Ein Tag hat für jeden von uns 24 Stunden. Wenn Du schon nebenbei selbständig bist, dann weißt Du, wie wertvoll Zeit ist. Wenn Du den Wunsch hast, irgendwann vom Noch-Hauptjob in die volle Selbständigkeit zu wechseln und davon auch leben zu können, sollte Du dafür eine entsprechend hohe Priorität vergeben. Idealerweise steht Deine Selbständigkeit auf Platz 1 oder 2. Natürlich kannst Du auch daran arbeiten, wenn es Platz 4 oder 5 ist. Aber wenn alles andere davor kommt, dann wird es auch entsprechend länger dauern und die Gefahr des Scheiterns ist höher.

Ich weiß, es gibt im Leben Rahmenbedingungen, die uns unabänderlich erscheinen. Arbeitszeiten, Anfahrtswege, Versorgung der Kinder, Haushalt etc. Wenn Du aber einiges davon in Deinem Leben hast und nichts davon reduzierst, könnte es schwierig werden mit Deiner Selbständigkeit. Also schau einmal kritisch drauf, ob wirklich alles in Deinem Leben sein muss, was Du gerade erledigst. Wer könnte Dich (ggf. übergangsweise) unterstützen? Was könntest Du vielleicht outsourcen (Steuer, Haushalt, Gartenpflege etc.)? Auch wenn dies Geld kostet, sieh es als Invest in Dein Business. Damit setzt Du das Signal, dass Dir das wirklich wichtig ist, und gibst damit auch diese Energie in die Welt.

Finde und nutze Freiräume

Das bedeutet übrigens auch, dass Du Deine Zeiten effektiv nutzt. Ständiges Fernsehen oder belanglose Treffen mit Menschen, die Dich eh nicht verstehen, sollten überprüft werden. Schau genau hin, welche Tätigkeiten Du parallelisieren kannst. Podcast-Episoden zu den neuesten Marketing-Tipps im Auto, Social Media Marketing in der S-Bahn. Bestimmt fällt Dir noch mehr ein. Achte aber bitte auch darauf, dass Du auch Zeit nur für Dich hast, in der Du nicht arbeitest (siehe Punkt 1). Und mache in dieser Zeit auch wirklich nichts. Idealerweise bietet sich hier der Morgen an, wenn noch alles schläft. Was morgens der genialste Start in den Tag ist, verrate ich Dir in diesem Artikel.

Baue Dir ein Netzwerk auf

Verbinde Dich von Anfang an mit Menschen, die an gleicher Stelle stehen wie Du, und Menschen, die schon dort sind, wo Du hin willst. Fühle Dich ein in diese neue Welt. Sauge alles auf, was Du lernen kannst. Gib alles, was Du kannst. Und profitiere von den Power-Strategien anderer, die sich mit einem Thema schon länger auseinandersetzen als Du. Tausche Dich mit Gleichgesinnten in Facebook-Gruppen aus. Aktuell biete ich keine öffentliche Facebook-Gruppe an. Wenn sich das ändert, erfährst Du es als erstes hier.

Schaffe Dir Erfolgserlebnisse 

Ganz häufig erlebe ich, dass bei Business-Start jemand monatelang (jahrelang) damit beschäftigt ist, seine Website zu entwickeln. In dieser Zeit gibt es kein Angebot, keine Kunden, keinen Umsatz. Strenggenommen bist Du dann auch nicht selbständig. Im Kopf wird die eigene Website als Startschuss in das eigene Business gesehen.

Und das ist falsch. Der Startschuss ist dann, wenn Du ihn Dir gibst.

Versteh mich nicht falsch: Deine Internetpräsenz ist wichtig. Aber ein Angebot, Kunden und Umsatz kannst Du auch ohne Website haben. Versteck Dich also nicht hinter Deiner Website, wenn es darum geht, Dein Angebot zu formulieren und zu verkaufen. Think big. Fühle Dich von Anfang an als Unternehmer*in.

Sobald Dein Businessmodell halbwegs steht, suche Dir sofort Kunden. Probiere aus, schärfe Dein Angebot und das, wofür Du stehst. Das alles vereinfacht es auch, Deine Website zu texten. Die Erstellung der eigenen Seite dauert nämlich oft so lange, weil keine Klarheit da ist, was Du eigentlich wem anbieten willst. Sobald Du Dein Angebot verkaufst (auch wenn es noch nicht ganz ausgereift ist), schaffst Du Dir damit Erfolgserlebnisse. Diese wiederum helfen Dir, bei der Stange zu bleiben – auch wenn es neben dem Hauptjob mal hart ist, dranzubleiben und weiterzumachen.

Investiere in Dich und Deinen Traum

Eine Sache möchte ich noch betonen, die ich selbst ebenfalls unterschätzt habe.

Selbständig sein kannst und musst Du lernen!

Es ist eine komplett andere Art des Arbeitens als in der Festanstellung. Auch in der Phase „dazwischen“, wo Du Dich mit zwei Jobs rumschlägst, schnupperst Du schon die neue Luft als Selbständige. Und das macht was mit Dir. Du beginnst Dich zu verändern.

Aber es dauert. Denn Du hängst noch mit einem Fuß in der alten Welt. Und der Fuß beeinflusst massiv Deine Gedanken. Auch und gerade über das, was kommt. Deine Nase zeigt schon in die Richtung der neuen Welt. Und Du merkst, auch wenn Du es Dir vielleicht nicht gleich eingestehst, dass Du in dieser neuen Welt eine neue Herangehensweise brauchst. Probleme aussitzen, weil sich schon irgendwer drum kümmern wird, funktioniert hier nicht mehr.

Als Selbständige – auch wenn Du nebenbei selbständig sein willst – brauchst Du 100 % Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Deswegen solltest Du von Anfang üben, genauso zu denken und zu handeln. Dies nenne ich, ein Unternehmer-Mindset zu entwickeln. Das hilft Dir übrigens auch in der Angestelltenwelt. Und in Deinem ganzen Leben. Denn es bedeutet, in die volle Eigenverantwortung zu gehen, Dir Dein Leben selbst zu kreieren und Dich aus Mechanismen zu befreien, die Dich behindern.

Das ist Selbstwirksamkeit pur!

Da so ein Unternehmer-Mindset nicht vom Himmel fällt bzw. trainiert werden muss, empfehle ich Dir: Suche Dir Begleitung durch einen erfahrenen Business Coach und Mentor. Damit wählst Du nicht nur die Abkürzung. Du sicherst Dein beginnendes Unternehmen auch ab. Du investierst und richtest Dich innerlich auf Erfolg aus. Damit gibst Du ein entsprechendes Signal ins Universum, welches belohnt werden wird.

Ein Sparringspartner ist in dieser Phase idealerweise immer für Dich erreichbar und sorgt für Struktur, sanfte Arschtritte und Verständnis. Er hilft Dir außerdem, Deine eigenen blockierenden Überzeugungen aufzudecken, zu transformieren und Dir nicht selbst im Weg zu stehen. Das ist übrigens nichts Schlimmes und geht uns allen ähnlich, wenn wir uns auf diesen Weg machen.

Welche Erfahrungen hast Du in Deiner nebenberuflichen Selbständigkeit gemacht? Schreib mal in die Kommentare, wie es Dir damit ergangen ist und wo Du gerade stehst. Ich freue mich :-)

(Photo by Christin Hume)