„Energievampire erkennen und abwehren“

„Tipps gegen Energieräuber und wie du ihnen entgegenwirkst“

So, oder so ähnlich klingen die ersten Google Einträge, wenn man „Energieräuber“ oder – der in der klassischen Coaching-Szene beliebtere Begriff -„Energievampire googelt.

Überall ist der wohlgemeinte Rat, dass man Dinge oder Menschen, die einem wortwörtlich Energie rauben, am besten direkt und ohne Umschweife aus seinem Leben verbannen sollte.

Diese Idee gibt es in einem ähnlichen gemeinten Sinne auch in der energetischen Arbeit.

Man trennt sich von allem, was nicht mehr zu einem gehört – egal, ob es sich um Gegenstände, Situationen oder Menschen handelt.

Früher fand ich diese Vorstellung total super. Es erschien mir so einfach. Ich lasse einfach los. Ich schieße einfach jemandem zum Mond. Und schwupps – ist mein Leben wieder viel einfacher und leichter.

Im Laufe der Jahre durfte ich jedoch lernen, dass das so einfach nicht geht. Und stellte fest – so etwas wie „Energieräuber“ gibt es gar nicht! Es kommt vielmehr darauf an, wie ich meine Energie schön bei mir behalte (wo sie auch hingehört) und sie vielmehr permanent fließen lasse bzw. erhöhe.

Passend zu diesem Artikel findest du auf meinem YouTube-Kanal auch ein Video.

Klicke einfach hier unten auf das Bild 👇

Warum es Energieräuber nicht gibt

Der Begriff „Energieräuber“ beschreibt, dass dir etwas genommen wird – in diesem Fall deine Energie.

Was stimmt daran nicht?

„Du hast doch die Macht, die Gabe, ganz bewusst zu entscheiden, WO du deine Energie hinführst und WIE du deine Energie verwendest.“

Deine energetische Kraft ist deine Verantwortung und diese darfst du auch wahrnehmen und natürlich auch für dich nutzen und beanspruchen.

Wenn es sogenannten „Energieräubern“ gelingt, deine Energie tatsächlich zu rauben, dann ist das ein

Zeichen für dich, zurück in deine Eigenverantwortung zu kommen. Denn du hast ja damit zugelassen, dass dir die Energie geraubt wird! Das liegt ja nicht an dem anderen, sondern an dir selbst.

Erinnere dich daran, dass es in deiner Hand liegt, wie viel du von deiner Kraft ins Außen gibst und auch welche Energie, zu dir zurück kommen darf.

Was kannst du also tun, wenn du zu viel Energie ins Außen verlierst?

Mache dir bewusst: Du BIST Energie.

Als göttliches Wesen bist du energetisch immer verbunden mit dem Universum. Du schöpfst aus dem unendlichen Kosmos.

Du bist in der Verantwortung, deine bestmögliche Kreation von Leben und Business in die Welt zu bringen. Und das geht nur, wenn du DICH wahrhaftig lebst und das schließt deine Energie natürlich mit ein.

Wie fühlt sich das an?

Großartig, oder? Dann ist der Gedanke „zu viel“ Energie ins Außen zu verlieren schon gar nicht mehr präsent.

Energie ist keine endliche Ressource. Sie ist immer da und du bestimmst, was daraus entstehen darf.

(Und wenn du diese Energie mal in Kreativität wandeln möchtest, findest du in diesem Artikel wunderbare Tipps dazu).

JEDE Energie kann wertvoll sein – auch wenn sie nicht mehr zu uns gehört

Der Gedanke der „Energieräuber“, kommt ja davon, dass man sich etwas trennt das nicht mehr zu einem gehört.

Wie schon gesagt, können das Gegenstände, Situationen oder Menschen sein.

Ich habe früher auch immer meine Ex-Freunde „abgetrennt“.

Die gehörten nicht mehr zu mir und sollten, mit samt ihrer Energie, schnellstmöglich aus meinem Leben verschwinden.

Natürlich hat dieser Prozess auch geholfen, diese Beziehungen loszulassen und mich wieder stärker auf mich zu besinnen. Doch mit dem Abtrennen ging eben auch die Energie, die mich mit diesem Menschen verband.

Und: Es ist doch schade um die Energie, die ich in diese Beziehungen gesteckt habe, die ich dann auch gleichermaßen von mir abtrenne…oder?

In alles, was wir tun, geben wir unsere Kraft und unsere Wahrheit hinein.

Auf diesem Weg dürfen wir Dinge auch loslassen, die nicht mehr unserer jetzigen Wahrheit entsprechen, doch nicht (!) indem wir die Energie “wegsenden”, sondern indem wir die darin investierte Kraft zu uns zurückholen und wandeln in die höchste Kraft der Liebe. So gehst du viel gestärkter und damit hoch-schwingender weiter.

Wie gehst du in Zukunft mit deiner Energie um?

Am Ende des Tages hältst du deinen Energiedeckel ganz alleine in der Hand. Und zwar immer.

Du darfst in deine Bestimmung gehen, darfst in die Ausdehnung gehen und das bedeutet auch, dass du in die Eigenverantwortung gehen darfst – wie du deine Energie wahrnimmst, wo du sie hinlenkst und wie du sie zu dir zurück bringst.

Und du kannst jederzeit damit anfangen!

In jedem Moment, in dem du spürst, dass du wieder Energie „ins Außen“ verlierst, stellst du gedanklich ein großes STOP-Schild auf.

„DU hast DEINE Energie in der Hand.“

„DU entscheidest, WO DEINE Energie fließen darf.“

„DU BIST ENERGIE.“

Und du kannst vermeintlich “negative” Energie jederzeit wandeln, um sie dir als eine persönliche Stärkung zuzuführen.

Es geht um radikale Eigenverantwortung.

Natürlich ist es viiiiel leichter, dem anderen “die Schuld” zu geben (und glaub mir, das passiert quasi auf jedem “Level” – auch wenn du schon bewusst bist und einiges für dich getan hast). Doch damit gibst du eben wieder die Energy ab – obwohl du selbst dir damit etwas viel Schöneres kreieren und gestalten kannst!

In welchen Bereich deines Lebens möchtest du in Zukunft mehr Energie hineingeben?

Und in welchen Situationen übernimmst du ab jetzt Verantwortung für deine Energie?

Teile gerne mit mir in den Kommentaren unten deine Erfahrungen und deine Erlebnisse.

(Photo by Larm Rmah)

Es ist manchmal wirklich zum Mäuse melken. Du hast gerade den Mut gefasst und dich selbstständig gemacht, neben deinem Hauptjob vielleicht, du hast schon deine Stunden reduziert.

Oder aber du bist direkt komplett gesprungen, hast irgendwo noch Sicherheiten und dir gesagt: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Du hast die erste Klarheit über deine Aufgabe gefunden. Vielleicht hast du ein bisschen hin und her gestruggelt, was du jetzt eigentlich ganz genau tun sollst und wie das alles ganz genau funktioniert.

Du hast dir viel angelesen, viel gelernt, und vielleicht auch schon die ersten Erfolge gesammelt – die ersten Kund*innen gewonnen, die ersten Euros verdient.

Und dann das: Die Corona-Krise. Plötzlich verändert sich der komplette Markt.

Niemand von uns weiß gerade, wie es weitergeht – die Prognosen für die Zukunft im wirtschaftlichen Bereich sind gerade mehr als düster, Besserung ist nicht wirklich in Sicht.

Und was nun?

Genau darum, um das, was du jetzt tun kannst, soll es in diesem Artikel gehen. Ich bin nämlich total davon überzeugt, dass die aktuelle Lage und die gesamte aktuelle Situation dich keinesfalls entmutigen sollte!

Ganz im Gegenteil. Wenn du jetzt mit einem smarten Blick auf alles schaust, smart dein Business führst und auch smart mit dir und deiner persönlichen Entwicklung umgehst und sie auch forcierst, dann hast du jede Chance, auch in unsicheren Marktsituationen erfolgreich zu sein und da gut durchzukommen.

Das kann übrigens die Corona-Krise sein oder jede andere: In solchen Zeiten des Wandels wird einiges von dir gefordert. Ich möchte dir jetzt drei Bereiche nennen, die für dich in jedem Fall wichtig sind!

Bevor ich das mache, möchte ich aber nochmal genauer darauf eingehen, was genau das Problem ist, wenn du gerade an der Stelle stehst, die ich gerade schon kurz genannt habe.

Die Plateauphase (und was dann wichtig ist)

Das ist nämlich Folgendes: Wenn wir moderat gut in unser Business gestartet sind und erste Erfolge erreicht haben, dann kommt irgendwann eine Plateauphase.

Du hast vielleicht die ersten Euros verdient, Kund*innen gewonnen – aber jetzt geht es nicht weiter.

Die hohen Beträge, von denen du vielleicht gedacht hast, dass du sie bereits als Umsatz gewinnen kannst, bleiben aus. Und durch diese Situation, die sich aktuell wirtschaftlich, gesellschaftlich und auch auf allen anderen Ebenen entwickelt, ist da jetzt natürlich eine ziemliche Unsicherheit drin.

In dieser Plateauphase rutschen wir in den allermeisten Fällen in einen extremen Stress hinein. Dieser Stress entsteht zum einen aus Angst, weil du dir die folgenden Fragen stellst:

  • Was soll aus mir werden?
  • Hab ich alles falsch gemacht, indem ich gekündigt und alles auf eine Karte gesetzt habe? Indem ich den Irrglauben hatte, dass ausgerechnet ich erfolgreich sein kann in einem online-basierten Business?
  • Wie wird sich die Wirtschaft in den nächsten Monaten und Jahren entwickeln?
  • Wie kann ich mir anmaßen, dass ausgerechnet ich es schaffe, wo die Prognosen für die Zukunft doch so schlecht sind?

Zur Angst kommt dann häufig auch noch ein ziemlicher Druck, der auf dir lastet.

  • Reichen meine Rücklagen noch lang genug?
  • Was ist mit den Geldern, die ich gerade beziehe, die aber bald auslaufen?
  • Hat mein Partner, der mich unterstützt, vielleicht auch keine so sichere Jobsituation mehr?

Durch diesen Druck, die Angst und den ganze Stress, der daraus entsteht, hast du in dieser Plateauphase viel weniger Erfolgserlebnisse, weil das energetisch ganz stark spürbar ist.

Wenn du vorher motiviert vorangegangen bist und deine ersten Dinge umgesetzt hast, dann merken die Leute, in was für einer guten Energie du dabei bist und freuen sich mit dir. Da ist ein gutes Gefühl, da entsteht eine Verbindung!

Auch wenn wahrscheinlich nicht alle direkt am Anfang gesagt haben „Die will ich jetzt buchen!“ – es ist einfach so, dass du die Menschen mit einer guten Energie ganz anders anziehst. Die Erfahrung hast Du bestimmt auch schon gemacht.

In der Plateauphase geht es aber eben schnell, dass du energetisch abrutschst und irgendwo in einem kalten Bereich pendelst, der hauptsächlich aus Angst, Druck und Stress besteht. Du hast schlaflose Nächte, und es gibt vielleicht die Momente, in denen du dein Geld zählst und dir denkst: Fuck! In 2 Monaten bin ich pleite.

Dann malst du dir aus, dass du dich irgendwo an die Kasse setzen oder im Restaurant kellnern musst oder oder oder – da kommt ganz viel rein und wir quatschen uns dann im Kopf ganz schnell richtigen Bullshit rein, das kennst du bestimmt.

Ich sag dir was: Das Plateau wird kommen. In den allermeisten Fällen hat die Welt nicht auf dich gewartet (obwohl sie dich bestimmt gut gebrauchen kann). Aber wenn wir mit unserem eigenen Geschäft starten, dann braucht es einfach eine Anlaufphase.

Und wenn du gerade genau in dieser Phase bist und dann auch noch in ein so hohes Angst- und Stresslevel gerätst, dann wird es nur noch schwieriger werden…

Das Außen zeigt dir immer deinen inneren State. Und wenn dein State aus Druck, Angst und Stress besteht, dann hast du das einfach nicht, dass die Leute sagen: „Ja, die wollte ich schon immer buchen!“ und dass die Euros purzeln.

Stattdessen zeigt sich genau das Gegenteil: Du manifestierst dir im Außen all das Negative, das du eigentlich nicht willst.

Sandra Lotz - Facebook Banner Unleash your Soul

Triff deine bewusste Wahl

Du kannst auch als Neueinsteigerin jetzt im Business überleben bzw. sogar so richtig durchstarten!

Nur, weil die Prognosen gerade vielleicht nicht so günstig sind, bedeutet das nicht, dass du dein Geschäft nicht so ausrichten kannst, dass du einen richtigen Mehrwert bieten kannst.

Dafür ist es aber eben wichtig, dass du innerlich auf der richtigen Welle unterwegs bist.

Und wenn du jetzt wirklich für dich fühlst, dass du das durchziehen willst, dass du genau das tun willst, dass das gerade deine Aufgabe ist und das klappen wird – dann ist das der erste, verdammt wichtige Punkt!

Ich habe eben ja von drei Punkten gesprochen, die ich dir mitgeben möchte, aber nehmen wir das jetzt mal als Punkt 0 dazu: Du entscheidest. Du triffst Deine Wahl.

Diese Wahl ist energetisch, auf jeder Ebene in deinem Körper und in jeder Zelle zu verankern.

Spüre mal hinein, was das mit dir macht, wenn du sagst: Ich bin da. Ich schaffe das. Es gibt keine Alternative, es gibt keinen Plan B. 

Triff deine bewusste Wahl – und dann zieh es durch!

3 Punkte, die du als Neueinsteigerin im Business jetzt angehen darfst

Punkt 0 haben wir also geklärt. Das ist die Basis für alles andere, was folgt. Jetzt schauen wir uns nämlich noch drei weitere Punkte an, die du jetzt angehen darfst.

Punkt 1: Finde Klarheit

Es ist ganz, ganz wichtig, dass du klar bist. In deinem Thema, in deiner Zielgruppe, in deren Problem und in dem Nutzen, den deine Arbeit deiner Zielgruppe bringt.

Ich weiß, „Zielgruppe“ klingt immer so klinisch – das sind immer Menschen. Deine Soulmates. Versuch, dich da reinzufühlen: Was brauchen diese Menschen in drei, sechs oder neun Monaten? Spüre da mal hin und versuche dich wirklich so klar wie möglich (und ein bisschen nischig) aufzustellen – im Bezug darauf, was die Welt im Moment braucht!

Das kannst du dann immer besser und immer klarer in deine Kommunikation einbauen: Auf deiner Website, deinen Social-Media-Kanälen und in deiner generellen Ansprache.

Es ist ganz wichtig, dass du das tust und daran auch fortwährend arbeitest, denn das ist ein rollierender Prozess!

Punkt 2: Schau dir potentielle Marktentwicklungen an

Was machen die aktuellen Entwicklungen mit deinem Markt? Es gibt Geschäftsfelder, die sind aktuell nicht mehr wichtig, manche brechen sogar ganz weg.

Gleichzeitig gibt es auch Themen, die werden nur angegangen, wenn ganz viel Geld da ist – das kann gerade funktionieren, muss aber nicht.

Es ist ganz wichtig, dass du dir diese Entwicklungen anschaust und auch nochmal schaust: Was macht das eigentlich mit meiner Positionierung? Da sind wir auch wieder beim Thema Klarheit. Ist es vielleicht sinnvoll, nochmal eine Veränderung vorzunehmen und auf einem angepassten Fundament durchzustarten?

Bereite dich auf die Dinge vor, die du sehen kannst – sowohl im Inneren als auch strategisch.

Punkt 3: Arbeite an deinem bewussten Sein

Die allermeisten Einsteigerinnen kommen aus einem Ding des Machens heraus. Wir kennen das meistens aus unserem früheren Job und dem ganz normalen Arbeitsalltag: Das Prinzip von „Je mehr ich mache, desto erfolgreicher bin ich“.

Das funktioniert jetzt aber so nicht mehr, denn wir dürfen uns in einem bewussten Business bewusst machen, dass wir da eine andere Kette haben: Es ist nicht mehr dieses Machen und Tun und dann bekommen wir dafür etwas (Kunden, Geld, Erfolg).

Nein, die Reihenfolge ist jetzt anders.

Erst darfst du glücklich sein in dir, in deinem bewussten Sein, und spüren, wie geil das Leben eigentlich ist – völlig unabhängig davon, ob da jetzt gerade Kund*innen sind oder nicht.

Dann darfst du aus diesem bewussten Sein heraus machen und tun, und zwar die richtigen Dinge – dann kommt auch das Haben dazu.

Dieses bewusste Sein und das bewusste Tun, das du jetzt trainieren darfst, das bringt dir innere Stärke!

Dann ist ganz egal, was im Außen passiert, du stehst da wie eine Felsin in der Brandung. Und das ist wirklich etwas, wofür du dir jetzt auch die Zeit nehmen darfst.

Es ist nicht schlimm, wenn du heute nicht so viel verkaufst. Aber es ist schlimm, wenn du in dir nicht die Unternehmerin und der Mensch bist, die sich gerade selber dazu aufstellt, anderen Menschen zu helfen.

Hier kannst du dir den Inhalt dieses Artikels nochmal als Video anschauen:

Wie sind deine Erfahrungen hier? Kennst du die Plateauphase auch schon – und wenn ja, wie bist du bisher mit solchen Phasen umgegangen?

Teile gerne deine Geschichten und Erfahrungen in den Kommentaren. Ich freue mich, von dir zu lesen :-)

Wenn ich dich dabei begleiten darf, durch die Zeiten des Wandels zu gehen und an deinem bewussten Sein zu arbeiten, dann vereinbare hier deinen persönlichen Termin. Ich freue mich auf dich! 🧡

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „Frei sein beginnt im Kopf: So legst du im Business alte Muster ab“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Mit der Selbständigkeit ist es ja so eine Sache: Du träumst davon. Tage. Wochen. Monate. Und irgendwann bist du schwanger. Bekommst ein neues Jobangebot, mit dem du den nächsten Schritt auf der Karriereleiter hochkletterst. Oder wirst krank.

Und das alles passiert häufig nur deswegen, weil du tief im Inneren nicht weißt, wie gut du eigentlich bist. Wie wertvoll du als Mensch mit all deinen Stärken und Talenten für diese Welt bist. Wie sehr andere Menschen dich und deine Expertise brauchen.

Einer der TOP-Gründe, warum der Schritt in die Selbständigkeit nicht gegangen wird, ist das „Ich bin nicht gut genug“-Thema in allen Varianten, Facetten und Ausprägungen. Dieses Thema ist nämlich nicht nur ein einzelner Glaubenssatz (das wäre ja einfach!), sondern ein ganzes Gefüge von Sätzen, die in deinem Kopf herumschwirren, und dich davon abhalten, dein eigenes Business zu starten. Oder in deinem bereits vorhandenen Business wirklich durchzustarten.

Dieses „Glaubensatz-Gefüge“ zeigt sich auf unterschiedlichste Arten

Die „schönsten Sätzchen“ habe ich dir hier einmal zusammengestellt:

  • Ich weiß nicht genug.
  • Andere sind besser.
  • Es interessiert niemanden.
  • Es gibt schon so viele xyz … (setze deinen heimlichen Wunsch ein, z. B. Coach)
  • Nur weil es mir geholfen hat …
  • Warum sollte jemand bei mir kaufen?

Sandra Lotz - Facebook Banner Unleash your Soul

Oder hast du etwa keine Zeit?

Gerne wird dieses Gefüge auch von anderen Themen überschattet. Allen voran ist hier das „Es ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt“-Sätzchen zu nennen. Leute, ich weiß, dass es manchmal Zeitpunkte gibt, die nicht ideal sind. Aber wir reden hier gerade von deinem Lebenstraum. Von der Aufgabe, die nur du ausüben kannst, weil kein anderer sie übernehmen kann. Von deiner Lebensaufgabe, Bestimmung oder Berufung – wie du es gerne nennen magst. Was braucht es dafür einen perfekten Zeitpunkt?!

Häufig versteckt sich hinter der „Habe gerade keine Zeit“-Geschichte also auch wieder das „Ich bin nicht gut genug“-Gefüge. Aber schön zugedeckt von rational nachvollziehbaren, nicht angreifbaren Gründen, die es dir leider, leider gerade nicht ermöglichen, an deiner Selbständigkeit zu arbeiten. Und die dir deswegen auch nicht vor Augen führen, dass du dich im Inneren dem Ganzen (noch) nicht gewachsen fühlst. Denn du hast ja eh keine Zeit, um dir darüber Gedanken zu machen.

Oder fehlt dir das Geld?

Ähnliches gilt für das „Ich habe kein Geld“-Sätzchen. Auch hier: Ich weiß, dass es Situationen im Leben gibt, in denen das Geld knapp ist. Aber dann besorge es. Finde eine Lösung. Gehe „all in“, damit dein Traum nicht nur ein Traum bleibt, sondern Realität werden darf. Wenn du etwas willst, darfst du dafür auch etwas tun. Damit signalisierst du dem Leben, dass du die Richtige für den Job bist. Und das Leben wird dich dabei unterstützen, deiner Aufgabe nachzugehen. Das funktioniert aber nur, wenn das Leben auch erkennt, dass du echt willst.

Das „Ich kann es mir nicht leisten“-Sätzchen ist also ebenso häufig auch nur das warme Mäntelchen über dem „Ich bin nicht gut genug“-Gefüge. Und sorgt dafür, dass du dich dieser großen Angst, nicht zu genügen, nicht stellen brauchst. Denn du hast ja eh kein Geld und brauchst deswegen gar nicht weiter nachdenken.

Ich weiß, wie das ist

Du Liebe*r, ich will ehrlich nicht zu hart mit dir sein (aber auch nicht zu soft). Ich habe selbst jahrelang in diesen mentalen Fallen gesteckt. Und ich habe mir selbst geglaubt, wenn ich mir erzählt habe, dass ich es nicht kann, keine Zeit und kein Geld habe. Mein Leben wurde erst frei und authentisch, als ich angefangen habe, diese blockierende Glaubenssätze zu entlarven und aufzulösen. Ich weiß also echt, wie das ist. Und ich verspreche dir eines: Wenn du dich einmal entschieden hast – so richtig aus dem Herzen und so – diesen Weg zu gehen – dann wirst du schnell merken, wie toll du eigentlich bist. Was du alles schaffen kannst. Was du in dieser Welt reißen kannst. Aber dafür darfst du endlich (!) anfangen, an dich zu glauben.

Dazu habe ich am 28.05.2018 ein Video aufgenommen, in dem ich dir in wunderbaren 27 Minuten einen Überblick über die beliebtesten „Nicht gut genug“-Fallen gebe und dich (so unbedingt!) ermutigen will, dich davon nicht fangen zu lassen.

 

Warum Du gut genug für die Selbständigkeit bist & es jetzt wagen solltest

Warum du doch gut genug bist

Ich verrate dir jetzt ein Geheimnis: Es geht gar nicht darum, ob du gut genug für die Selbständigkeit bist.

Das eigentliche Thema ist eher was anderes:

  1. Es ist dein Grundrecht als Mensch, in deinem Leben nach Erfüllung, Sinn und deiner Lebensaufgabe zu streben. Jede Form der Unzufriedenheit in deinem heutigen Leben zeigt dir, dass deine Seele mit irgendetwas, was du gerade tust und wie du lebst, nicht einverstanden ist. Es ist kein Luxus, glücklich zu sein. Es ist vielmehr deine Aufgabe, möglichst viel Liebe in diese Welt zu geben. Und das kannst du nur, wenn du glücklich bist – gerade in deinem Beruf.
  2. Das Leben ist ein individueller Mix aus persönlichen Erfahrungen, Krisen & Lieben. Kein zweites Leben sieht so aus wie deines. In einer Selbständigkeit als Coach, Berater oder Dienstleister – also immer dann, wenn du eng mit anderen Menschen zusammen arbeitest – kannst du genau das wirkungsvoll einbringen. Du bist also bereit.
  3. Es gibt immer jemanden, dem du einen Schritt voraus bist. In irgendetwas bist du weiter, vielleicht auch besser als jemand Anderes. Auch wenn du im Moment noch denkst, dass du nicht genug kannst. Denn ganz ehrlich: Wenn du schon ein paar Jahrzehnte auf diesem Planeten bist, hast du automatisch schon mega viel in dir, was anderen Menschen helfen kann. Die Frage ist nur: Was ist es? Kannst du es dir (alleine beantworten)?

Warum du es jetzt wagen solltest

Wenn du mal ganz tief in dich hineinhorchst, spürst du, dass ich dir mit diesem Artikel einfach die Augen öffnen will. Um dir zu zeigen, was wirklich in dir steckt. Und um dich zu ermutigen, JETZT damit zu beginnen, deinem Herzen zu folgen. Und nicht auf ein später zu warten, was vielleicht nie kommt.

Glaub an dich, sonst tut es kein anderer.

Ja, die Selbständigkeit ist ein intensiver Weg mit vielen Lernfeldern und der einen oder anderen Herausforderung. Es ist aber auch die schönste Art und Weise, dich selbst zu verwirklichen und deine Message in die Welt zu bringen. Was meinst du dazu? Ich bin gespannt :-)

(Photo by Julian Santa Ana)

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „2 Dinge, um wirklich dein wahres Selbst zu leben“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Ab und zu gibt es im Leben diese Momente, wo du spürst, dass etwas Größeres ansteht. Etwas in dir zieht sich zusammen, und plötzlich hast du einen Impuls, den du einfach nicht wegdrücken kannst. Genauso einen Moment hatte ich am 24. Mai 2018 gegen 17 Uhr.

Es war ein vollkommen unspektakulärer Tag. Ich befand mich gerade im Auto auf der A7, der DSGVO-Wahnsinn lag hinter mir und abends stand das Topmodel-Finale an. Und doch passierte in diesem Moment etwas mit mir.

Etwas Größeres – das kann ein Jobwechsel, der Aufbau einer Selbständigkeit oder die Trennung vom Partner sein. Bei mir war es einfach ein Schild auf der Autobahn: Hannover. Die Stadt, in der ich 10 Jahre lang gelebt, geliebt, gelacht, geweint und gefeiert hatte. Eine Stadt, in der ich nicht geboren bin, die ich aber dennoch als Heimat bezeichnen würde. Meine Herzensheimat.

Es ist zu diesem Zeitpunkt fast 7 Jahre her, dass ich weggezogen war. Ich wollte in dieser Zeit nie zurück. Besonders oft hatte ich Hannover in den Jahren auch nicht besucht. Irgendwas hielt mich immer davon ab. Tausend Aktivitäten, die Entfernung, eben das volle Leben. Bis ich an diesem späten Donnerstagnachmittag auf dem Weg zu meiner Familie war. Und plötzlich am ganzen Körper merkte: „Scheiße, hier passiert gerade was. In mir. Und das kann und will ich nicht ignorieren.“

Klar, dieses Gefühl hätte ich wegdrücken können. Aber würde ich mich dann nicht selbst bescheißen? Also ging ich ab diesem Moment achtsam durch die Welt und beobachtete sehr genau. Was sollte mir dieses Gefühl sagen?

Ich ging auf die Suche …

Intuition

Mir war sofort klar, dass in diesem Moment auf der Autobahn meine Intuition zu mir gesprochen hatte. Sie signalisierte mir, dass hier etwas geschehen würde, was mit dieser Stadt in Verbindung steht. Sie zeigte mir auch, dass es etwas Größeres sein würde.

Vielleicht hätte ich meine Intuition gar nicht erkannt, wenn ich nicht schon längere Zeit trainiert hätte, sie wahrzunehmen. Im hektischen Alltag verlieren wir sie oft, drücken sie weg, ignorieren sie. Und dennoch ist unsere Intuition immer da. Jeder Mensch hat sie in sich.

Deswegen wusste ich auch sofort, dass mir dieses Gefühl etwas Wichtiges mitteilen wollte. Und dass ich schön doof wäre, nicht darauf zu hören.

Signale

Ab diesem Moment war ich besonders achtsam unterwegs. Ich achtete auf Zeichen und beobachte meine Reaktionen und meine Gefühle. Vollkommen überraschend traten Menschen in mein Leben, die mir Hannover von einer neuen und doch auch vertrauten Seite zeigen sollten. Plötzlich traf ich alte Bekannte wieder, die ich mit meinem Wegzug zurückgelassen hatte.

Und mir wurde auch klar: Die Kontakte mit alten Hannoveraner Freunden und Bekannten, die seit einigen Monaten wieder zugenommen hatten, waren kein Zufall gewesen. Die Stadt hatte mich schon lange gerufen.

Wünsche

Und plötzlich merkte ich auch, dass ich meine Familie und alte Freunde vermisste. Das vertraute Niedersachen. Mein altes Lieblingsviertel in Hannover.

Mein bisheriger Wohnsitz passte mir plötzlich nicht mehr. Zu laut. Zu fremd. Zu „hessisch“. Immer öfter ertappte ich mich dabei, dass ich betonte, dass ich Niedersächsin sei und deswegen leider xyz nicht verstehen/nachvollziehen/tun whatever könnte. Ich spürte, wie sehr ich meinem Heimat-Bundesland verbunden war.

Entscheidung

Als ich all das wahrgenommen hatte, wurde mir klar: Das Ding war entschieden! Nur mein Ego war noch nicht ganz einverstanden und lamentierte rum. Ein Umzug sei zu teuer, jetzt hatte ich mich doch gerade im Rhein-Main-Gebiet eingelebt, in Hannover würde ich doch auch keinen mehr so richtig kennen.

Ich nahm es liebevoll in den Arm und sagte ihm, dass wir auf mein Herz hören würden, ich ihm aber versprechen würde, den Umzug so gut zu managen, wie ich alle großen Projekte und Themen manage – ob es einverstanden sei? Und so hatte ich schnell mein OK. Denn eigentlich will unser Ego ja auch nur unser Bestes.

Herz & Verstand

Und so stand der Plan: Mein Herz hatte entschieden – ich würde nach 7 Jahren Abwesenheit nach Hannover zurückgehen. Und mein Verstand übernahm auch eine sehr wichtige Aufgabe. Er wurde verantwortlicher Projektleiter für den Umzug. So waren alle Seiten in mir zufrieden.

Sandra Lotz - Facebook Banner Unleash your Soul

Trägst du dich auch mit einer großen Entscheidung?

Oft laufen wir vor großen Entscheidungen weg, da uns insgeheim absolut bewusst ist, dass diese eine enorme Tragweite haben. Und bevor wir uns falsch entscheiden, entscheiden wir uns lieber gar nicht – in der Hoffnung, dass wir dann alles richtig gemacht haben.

Das Problem ist aber, dass eine nicht getroffene Entscheidung trotzdem bedeutet, dass du dich entschieden hast. Denn auch wenn du dich FÜR etwas entscheidest, so bedeutet das automatisch, dass du dich DAGEGEN entschieden hast.

4 Schritte auf dem Weg zur Entscheidung

Wenn eine große Entscheidung ansteht, gibt es 4 Dinge, die du tun solltest. Damit fällt es dir wesentlich leichter, dich zu entscheiden, und du bekommst damit auch die innere Stärke, um diese Entscheidung durchzuziehen.

  1. Trainiere deine Intuition: Sei dir selbst nah und achte darauf, wie dein Inneres und dein Körper in bestimmten Momenten reagiert. Nimm wahr, was sich an vermeintlichen Kleinigkeiten zeigt. Klopft dein Herz plötzlich laut? Kribbeln deine Fuß- oder Handflächen? Hast du ein Druckgefühl auf der Brust? Oder hast du plötzlich einen Impuls, dass etwas wichtig sein könnte, so wie ich bei dem Autobahnschild? Indem du bewusst solche Dinge registrierst, trainierst du nach und nach deine Intuition. Du richtest dich innerlich dadurch ganz anders aus und gibst Dingen in dir Raum, die du vorher gar nicht wahrgenommen hättest.
  2. Baue eine Verbindung zu deinen Wünschen auf: Sei dir immer bewusst, was du eigentlich vom Leben willst. Was sind deine Werte? Bist du ein freier Typ, der gerne unabhängig ist? Was bedeutet Freiheit genau für dich? Oder bleibst du gerne stecken, weil dir Sicherheit so wichtig ist? Was macht Sicherheit speziell für dich aus? Verstecke dich nicht hinter Begriffen, sondern definiere diese für dich. Welche Wünsche ergeben sich daraus? Indem du dich mit dir selbst beschäftigst, dich, deine Wünsche und deine Werte kennst, bist du auch in der Lage, Entscheidungen gut vorzubereiten. Denn damit weißt du, dass du nah bei dir bist, wenn du entscheidest.
  3. Achte auf Signale und Zeichen: Das Leben ist unser Verbündeter und schickt uns regelmäßig Hinweise auf unserem Weg. Wenn du jedoch mit Scheuklappen durch die Gegend rennst oder einfach nur zu gestresst bist, dann kannst du sie nicht wahrnehmen. Achte also darauf, was passiert, wenn du in einer Entscheidungsphase bist. Wen triffst du plötzlich wieder? Wohin wirst du getragen, ohne dass du etwas dafür tun musstest? Welche Zeichen siehst du, z.B. auf dem Weg, liegen? Wenn du aufmerksam und offen bist, wirst du sehr viel erkennen, was dir deine persönliche Richtung weisen wird.
  4. Lasse dein Herz entscheiden: Unsere Gesellschaft hat uns gelehrt, dass wir am besten mit dem Verstand entscheiden sollten. Pro und Contra. Abwägen von Argumenten. Und so weiter. Verstehe mich nicht falsch, ich liebe meinen Verstand und setze ihn oft und gerne ein. Wichtig ist aber, dass du dir die Rollenverteilung bewusst machst. Gerade große Lebensentscheidungen, wie ein größerer Wohnortwechsel oder der Aufbau deines eigenen Business, werden nicht im Verstand entschieden. Auch wenn wir uns das so einreden wollen. Wenn du einmal verstanden und akzeptiert hast, dass du deinem Herzen folgen darfst, weil es dich leitet und führt, dann wird es einfacher für dich. Das ist wie in der Liebe, da vertrauen wir auch unserem Herzen.

Warum du dich nicht falsch entscheiden kannst

Die Angst, etwas falsch zu machen, lähmt – und führt dazu, dass dein Leben Tag für Tag an dir vorbeizieht, ohne dass du deinem Herzen folgst. Mache dir also bewusst, dass echte Entscheidungen nicht im Kopf, im Ego, im Verstand getroffen werden. Echte Entscheidungen kommen aus deinem Herzen. Oder wenn du dein Herz nicht fühlst, dann vielleicht auch aus deinem Bauch.

Wenn du deinem Herzen die Führung in deinem Leben überträgst, wirst du immer richtig entscheiden. Dein Herz wird dich niemals anlügen oder es schlecht mit dir meinen. Im Gegenteil: Dein Herz will immer das Beste für dich.

Wenn du das einmal für dich annehmen kannst, dann hast du auch die Kraft, große Dinge in deinem Leben zu bewegen. Egal, ob du dich noch einmal neu orientieren willst, z.B. im Beruf, oder woanders leben willst.

Das Bewusstsein dafür, dass Herz und Verstand wirkungsvoll miteinander arbeiten können, gibt dir die Stärke, deine getroffene Entscheidung durchzuziehen.

Dein Leitsatz darf lauten:

Ich stelle meinen Verstand in den Dienst meines Herzens

Du kannst also unbesorgt immer deinem Herzen folgen. Deine Intuition leitet dich, Signale zeigen dir, dass du auf dem richtigen Weg bist, deine Wünsche erfüllen sich und dein Verstand hilft dir, die Pläne des Herzens umzusetzen.

Übrigens: Als ich letztes Jahr von einem Tag auf den anderen meinen Job in einer Großbank gekündigt habe, lief es genauso ab. Ich habe darauf vertraut, dass mein Herz mich in die richtige Richtung lenken wird. Und dass mein Verstand mir helfen wird, meine Vollzeit-Selbständigkeit aufzubauen. Und genauso lief es dann auch. Es geht also!

Viele Menschen machen aber leider genau das Gegenteil. Sie treffen Entscheidungen mit dem Verstand und wundern sich dann, dass sie immer wieder gegen Wände laufen und ihr Herz innerlich rebelliert. Wenn du auch gerade ein Thema mit dir herumschleppst, dann mache dir also deine innere „Rollenverteilung“ klar. Du sollst deinen Verstand nicht ausschalten. Aber folge deinen Wünschen und dem, was dir wirklich wichtig ist. Auch wenn es in Form eines Autobahnschilds in dein Leben gepurzelt kommt.

Ich bin gespannt, wie du das siehst. Hast du auch gerade eine große Entscheidung zu treffen? Erzähle davon gerne in den Kommentaren. 

(Photo by Flo Karr)

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „Wie Vision & Ziele gut miteinander harmonieren und du richtig durchstartest“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Für mich war früh klar, dass ich eines Tages selbständig sein will. Ich wollte immer schon machen, was ich richtig finde und was mir wertvoll erscheint. Vor 2 Jahren war es dann soweit. Ich ging meine ersten Schritte in die nebenberufliche Selbständigkeit. Anfangs noch neben dem Vollzeit-Job – morgens, abends, am Wochenende und im Urlaub.

Als Angestellte nebenbei selbständig sein – das war in vielerlei Hinsicht eine wahnsinnig intensive Zeit für mich. Zwei Jobs zu haben – die Selbständigkeit zu wollen, es sich aber nicht so richtig einzugestehen. Und bei der Festanstellung zu denken, es noch zu wollen und auch zu brauchen. Mein Angestelltenjob machte mir noch Spaß, auch wenn ich nicht mehr mit dem Herzen dabei war. Und dann das Thema Sicherheit und so! Wahnsinn, was da alles innerlich bei mir abging.

Als ich dann nebenberuflich gründete, hatte ich echt keine Ahnung.

Ich

hatte

keinen

blassen

Schimmer …

… was mich wirklich erwarten würde.

Obwohl ich mehr als 5 Jahre nebenberuflich studiert habe und damit in Belastungssituationen echt kampferprobt war, habe ich das Ding mit dem eigenen Business volles Mett unterschätzt. Irgendwie dachte ich: Es wird schon funktionieren. Tat es ja auch irgendwie. Aber das geht sicherlich einfacher :-)

Was war das Problem?

Ich habe den Aufwand massiv unterschätzt, den es braucht, um ein Unternehmen aufzuziehen. Gleichzeitig habe ich überschätzt, wie viel Kraft, Energie und Ausdauer ich selbst haben würde, um das allein durchzuziehen.

Anfangs stapelten sich die To-Do’s und meine Unkenntnis darüber, was wichtig und dringend ist. Das führte dazu, dass ich zwar schwer beschäftigt war, aber einfach irgendwas tat. Nur eben nicht unbedingt das, was sinnvoll war. So kam ich stellenweise total schnell voran, manchmal aber auch nur schleppend langsam. Gerade in Zeiten, wo ich langsam war, überfielen mich dann regelmäßig die Demotivation, Frust und Selbstzweifel.

War das normal, dass das alles so langsam ging?

Machte ich was falsch?

Waren die anderen schneller, besser, fokussierter als ich?

Wie ich heute weiß, sind diese Zweifel ganz normal. Aber damals habe ich mich manchmal ganz schön doof damit gefühlt.

Befeuert wurden die schlechten Gefühle dadurch, dass ich ja wirklich faktisch wenig Zeit hatte, meine Selbständigkeit aufzubauen. Ich arbeitete Vollzeit. Ich verbrachte weitere 2 Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln, um zur Arbeit zu kommen. Zudem war ich frisch umgezogen und noch nicht ganz heimisch in der neuen Umgebung.

Umso wichtiger wäre es gewesen, ein klares Ziel zu setzen und das Richtige zu tun, um überhaupt voranzukommen. Aber woher sollte ich wissen, was das ist? Mein BWL-Studium war und ist sicherlich hilfreich. Aber das Studium gab mir höchstens den ungefähren Rahmen vor. Die Details musste ich allein suchen.

Natürlich informierte ich mich im Internet. Ich stieß dabei auf alle möglichen Menschen, die mir versprachen, mir beim Business-Aufbau zu helfen. Aber irgendwie funktionierte das für mich auch nicht. Es wurde zu viel über Marketingstrategien gesprochen. Und zu wenig darüber, was es mit einem selbst macht, wenn man dem (vermeintlich) sicheren Hafen der Festanstellung den Rücken zukehrt. Es wurde ein Tempo vorgegeben, das für Vollzeit-Gründer ausgelegt war. Und das zu wenig berücksichtigte, dass ich nur ein sehr knappes Zeitfenster hatte, um überhaupt was für meine Selbständigkeit zu machen.

Es kam, wie es kommen musste

Nach einigen Monaten hatte ich mich total vertüddelt. Ich hatte zwar Kunden. Und es lief ganz gut. Aber mein berufliches Leben war ein einziges Gebilde aus „ich muss“ geworden. Anstatt mich auf mich, meine Kernkompetenzen, meine Werte und meine Fähigkeiten zu konzentrieren, hatte ich mich komplett im Außen verloren. Ich folgte irgendwelchen Strategien und verpasste, zu überprüfen, ob sie überhaupt zu mir passten. Das setzte mich so tierisch unter Stress, so dass ich die Freude am Coachen verlor. Zu dieser Zeit wurde ich dann auch schwer krank und bekam so vom Leben den Freiraum geschenkt, meine Entscheidungen kritisch zu überprüfen.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass mir meine Erkrankung eine berufliche Auszeit verpasst hat. So konnte ich mich strategisch noch einmal neu aufstellen und mein Business wirklich von innen nach außen entwickeln. (Hier kannst du nachlesen, wie mein Business-Jahr 2017 verlaufen ist.) Und in dieser Zeit lernte ich auch, wirklich auf meine Bedürfnisse und Prinzipien zu hören. Sie nicht bei erstbester Gelegenheit über Bord zu schmeißen, nur weil jemand mir dazu geraten hat.

Und ich machte Bekanntschaft mit sechs wichtigen Feldern, die in der Selbständigkeit immer wichtig sind. Die in der nebenberuflichen Selbständigkeit darüber entscheiden können, ob du erfolgreich bist oder nicht. Ob du mit Energie und Freude durch die Zeit des Business-Aufbaus gehst oder nicht.

6 Erfolgs-Tipps für das nebenbei selbständig sein

Das Unternehmen „Selbständigkeit“ ist für die meisten Festangestellten nämlich ein riesiger Schritt. Es kommt massig viel Arbeit auf dich zu. Und ganz häufig wirst du nicht wissen, was du wann tun sollst. Wenn dann noch die Kunden ausbleiben, wird aus der Selbständigkeit ganz schnell nur ein besseres Hobby. Und du kommst nie in die Phase, dass du aus deinem Hobby ein wirkliches Business mit Geschäftsmodell, Kunden und Umsatz machst.

Durch die Doppelbelastung aus Hauptjob und der nebenberuflichen Selbständigkeit brauchst du absolute Klarheit über deine Zeit und deine Prioritäten. Insbesondere in der Phase der Neugründung kommt es sonst schnell zu einem Zustand, den du aus deiner Festanstellung kennst und eigentlich vermeiden willst: Überlastung. Stress. Druck. Anspannung. Fehlende Freude. Schwindender Optimismus.

Und du brauchst eine gute Kenntnis darüber, wie du dich selbst wieder stabilisieren kannst – wenn es nämlich doch mal zu viel geworden ist mit den zwei Jobs.

Folgende Tipps helfen dir dabei, nebenbei selbständig zu sein – ohne auszubrennen.

Sorge gut für dich

Erster und wichtigster Tipp ist, dass du immer gut für dich sorgst. Das hat einen ganz einfachen Grund. Wenn es dir nicht gut geht, dann gibt es auch dein Business nicht. Im Noch-Hauptjob gibt es die Lohnfortzahlung und das Krankengeld. Wenn du nebenbei noch selbständig bist, hast du das nicht. Also achte auf genügend Schlaf, gesunde Nahrung und viel Wasser. Reduziere Alkohol, Kaffee und sonstige Drogen ;-) Gehe regelmäßig raus in die Natur und tanke auf. Sitze nicht nur vor dem Schreibtisch. Baue regelmäßig Erholungspausen ein, wenn du arbeitest. Dein Körper wird es dir danken!

Finde dein Warum

Warum machst du den ganzen Spaß überhaupt? Es wäre doch viel einfacher, du bleibst in deiner gesicherten Festanstellung?! Was treibt dich an, diesen Weg zu gehen? Was willst du der Welt von dir zeigen? Was möchtest du in der Welt verändern? Was sind deine Ideale dahinter? Mach dir dazu Gedanken, am besten schriftlich. Und rufe dir deine individuellen Gründe immer wieder ins Gedächtnis. Mache dir ein Vision Board, in dem du deine Vision vom (Berufs-)Leben bildlich festhältst. Du wirst merken, dass eine klare Vision dir immer wieder die Kraft gibt, weiterzugehen und den nächsten Schritt zu tun.

Lege die Prioritäten fest

Ein Tag hat für jeden von uns 24 Stunden. Wenn du schon nebenbei selbständig bist, dann weißt du, wie wertvoll Zeit ist. Wenn du den Wunsch hast, irgendwann vom Noch-Hauptjob in die volle Selbständigkeit zu wechseln und davon auch leben zu können, sollte du dafür eine entsprechend hohe Priorität vergeben. Idealerweise steht deine Selbständigkeit auf Platz 1 oder 2. Natürlich kannst du auch daran arbeiten, wenn es Platz 4 oder 5 ist. Aber wenn alles andere davor kommt, dann wird es auch entsprechend länger dauern und die Gefahr des Scheiterns ist höher.

Ich weiß, es gibt im Leben Rahmenbedingungen, die uns unabänderlich erscheinen. Arbeitszeiten, Anfahrtswege, Versorgung der Kinder, Haushalt etc. Wenn du aber einiges davon in deinem Leben hast und nichts davon reduzierst, könnte es schwierig werden mit deiner Selbständigkeit. Also schau einmal kritisch drauf, ob wirklich alles in deinem Leben sein muss, was du gerade erledigst. Wer könnte dich (ggf. übergangsweise) unterstützen? Was könntest du vielleicht outsourcen (Steuer, Haushalt, Gartenpflege etc.)? Auch wenn dies Geld kostet, sieh es als Invest in dein Business. Damit setzt du das Signal, dass dir das wirklich wichtig ist, und gibst damit auch diese Energie in die Welt.

Finde und nutze Freiräume

Das bedeutet übrigens auch, dass du deine Zeiten effektiv nutzt. Ständiges Fernsehen oder belanglose Treffen mit Menschen, die dich eh nicht verstehen, sollten überprüft werden. Schau genau hin, welche Tätigkeiten du parallelisieren kannst. Podcast-Episoden zu den neuesten Marketing-Tipps im Auto, Social Media Marketing in der S-Bahn. Bestimmt fällt dir noch mehr ein. Achte aber bitte auch darauf, dass du auch Zeit nur für dich hast, in der du nicht arbeitest (siehe Punkt 1). Und mache in dieser Zeit auch wirklich nichts. Idealerweise bietet sich hier der Morgen an, wenn noch alles schläft. Was morgens der genialste Start in den Tag ist, verrate ich dir in diesem Artikel.

Sandra Lotz - Facebook Banner Unleash your Soul

Baue dir ein Netzwerk auf

Verbinde dich von Anfang an mit Menschen, die an gleicher Stelle stehen wie du, und Menschen, die schon dort sind, wo du hin willst. Fühle dich ein in diese neue Welt. Sauge alles auf, was du lernen kannst. Gib alles, was du kannst. Und profitiere von den Power-Strategien anderer, die sich mit einem Thema schon länger auseinandersetzen als du. Tausche dich mit Gleichgesinnten in Facebook-Gruppen aus. Aktuell biete ich keine öffentliche Facebook-Gruppe an. Wenn sich das ändert, erfährst du es als erstes hier.

Schaffe dir Erfolgserlebnisse 

Ganz häufig erlebe ich, dass bei Business-Start jemand monatelang (jahrelang) damit beschäftigt ist, seine Website zu entwickeln. In dieser Zeit gibt es kein Angebot, keine Kunden, keinen Umsatz. Strenggenommen bist du dann auch nicht selbständig. Im Kopf wird die eigene Website als Startschuss in das eigene Business gesehen.

Und das ist falsch. Der Startschuss ist dann, wenn du ihn dir gibst.

Versteh mich nicht falsch: Deine Internetpräsenz ist wichtig. Aber ein Angebot, Kunden und Umsatz kannst du auch ohne Website haben. Versteck dich also nicht hinter deiner Website, wenn es darum geht, dein Angebot zu formulieren und zu verkaufen. Think big. Fühle dich von Anfang an als Unternehmer*in.

Sobald Dein Businessmodell halbwegs steht, suche dir sofort Kunden. Probiere aus, schärfe dein Angebot und das, wofür du stehst. Das alles vereinfacht es auch, deine Website zu texten. Die Erstellung der eigenen Seite dauert nämlich oft so lange, weil keine Klarheit da ist, was du eigentlich wem anbieten willst. Sobald du dein Angebot verkaufst (auch wenn es noch nicht ganz ausgereift ist), schaffst du dir damit Erfolgserlebnisse. Diese wiederum helfen dir, bei der Stange zu bleiben – auch wenn es neben dem Hauptjob mal hart ist, dranzubleiben und weiterzumachen.

Investiere in dich und deinen Traum

Eine Sache möchte ich noch betonen, die ich selbst ebenfalls unterschätzt habe.

Selbständig sein kannst und musst du lernen!

Es ist eine komplett andere Art des Arbeitens als in der Festanstellung. Auch in der Phase „dazwischen“, wo du dich mit zwei Jobs rumschlägst, schnupperst du schon die neue Luft als Selbständige. Und das macht was mit dir. Du beginnst dich zu verändern.

Aber es dauert. Denn du hängst noch mit einem Fuß in der alten Welt. Und der Fuß beeinflusst massiv deine Gedanken. Auch und gerade über das, was kommt. Deine Nase zeigt schon in die Richtung der neuen Welt. Und du merkst, auch wenn du es dir vielleicht nicht gleich eingestehst, dass du in dieser neuen Welt eine neue Herangehensweise brauchst. Probleme aussitzen, weil sich schon irgendwer drum kümmern wird, funktioniert hier nicht mehr.

Als Selbständige – auch wenn du nebenbei selbständig sein willst – brauchst du 100 % Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Deswegen solltest du von Anfang üben, genauso zu denken und zu handeln. Dies nenne ich, ein Unternehmer-Mindset zu entwickeln. Das hilft dir übrigens auch in der Angestelltenwelt. Und in deinem ganzen Leben. Denn es bedeutet, in die volle Eigenverantwortung zu gehen, dir dein Leben selbst zu kreieren und dich aus Mechanismen zu befreien, die dich behindern.

Das ist Selbstwirksamkeit pur!

Da so ein Unternehmer-Mindset nicht vom Himmel fällt bzw. trainiert werden muss, empfehle ich dir: Suche dir Begleitung durch einen erfahrenen Business Coach und Mentor. Damit wählst du nicht nur die Abkürzung. Du sicherst dein beginnendes Unternehmen auch ab. Du investierst und richtest dich innerlich auf Erfolg aus. Damit gibst du ein entsprechendes Signal ins Universum, welches belohnt werden wird.

Ein Sparringspartner ist in dieser Phase idealerweise immer für dich erreichbar und sorgt für Struktur, sanfte Arschtritte und Verständnis. Er hilft dir außerdem, deine eigenen blockierenden Überzeugungen aufzudecken, zu transformieren und dir nicht selbst im Weg zu stehen. Das ist übrigens nichts Schlimmes und geht uns allen ähnlich, wenn wir uns auf diesen Weg machen.

Welche Erfahrungen hast du in deiner nebenberuflichen Selbständigkeit gemacht? Schreib mal in die Kommentare, wie es dir damit ergangen ist und wo du gerade stehst. Ich freue mich :-)

(Photo by Christin Hume)

 

 

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „In 6 Schritten zur spirituellen Morgenpraxis“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Jahrelang hatte ich sie nicht. Wusste nicht mal, dass es sie gibt. Hab beim ersten Mal, als ich den Begriff gehört habe, gedacht, dass mich jemand verar**** will.

Ja, es war schwierig, mich zu überzeugen.

Ja, ich mag pauschal nicht alles, was alle mögen.

Ja, sie hat es doch geschafft, mich zum Fan zu machen.

Genauso wie Harry Potter und Yoga (bei denen ich anfangs auch skeptisch war). Die Rede ist von … meiner Morgenroutine

Was ist eine Morgenroutine?

Unter einer Morgenroutine verstehen wir eine bestimmte Sammlung an Aktivitäten, die du jeden Morgen aufs Neue unternimmst. Dazu gehören die typischen Tätigkeiten wie Duschen, Anziehen, Haare kämmen, genauso wie kleine „Goodies“, die du für deine Selbstfürsorge einbaust. Dadurch entsteht eine tägliche Routine.

Zu einer Routine gehört anfangs viel Bewusstsein und Aufmerksamkeit. Sie ist erst dann eine typische Routine, wenn du nicht mehr groß darüber nachdenken brauchst, wann du was machst. Eine Routine wandert also in dein Unterbewusstsein. Du stellst dir nicht mehr jeden Tag die Frage, ob du dieses oder jenes tun sollst. Sondern die Tätigkeiten laufen automatisiert ab.

Warum ist der Morgen so besonders?

Die meisten Menschen gehen zu unbewusst mit ihrer Zeit um. Als ob sie ewig viel davon hätten. Gerade morgens, wenn du aus dem Schlaf erwachst, ist dein Geist so wunderbar rein. Du bist besonders sensibel. Über Nacht tankst du auf – an Energie, Kraft und Ressourcen. Du bist deswegen besonders aufnahmefähig.

Und was machen wir?

Schrillender Wecker.

Nicht selbst gewählte Aufstehzeit.

Unendlich oft die Snooze-Taste drücken.

Direkter Gang ins Bad.

Schnell einen Kaffee.

Noch mal eben bei Facebook reinschauen.

Leichte Hektik.

Vielleicht noch Kinder versorgen.

Wenn es gut läuft noch irgendein Frühstück.

Und dann rein in Auto oder Bahn zur Arbeit.

Fühlst du dich ertappt? Macht nichts. Genauso habe ich es selbst auch jahrzehntelang gehandhabt.

Das Problem dabei? Nerven wir unseren Geist und Körper mit fehlender Achtsamkeit, Stress und der falschen Ernährung, verschenken wir nicht nur etwas. Noch schlimmer: Durch die fehlende Struktur verfallen wir schnell in Hektik und kommen schon zerknautscht auf der Arbeit an. Nicht schön.

Denn in den Morgenstunden liegt eine einmalige Chance: Die Chance, diesen Tag zum besten Tag deines Lebens zu machen. Und das jeden einzelnen Tag. Du setzt nämlich morgens den Rahmen für den ganzen Tag. Startest du gestresst, wird das den Rest des Tages (mindestens latent) so bleiben. Und gibt es morgens Nutella-Brötchen, dann wird das energielose Gefühl dich durch den Tag begleiten.

Klingt theatralisch? Vielleicht. Wenn ich es nicht selbst genauso erfahren hätte.

Also sollten wir uns dafür bewusst überlegen, wie wir morgens aufstehen wollen und was wir unserem Geist zuführen. Eine gute Morgenpraxis hat damit das Potenzial, über die Zufriedenheit des ganzen Tages zu entscheiden.

Sandra Lotz - Facebook Banner Unleash your Soul

Elemente einer stärkenden Morgenroutine

Eine Morgenpraxis, die wirklich stärkt, enthält eine Auswahl der folgenden Elemente. Diese Liste dient als Inspiration. Denn jedem fällt etwas anderes einfacher.

  • Schlafqualität: Eine gute Morgenroutine startet schon am Vorabend durch pünktliches ins Bett gehen. Habe Respekt vor dem nötigen Schlaf. Das ist bei jedem individuell. Tipp: Führe für 4 Wochen ein Schlaftagebuch, in dem du notierst, wie viele Stunden du geschlafen hast und wie du dich damit tagsüber fühlst. Ausreichend zu Schlafen reduziert übrigens auch die Snooze-Taste ;-)
  • Aufstehzeit: Nicht immer möglich, aber oft haben wir mehr Spielraum, als wir denken. Überprüfe mal, wann du aufstehen würdest, wenn du es dir aussuchen könntest? Welche Möglichkeiten hast du, um dich dieser Zeit anzunähern? Habe Respekt vor deinem eigenen Bio-Rhythmus. Auch das ist sehr individuell.
  • Tageslicht: Lasse sofort Licht rein, damit dein Organismus begreift, dass der Tag jetzt beginnt. Fenster auf, Licht an – das ist gerade in der dunklen Jahreszeit wichtig.
  • Gedanken: Gewöhne dir an, morgens nur positive Gedanken in deinen Kopf zu lassen. Arbeite mit kleinen positiven Affirmationen oder beginne mit dem Journaling (= Strukturiertes Schreiben) zu Fragen wie „Was ist mir heute wichtig?“, „Was tue ich, um den Tag zu einem erfolgreichen zu machen?“
  • Wasser: Direkt nach dem Aufstehen solltest du deine Wasserreserven auffüllen, da du in der Nacht leicht dehydrierst.
  • Bewegung: z. B. Yoga, Morgengymnastik, oder leichtes Laufen.
  • Luft: Fenster auf und atmen. Draußen Spazierengehen, auch wenn es nur 5 Minuten sind. Deine Morgengymnastik in den Garten oder auf den Balkon verlegen.
  • Meditation: 5 – 10 Minuten still sitzen und auf deinen Atem konzentrieren. Einfach anfangen, das kann jeder. Versprochen :-)
  • Frühstück: Manche bekommen morgens nichts runter. Das ist ok. Aber irgendwann meldet sich der Hunger. Und dann ist es wichtig, was du isst. Dein Frühstück sollte sättigend und nahrhaft sein, z.B. ein Porridge.
  • Selbstfürsorge: Nimm dir Zeit für dich, z.B. fürs Eincremen oder einen täglichen Gute-Laune-Song. Es reichen ein paar Minuten.

In Deiner Morgenroutine sollte also der Fokus auf dich und einer guten Einstellung zum Tag liegen. Alles, was deine Aufmerksamkeit nach außen lenkt, ist eher hinderlich: Social Media, E-Mails, TV oder Radio. Wenn dir diese Dinge wichtig sind, solltest du dich zumindest nicht gleich im Bett damit beschäftigen. Lege lieber einen festen Zeitpunkt fest, ab dem das Smartphone dabei sein darf. Übrigens: Dein Handy hat im Schlafzimmer nichts verloren. Und gewöhne dir an, nachts in den Flugmodus zu schalten oder das Handy gleich ganz aus zu machen.

Wie du deine Morgenroutine finden kannst

Ganz ehrlich, in einer perfekten Welt ist es total einfach, eine Morgenroutine zu haben. Denn wir haben alle unendlich viel Zeit und wissen ganz genau, was zu tun ist. Falls du dich schon mal mit dem Thema beschäftigt hast, dann weißt du sicherlich vor allem eines: So einfach ist das alles nicht. Denn wer hat denn bitte so viel Zeit, alle diese Elemente unterzubekommen? Oder wer lebt so autark, dass eine Morgenroutine ohne Störungen von außen durchführbar ist?

Neben den Informationen, was wohltuend ist, brauchst du also ganz andere Fähigkeiten, wenn du endlich eine stärkende Morgenroutine finden (und vor allem durchziehen) möchtest.

  1. Einfallsreichtum: Welche Zeitfenster habe ich realistischerweise für mich? Zum Beispiel, wenn der Rest der Welt noch schläft. Welche Tätigkeiten kann ich zu einem anderen Zeitpunkt erledigen, z.B. abends, um mir Freiräume zu schaffen? Zum Beispiel gesundes Frühstück vorbereiten und Klamotten rauslegen. Welche Aktivitäten kann ich parallelisieren? Zum Beispiel Dehnübungen beim Zähneputzen. Wo kann ich das Nützliche mit dem Schönen verbinden? Zum Beispiel statt mit dem Auto mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit, zur nächsten Bahnstation etc. fahren.
  2. Commitment: Entscheide dich morgens für dich. Bist du gut in den Tag gestartet, so wird der Tag für alle Menschen, die mit dir zu tun haben, ein besserer werden. Mach dir immer wieder bewusst, dass du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist.
  3. Kreativität: Probiere verschiedene Zeiten aus. Unterschiedliche Dinge. Eine andere Reihenfolge. Lasse weg oder bringe dazu. Sei kreativ und gehe mit Leichtigkeit ran. Hier gibt es kein festes Dogma. Richtig ist, was dir hilft.
  4. Vorbereitung: Überlege dir, was du abends vorbereiten kannst. Das nimmt dir morgens den Stress. Zum Beispiel Klamotten rauslegen, Frühstück vorbereiten, Buch für Journaling neben dem Bett liegen haben, Yogamatte und Meditationskissen liegen lassen.
  5. Steh-auf-Männchen-Qualitäten: Rückschläge gibt es immer. Jeder verschläft mal, ist krank oder muss früher aus dem Haus, als geplant. Die Kunst liegt darin, wieder aufstehen zu können. Und weiterzumachen, als wäre nichts gewesen.
  6. Flexibilität: Sei flexibel, wenn etwas nicht so läuft, wie geplant. Dann mache nur Teile aus deinem Morgenprogramm oder ändere die Reihenfolge um. Es muss nicht perfekt sein. Im Schlafanzug auf das Meditationskissen reicht auch vollkommen aus :-)

Die größten Feinde der Morgenroutine

Druck: Zu viel, zu schnell, alles wollen, sofort.

Perfektionismus: Es muss so und so laufen, sonst ist es nicht richtig.

Tu dir selbst einen Gefallen und sei achtsam und gnädig mit dir. Hier geht es nicht darum, eine perfekte Morgenroutine zu haben. Sondern die Morgenroutine soll dir helfen, ein stressfreies, gesundes Leben voller Energie und Achtsamkeit zu führen. Die Morgenroutine hat einen festen Zweck. Und wenn du dich stresst, weil du sie nicht perfekt hinbekommen hast, weil dir das Leben dazwischen gekommen ist, dann erfüllt sie ihren Zweck nicht.

Meine eigene Morgenroutine

Ja, ich weiß. Ich habe es mittlerweile einfacher, denn ich bin meine eigene Chefin :-) Aber auch als Angestellte, die ich ja lange Jahre war, hatte ich eine Morgenroutine. Nur war diese verkürzt. Das Finden meiner Morgenroutine war ein Prozess. Nicht alle Aktivitäten habe ich von Anfang an gemacht. Aber mit den Jahren habe ich immer mehr ausgebaut, weil ich gemerkt habe, wie gut mir das getan hat.

Als Angestellte

5:30 Uhr Aufstehen

  • Kein Snooze
  • Fenster aufreißen
  • Wasser trinken
  • Zitrone machen
  • Wieder ins Bett: Journaling
  • Yoga
  • Meditation
  • Duschen
  • Anziehen, fertig machen etc.
  • Vorbereitetes Frühstück einpacken
  • Mit Rad zur S-Bahn
  • Erst in der S-Bahn E-Mails, Facebook etc.

Dauer: ca. 2 Stunden

Auf der Arbeit: ca. 8:30 – 9:00 Uhr

Als Selbständige

7:30 Uhr Aufstehen

  • Kein Snooze
  • Fenster aufreißen, 60 Sekunden Atmen
  • Journaling im Bett
  • Wasser trinken
  • Zitrone machen
  • Küche aufräumen (äußere Ordnung schafft innere Ordnung)
  • Frühstück und Tee vorbereiten
  • Yoga
  • Meditation
  • Handy an
  • Duschen
  • Anziehen, fertig machen etc.
  • Frühstücken

Dauer: ca. 2,5 Stunden

Am Schreibtisch: ca. 10:00 Uhr

Schnelle Tipps für den Anfang

  1. Klein anfangen. Suche dir 1, max. 2 Dinge aus, die du ausprobieren willst. Und dann los.
  2. Selbstdisziplin: Achte am Anfang besonders darauf, dass du mal für eine bestimmte Zeit (z.B. 4 Wochen) dabei bleibst.
  3. Eigenen Weg finden: Lass dich nicht von meiner oder anderen Morgenroutinen beirren. Deine eigene kann KOMPLETT ANDERS aussehen.

Warum ist die Morgenroutine die wichtigste Gewohnheit?

Strenggenommen ist ja eine Morgenroutine nicht eine einzelne Gewohnheit, sondern eine Sammlung von mehreren. Dennoch: Bewusst zu entscheiden, wie du in den Tag starten willst, entscheidet über die Qualität deines Tages. Und zwar jeden Tag aufs Neue. Tag für Tag. Ob Du gesund bist oder krank. Ob du tolle Sachen vorhast oder ätzende Termine vor dir liegen. Ob du alleine aufwachst oder ob jemand neben dir liegt. Ob du Kinder hast oder nicht.

Nachdem ich mich seit vielen Jahren damit beschäftige, wie ich meinen Morgen gestalte, und entschieden habe, den Fokus auf mich zu richten, kann ich mittlerweile mit voller Überzeugung sagen: Meine Morgenroutine gibt mir Energie für einen ganzen Tag. Und meine Tage sind häufig lang und inhaltlich voll :-)

Gerade dann, wenn du einen vollen Alltag hast, lege ich dir ans Herz, dich morgens mal nur mit dir zu beschäftigen. Auch wenn das bedeutet, dass du vielleicht als Erste aufstehst, wenn es noch dunkel und still ist. Diese Zeit nur für dich hat das Potenzial, dich für den Tag zu stärken. Du kannst ganz bewusst deine Gedanken steuern und bestimmst somit deine Haltung, wie du den Dingen gegenübertrittst.

Es müssen keine Stunden sein. Schon 30 Minuten, die du mit etwas Bewegung, positiven Gedanken und einem guten Frühstück füllst, sind gut investiert. Und ganz ehrlich: Alles ist besser als nichts. Für den Anfang reicht es, morgen den Wecker 5 Minuten früher zu stellen, und in dieser Zeit zu meditieren. Du wirst den Unterschied schnell feststellen. Und dann freiwillig früher aufstehen, weil dir das so gut bekommt. Aber: Wenn du früher aufstehst als sonst, dann gehe bitte auch etwas früher zu Bett.

Eine Morgenroutine zu haben bedeutet also, der Welt zu sagen: Ich bin mir selbst wichtig. Ich achte auf mich. Ich sorge aktiv für meine Gesundheit und Zufriedenheit. Und genau das bekommst du dann von der Welt auch zurück. Jeden Tag ein wenig mehr.

Erzähle mal in den Kommentaren: Was ist deine liebste Angewohnheit morgens? Hast du eine Morgenroutine? Woraus besteht sie? Ich bin gespannt :-)
Schreibe mir hier einen Kommentar und lass uns gemeinsam darüber austauschen.

(Photo by Astrubal Iuna)

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „In 6 Schritten zur spirituellen Morgenpraxis“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich sehr kopfgesteuert war. Auf meinen Verstand war ich nämlich immer stolz. Er analysierte und strukturierte blitzschnell und wusste sofort, was der nächste Schritt sein muss. Und da die Arbeit einen großen Teil meines Lebens ausmachte, war mein Kopf ständig gefragt. Weiterlesen