Mein persönlicher Jahresrückblick bringt eine Sache nach oben, die sich konsequent durch’s Jahr gezogen hat und in allen Bereichen meines Lebens wichtig war.

ICH SELBST SEIN UND BEI MIR BLEIBEN

Und manchmal ist das echt nicht so easy-peasy.

Dann wenn …

  • dein Coach dir was sagt und es sich im Grunde stimmig anhört, du auch anfängst, es zu tun, dann aber aufhörst, weil es doch nicht das Richtige für dich ist
  • dein Partner mit seinen Bedürfnissen, Ängsten & Sorgen um die Ecke kommt, häufig auch unbewusst, und du das als feinfühliger und sensibler Mensch sofort spürst und ihm*ihr am liebsten direkt helfen willst
  • deine komplette Online-Blase voll von 6-7-stellig ist und du spürst, dass es nicht dein Weg ist, sich aber der eigene Weg noch nicht so wirklich gezeigt hat

Denn was bedeutet – ich selbst sein – im Kern?

Erkenne dein wahres Selbst

Erstmal natürlich dich selbst überhaupt zu (er-)kennen und zu lernen, was gut für

  • dich,
  • dein Wachstum,
  • dein Business,
  • deine Partnerschaft,
  • dein Leben
  • und so weiter ist.

Und mit dem ER-kennen folgt dann etwas, was auch echt ganz schön intensiv sein kann. Nämlich eine KONSEQUENZ. Denn … in den allermeisten Fällen … also nur so 99,9 Prozent oder so … tragen wir doch noch irgendwo eine Maske, leben einen Umstand, der besser den anderen als uns selbst gefällt oder reagieren in festgefahrenen Mustern und Konditionierungen auf unsere Umwelt.

Die Veränderung

Heißt.

Es braucht einen Change. Einen Wandel. Einen Shift. Eine Veränderung.

Durch TUN.

Wenn DU DICH WIRKLICH ERKENNST … also DICH ERINNERST, WER DU WIRKLICH BIST UND SEIN KANNST … dann bedeutet es eben auch, du zu sein UND danach zu handeln.

Die Veränderung

Dieses Jahr hat das bei mir dazu geführt, dass ich konsequent etwas fortgesetzt habe, was im April 2017 mit meiner Erkrankung beginnen durfte.

Und glaube mir, das zeigt sich überall.

  • Im Business.
  • In Freundschaften.
  • In der Familie.
  • Im Wohnen.
  • Im Gesundheitlichen.
  • In Beziehungen.
  • In der Partnerschaft.

Und, und, und.

Mit Fug und Recht darf ich sagen, dass ich in den letzten Jahren 360 Grad meines Lebens gedreht habe.

 

Und weißte was?

Das ist das Geilste, was ich jemals getan habe. Und NEIN, es war NICHT jeden Tag das Geilste. Es ist nämlich in echt auch ganz schön heavy, belastend und wirklich schwer und schwierig. Und JA, es ist dennoch in Summe das Geilste. Denn DU SELBST ZU SEIN und dir zu erlauben, dein Leben und dein Business nach deiner inneren Wahrheit zu gestalten, ist ein Geschenk.

Aber es ist das EINZIGE, was sich für mich als immer wahr herausgestellt hat. Es gab und gibt diesen inneren Ruf in mir (und auch bei all meinen Coachees und den Menschen, die ich begleiten darf).

Es ist eine Entscheidung FÜR den Seelenruf. FÜR Wachstum. Und FÜR DICH in deinem wahren inneren Kern.

Und obwohl es sich nicht immer anfühlt wie Ringelpietz mit Anfassen, so erlebe ich doch Tag für Tag, wie immer mehr Menschen erwachen und sich aufmachen, etwas in sich zu finden, was sie vorher verzweifelt im Außen gesucht haben. Ich darf erleben, wie Menschen in sich ihre Aufgabe erkennen, sich danach ausrichten und der Welt damit ihren Stempel aufrücken. Und ich darf begleiten, den eigenen, persönlichen Weg in ein Business & Leben in Klarheit, Bewusstsein und Fülle zu finden und zu gehen, was eben für jeden Menschen individuell anders aussieht.

Vor der Veränderung musst du dich entscheiden

Dies alles geschieht in meinem Leben nur, weil ich im April 2017 eine Entscheidung getroffen habe.

  • Für MICH.
  • Für LEBEN.
  • Für WAHRHAFTIGKEIT.
  • Für LERNEN.
  • Für WACHSEN.
  • Für VERANTWORTUNG.
  • Für LIEBE.

Und ich werde nicht müde, dich immer wieder daran zu erinnern, dass du diese Entscheidung ebenfalls treffen darfst. Und ja, sie auch regelmäßig erneuern darfst. Genau gerade dann, wenn dir der Arsch auf Grundeis geht, weil die neuen Dinge (Fühlen was wirklich ist! Leben und Business in Liebe! Uuuuuund … Handeln ohne Angst!)  sich noch so verdammt ungewohnt anfühlen.

Hast du dich schon entschieden du selbst zu sein und dir zu erlauben, dein Leben und dein Business nach deiner inneren Wahrheit zu gestalten? Teile gerne in den Kommentaren, wo DU stehst.

(Photo by Andrew Neel

Die Zeit rund um den Jahreswechsel ist eine hoch-intensive Zeit, die von besonderen Energien getragen wird. Durch die Feiertage und das Jahresende ist privat und im Business oft noch einiges los. Familie, Partner*in und Freunde haben ihre eigenen Erwartungen und Bedürfnisse. Kurze Tage, wenig Sonne und Licht und die Zeit der Erkältungen tragen dazu bei, dass die eigene Stimmung entweder im Keller ist oder aus Auf und Ab’s besteht.

Zwei Welten prallen also hier aufeinander:

Diese Zeit ist zum einen die Zeit der Einkehr, des Rückzugs und der Hingabe, die von den aktuellen Energien oftmals „eingefordert“ wird.

Und zum anderen ist es die Zeit der Feierlichkeiten, des Trubels und oft eben auch des Stresses, die unsere moderne Welt mit sich bringt.

Dazu kommt, dass der Jahreswechsel auch die Zeit ist, wo sich Altes lösen möchte, und das Neue noch nicht so ganz greifbar ist. In dieser Zeit könnte also eine besondere Magie entstehen – wenn wir ihr den Raum dazu geben und uns nicht zu sehr von dem ablenken, was sich eigentlich zeigen möchte.

Wieso der Jahreswechsel so magisch ist

Es stehen diverse Portaltage, die Wintersonnenwende, die Rauhnächte, Silvester, Neujahr & Co. an. Die Energien dieser Tage wirken auf uns alle, ob wir uns damit bewusst beschäftigen oder nicht. An diesen Tagen ist der „Schleier“ sehr dünn. Wir sprechen hier auch von einer „Schwellenzeit“ – wir gehen über die Schwelle in ein anderes Bewusstsein, genauso wie auch in ein neues Jahr mit neuen Chancen, Möglichkeiten, Sehnsüchten und Hoffnungen.

Die besonderen Energien dieser Zeit begleiten uns also alle. Wie sie sich äußern, ist jedoch unterschiedlich. Und sehr wandelbar. Es kann morgen ganz anders sein als heute und übermorgen wieder ganz anders.

Folgende besondere Tage stehen 2019/2020 an:

12 Portaltage im Dezember

5. – 14.12. (10 Portaltage in Folge)
24.12.
27.12.

Wintersonnenwende (kürzester Tag des Jahres, danach werden die Tage langsam wieder länger)

21.12.

Rauhnächte

je nach Auslegung direkt ab der Wintersonnenwende 21.12. bzw. vom 24./25.12. – 06.01.

7 Portaltage im Januar

01.01.
04.01.
12.01.
17.01.
20.01.
25.01.
31.01.

Und natürlich der Mondzyklus

mit einem Vollmond am 12.12. und Neumond am 26.12.

sowie einem Vollmond am 10.01. und Neumond am 24.01.

 

Wie sich die Energien äußern können

Durch das Aufeinanderprallen von bewusstem Hinschauen und dem Stress der modernen Gesellschaft entstehen Situationen des Zwiespalts.

Eine Seite in uns will

  • Ruhe
  • Schlafen
  • Dösen und Herumlungern
  • Badewanne, Sauna & Massage
  • Zeit für Reflexion und Innenschau

Die andere Seite in uns zieht aber Folgendes an

(und wird oft im Außen dazu „getrieben“ – klar – wir ziehen das an, was wir eigentlich nicht wollen)

  • Weihnachtsfeiern & Weihnachtsmärkte/Geselligkeit
  • Feiern und Zeit mit der Familie – oft unter Stress und Anspannung wegen unterschiedlichen Bedürfnissen, Patchwork Situationen etc.
  • Weihnachts- und Winterurlaube, oftmals in großen Gruppen oder mit Après Ski-Action
  • Jahresabschlussarbeiten im Business
  • Schnell noch den Umsatz hochreißen
  • Die Dinge tun, die das ganze Jahr nicht geschafft wurden, aber auf dem Zettel standen

Zwiespalt führt zu Druck und das kann unschön werden. Druck zeigt sich in Überlastung/Überforderung sowie mangelnder Selbstfürsorge/Selbstliebe und entlädt sich in Tränen, Streitigkeiten, Schreien, Wut aber auch absoluten KO-Zuständen, in denen nichts mehr geht.

Dazu kommt, dass Zeiten, in denen der Schleier gelüftet ist (wir sprechen hier auch von 4D – also einem mehrdimensionalen Wahrnehmen der Welt), sowieso „anstrengend“ sein können, weil wir die neuen Dimensionen von erhöhter Energie, Intuition und Bewusstsein noch nicht gewöhnt sind und sie uns komisch und ungewohnt vorkommen.

Das äußert sich z. B. so:

  • Verwirrung und durch den Wind sein
  • Unruhiger Schlaf, intensive Träume
  • Stimmungsschwankungen
  • Unsicherheit
  • Müdigkeit, Anspannung und Erschöpfung
  • Alte Muster und Themen kommen vermehrt hoch

Diese Zeiten sind oftmals für Unternehmer*innen, Selbständige und in verantwortungsvollen Berufen besonders fordernd. Dein Business geht ja weiter. Und auch wenn vieles in dir nach RUHE schreit und du am liebsten ab Ende November in eine längere Pause gehen willst, so geht doch der normale Geschäftsbetrieb weiter. Kunden sind zu bedienen, vielleicht stehen noch Launches oder Verkaufsaktionen an und du darfst „funktionieren“. Nur ist eben das Funktionieren gar nicht so einfach, wenn das Licht der Sonne in unseren Breitengraden fehlt, viele Menschen darunter leiden und dementsprechend niedriger schwingen und du sowieso zu wenig Schlaf und Ruhe hast.

Die Chance dieser Zeit

Wir nehmen viel wahr und dürfen lernen, mit diesen besonderen Energien im Einklang zu leben. Durch das Annehmen dieses Rhythmus können wir uns bewusst in allen Lebensbereichen ausrichten, z. B. im Business, Partnerschaft, Gesundheit und natürlich in Deiner Spiritualität.

Die aktuelle Zeit, das Jahresende, der Jahreswechsel, die neue Dekade, die vor der Tür steht, lädt uns also alle ein, alte Muster, Konditionierungen und kontrollierende Verhaltensweisen abzulegen und mehr zu vertrauen, sensibel zu sein und intuitiv dem Herzen zu folgen.

Was heißt das für dich und dein Business?

Folgende Fragen darfst du dir stellen und am besten auch schriftlich beantworten, wenn du dich bewusst auf etwas Neues, Größeres und Echteres in dir und damit auch in deinem Business ausrichten möchtest.

  • Was von dem, was du heute bist, bist wirklich DU in Deinem tiefsten inneren Kern?
  • Was von dem, was du uns heute zeigst, zeigt DICH wirklich in deiner natürlichen Größe?
  • Was von dem, was du heute tust, tust DU wirklich aus deinen wahren Überzeugungen und Annahmen aus dem Herzen heraus?

Wie beantwortest du diese Fragen für dich?

Die Zeit lädt besonders dazu ein, in Liebe für dich selbst da zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

Verantwortung für deinen inneren Ruf, deine Essenz und das, was in dir raus will. Verantwortung für dich selbst und deinen inneren Prozess. Verantwortung für dein Business und alles im Außen. Du bist Schöpfer*in deines Lebens, Gestalter*in dessen, was sich zeigt.

Diese Zeit eignet sich hervorragend dazu, dich bewusst mit dir selbst zu beschäftigen, zu lernen und zu wachsen. Rituale, wie z. B. bewusstes Schreiben und Verbrennen, und Meditationen helfen dir dabei, dich mit dir zu verbinden und dich neu und gestärkt auszurichten.

Fazit

Rund um den Jahreswechsel erleben wir Tage, an denen du besonders viel für deinen inneren Prozess tun kannst. Es sind Tage, an denen sich leichter Dinge zeigen. Es sind Tage, an denen du besonders intensiv mit dir in Verbindung gehen kannst. Es sind aber auch Tage, an denen dein Business sich auf eine besondere Art und Weise entfalten kann.

(Photo by Melina Kiefer

Dies ist der dritte Teil der Artikelserie zu Portaltagen. Artikel 1 zum Thema „Portaltage: Was ist das eigentlich & wie kam ich dazu“ findest du hier. Artikel 2 zum Thema „Portaltage: Wie du die Energien für dich und deine Entwicklung nutzt“ findest du hier

Nachdem ich in meinem ersten „Portaltags-Jahr“ das eine oder andere Mal heftigst mit mir und meinen inneren Prozessen zu tun hatte, merkte ich schnell: Insbesondere in meiner Aufgabe als Coach war es absolut unerlässlich bestmöglich durch die Portaltage zu kommen – wenn ich meine Kunden weiterhin auf dem hohen Level betreuen wollte, wie sie es von mir gewohnt waren. Heute spüre ich eine tiefe Verbundenheit mit mir selbst, mit meiner Seele und erkenne meine Wahrhaftigkeit in ihrer vollkommenen Grösse an – in Liebe.

Was ich auf keinen Fall wollte:

  • Mehr als nötig Kundentermine absagen oder verschieben müssen
  • Für meine Kunden nicht auf den Punkt da sein (weil mit mir beschäftigt)
  • Das Risiko von Projektionen erhöhen (weil ich meine eigenen Themen nicht im Griff habe und sie dann auf meine Kunden projiziere)

Ich wollte aber auch nicht:

  • Mich an Portaltagen durch meinen Tag „durchkämpfen“ müssen
  • Womöglich Angst vor meinem aus Liebe gewählten Beruf entwickeln

Ich gebe zu: Kurz dachte ich, dass ich mir Portaltage einfach in den Kalender eintrage – als Merker, an diesem Tag mir bloß nichts vorzunehmen ;-) Aber das war natürlich Quatsch. Mir wurde letztendlich schnell klar, dass ich bewusste und stimmige Strategien für mich entwickeln durfte, um gut durch diese Tage zu kommen. Neben den persönlichen Tipps brauchte ich etwas, was in meinem Business funktioniert.

Denn: Der eine oder andere Portaltag brachte im eigenen Business schon die ein oder andere Herausforderung mit sich. Ich erlebte zum Beispiel mehrfach totale Müdigkeit, so dass ich – insbesondere lange Coaching-Sessions oder wenn ich sehr viele an einem Tag hatte – diese nicht mehr hellwach durchführen konnte. Einmal bekam ich auch 10 Minuten vor der Session einen totalen Heulflash. Ich war eigentlich dabei, mich zu schminken (etwas schwierig, wenn die Tränchen laufen). In dem Moment war ich kurz überfordert: Wie sollte ich damit nur umgehen? Konnte ich der Kundin zumuten, so kurzfristig abzusagen?

Warum sind Portaltage im eigenen Business oft so fordernd?

Im eigenen Business sind wir nun mal selbst „der Chef/die Chefin“. Eine Wegdrück-Haltung, wie „die anderen machen das schon“ oder „dann bin ich halt mal krank“ – wie häufig in der Festanstellung zu sehen –  funktioniert hier nicht.

Stattdessen haben wir oft folgende Ausgangslage: 

  • Der normale Geschäftsbetrieb geht weiter.
  • Es stehen Kundentermine an und du darfst „funktionieren“
  • Es gibt vielleicht Deadlines oder Menschen, die was von dir wollen.
  • Du hast dir selbst Ziele gesetzt und magst sie ungerne (nochmals) verschieben.
  • Wenn du mit Menschen arbeitest, spürst du ihre Energie bzw. nimmst ihre Sorgen mit auf.
  • Du hast das Gefühl, nicht vollständig „da“ zu sein und bist sehr mit dir beschäftigt.
  • Schlechter Schlaf und wirre Gedanken machen dir zu schaffen und stören (vermeintlich) dein Business.
  • Deine Kunden und Kooperationspartner reagieren ungewohnt, z. B. zickiger oder fordernder, als sonst.

Insbesondere wenn du als Coach (oder ähnlich) arbeitest und sehr spürig (wie z. B. hochsensibel) bist, können Portaltage krass sein.

Wie ich zu meiner Portaltags-Strategie kam

Da ich den festen Wunsch verspürte, an Portaltagen halbwegs „normal“ mein Business zu führen, entwickelte ich mit der Zeit meine persönliche Strategie.

Denn das Ding ist: Portaltage sind immer dann besonders heftig, wenn sich uns wirklich ein Thema zeigen will, wir dieses aber nicht erkennen können/wollen.

Das bedeutet:

  • Je heftiger du im Gefühlschaos bist, desto eher darfst du bei dir graben, was sich dir zeigt.
  • Je schlimmer sich diese Phasen anfühlen, desto weniger hast du vorher „deine Hausaufgaben“ gemacht.

Im Umkehrschluss heißt das auch:

  • Je leichter diese Phasen für dich sind, desto eher hast du deine Schatten gesehen und integriert.
  • Je mehr Klarheit und Energie sich schnell zeigen, desto richtiger bist du.

Aber es meint auch: 

  • Egal, wie „aufgeräumt“ dein Inneres ist – irgendwas ist ja immer, was wachsen will ;-) – und die generellen Erscheinungen, wie Müdigkeit etc. können wirklich immer auftreten.

Aus diesen Gründen wurde mir schnell klar, dass ich von zwei Seiten „rangehen“ durfte.

 

Die „Innen & Außen“-Strategie

Definitiv fühle ich, dass an Portaltagen (und sowieso immer) mein innerer Prozess führend ist. Denn ich will wachsen, und ich weiß, dass es meine persönliche Aufgabe ist, achtsam und bewusst zu erkennen, wie sich mir das Leben zeigt und was es für mich bedeutet.

Daraus folgt, dass ich ein „Gerüst“ an Steps für mich entwickelt habe, die zum Teil sogar täglich greifen (und an Portaltagen eben noch mal einmal mehr!).

Dazu gehören:

  • Ausgiebiges Journaling: Ich nehme mir – vor allem morgens – sehr viel Zeit, um zu journalen. Erfahrungsgemäß zeigt sich morgens bei mir immer meine persönliche Tagesenergie, die ich erkennen und bewusst nutzen will. Im Journaling achte ich darauf, möglichst sehr viel Zeit nach hinten zu haben, und wirklich engmaschig zu fühlen, was meine Seele mir sagen will.
  • Daily Yoga & Meditation: Was an einem „normalen“ Tag auch mal ausfällt, wenn es morgens eng wird (Journaling übrigens nie), ist an Portaltagen Standard. Wenn ich meditiere, besuche ich besonders häufig meinen Seelengarten, spreche mit dem Hüter meines Seelengartens und übergebe ggf. Dinge dem Feuer der Transformation. Diese Praxis habe ich aus dem Schamanismus, und ich liebe sie.
  • Mittagsschlaf & Ruhepausen: An Portaltagen ist mir Schlaf besonders wichtig und dazu gehört für mich ein Mittagsschläfchen (eher nachmittags) auf dem Sofa.
  • Viel Zeit für alles einplanen: Ich versuche viel Zeit z. B. zwischen den Terminen zu haben, damit ich auch mal etwas langsam sein kann.

Ganz klar im Business verankert:

  • Keine extrem wichtigen Business-Ziele: Ich vermeide Deadlines, lange (vor allem mehrtägige) Veranstaltungen, volle Terminkalender und viele Menschen an Portaltagen.
  • Wenig private Aktivitäten: Statt viel unterwegs zu sein, bin ich vor allem zu Hause. Wenn ich unterwegs bin, achte ich darauf, dass ich alles absagen kann, was ich mir evtl. vorgenommen habe, um wirklich flexibel zu sein.
  • Unbedingtes Einhalten von Maximal-Terminen, Maximal-Arbeitszeiten, Pausen & Ruhetagen: Ich liebe mein Business – und deswegen achte ich manchmal nicht auf die Zeit. An Portaltagen ist das anders. Hier bin ich eher „streng“, nehme z. B. maximal 2 – 3 Termine pro Tag an, achte auf einen früheren Feierabend, lasse ganze Nachmittage unverplant, damit ich mich auf dem Sofa ausruhen kann etc.
  • So viel wie möglich … Aufschreiben. Zur Sicherheit. Weil im Köpfchen oft einiges los ist. Und so wenig wie möglich versprechen/zusagen/einhalten wollen. Auch zur Sicherheit. Weil eben einiges los sein kann. Reduziert die Anzahl an Absagen/Entschuldigungen/Verschiebungen, die Du durchführen darfst.

In der Zusammenarbeit mit meinen Kunden bedeutet das:

Ich bin offen. Meine Kunden wissen von den Portaltagen, da ich davon berichte. Ich gehe auch selbst nahbar damit um, dass ich genauso Mensch bin wie alle anderen und deswegen auch meine eigenen Themen habe. Meine Kunden wissen, dass ich generell sehr verlässlich bin. Sie wissen, dass ich mich gerne mal etwas verspäte – dafür aber auch nie einfach mit einer Session aufhöre, egal, wie viele Minuten wir schon „drüber“ sind. Sie wissen auch, dass – wenn ich das Gefühl hätte – etwas absagen/verschieben zu müssen, dass es dann für das Gesamtgefüge im Universum sowieso so stimmiger bzw. besser ist.

Das Schlagwort hier ist TRANSPARENZ.

Daraus folgt, dass Portaltage selbstverständlich im Kalender stehen, damit ich mich und meine Business-Aktivitäten darauf einrichten kann.

Meine wichtigste Erkenntnis

Wenn der innere Prozess führend ist, dann könnte man ja schnell davon ausgehen, dass man an Portaltagen am besten gar nicht arbeitet, sondern sich 24/7 um sich selbst kümmert. Ich habe für mich festgestellt, dass mir das nicht gut tut.

Denn in meinem Inneren braucht es

  • auch mal etwas Ruhe bzw. Abstand – nicht tagelang nur journalen und meditieren
  • auch Kontakt mit Menschen – so häufig schickt uns das Leben die Antwort auf eine gestellte Frage in Form eines Kundenproblems vorbei
  • andere Ansätze zu denken und zu fühlen – die entwickele ich im Austausch und in der Verbindung mit anderen

Mein Leitsatz ist (gelernt von meinem Coach und als sehr wahr befunden):

Wenn ich im Service für andere bin, kann ich selbst nicht im Drama sein. 

Diese Erkenntnis machte es mir übrigens auch möglich, die Kundensession „mit Liebe durchzuziehen“, bei der ich kurz vorher noch aus tiefstem Herzen geheult hatte. Ich fokussierte mich einfach aus vollem Herzen auf meine Kundin, machte mir diesen Satz klar, ließ keinen Gedanken an mein eigenes Drama zu – und schwups, war ich zu 100 % bei der Frau. Und nach unserem Termin hatte ich mein eigenes Drama quasi vergessen.

Dabei wurde mir auch noch mal sehr bewusst, dass „dem inneren Prozess folgen“ eben nicht bedeutet, jedem Tänzchen deines Egos hinterher zu rennen. 

Kundentermine helfen mir also auch, diese besonderen Tage durchzustehen.

Dazu kommt noch, dass ich schnell merkte, dass ich an diesen Tagen von meinen Leuten besonders gefordert wurde. Denn meine Kunden – nahezu alle (hoch-) sensibel, empfindsam und „spürig“ – schleppten natürlich auch all ihre Energien in unsere gemeinsamen Sessions ein. An manchen Tagen flossen in wirklich jedem Termin Tränen. Und ich war als Coach absolut aufgefordert, hier den Raum zu halten und sehr sensibel diese wichtigen Prozesse zu begleiten. Deswegen habe ich mich auch dazu entschieden, diese besonders wichtige Aufgabe – gerade zu Portaltagszeiten – wahrzunehmen.

Übrigens: Die nächsten Terminen für die Portaltage 2020 und 2021 findest du hier.

(Photo by Hannah Wie)

Dies ist der zweite Teil der Artikelserie zu Portaltagen. Artikel 1 zum Thema „Portaltage: Was ist das eigentlich & wie kam ich dazu“ findest du hier

Als ich anfing, mich mit Portaltagen zu beschäftigen, merkte ich schnell, dass diese Tage sich besonders gut eignen, um mich um meine persönliche Entwicklung zu kümmern. Dieser Wunsch entstand dabei nicht aus einem „höher, schneller, weiter“ oder Selbstoptimierungszwang heraus (was ich auch oft beobachte). Nein, meine Seele hielt mich automatisch „bei der Stange“, zeigte mir den Weg und war glücklich, als ich ihr die Aufmerksamkeit und Beachtung in dem Maße schenkte, wie sie es verdient.

Ich spürte instinktiv, dass Tränen und Durchhängen mir etwas sagen wollten und dass es mein Job ist, mir das anzuschauen. Heute bin ich sehr in mir verankert und unterstütze wundervolle Seelen dabei, diese besonderen Tage ebenfalls zu nutzen und begleite sie während ihrer Transformation.

Auf den Punkt gebracht: Übernimm Verantwortung.

1) Für dich selbst und deinen inneren Prozess
2) Für dein Business (dies ist Teil des dritten Artikels der Serie)

Deshalb habe ich diverse Strategien entwickelt, wie ich gut durch Portaltage komme. In diesem Artikel verrate ich dir, was du äußerlich und innerlich tun kannst. Übrigens: Diese Strategien sind übrigens an allen Tagen, an denen bei dir etwas „unrund“ läuft, wirksam. Und idealerweise übernimmst du davon auch einige in deine tägliche Routine. Denn solche Routinen sind nicht nur was für schlimme Tage, sondern helfen dir jeden Tag dabei, mit dir verbunden zu sein.

Was du an Portaltagen für deinen Körper tun kannst

Portaltage sind also Tage, an denen du besonders viel für deinen inneren Prozess tun kannst. Es sind Tage, an denen sich leichter Dinge zeigen. Es sind Tage, an denen du besonders intensiv mit dir in Verbindung gehen kannst.

Um gut mit dir in Verbindung zu sein, ist es erstmal wichtig, dass du körperlich sowie mental/seelisch für eine gute Anbindung sorgst.

Auf der körperlichen Ebene empfiehlt sich:

  • Viel klares Wasser trinken (still): Wir wissen alle, dass wir ausreichend trinken sollen. Dabei solltest du auf genügend Wasser ohne Zusätze oder Ähnliches achten. Am besten still von guter (Bio-) Qualität oder (wie ich finde – noch besser) gefiltertes Leitungswasser. Ich selbst verwende übrigens die Filteranlage von Aqua Living (Werbung ohne Auftrag, einfach so, weil es so ist) und trinke 2 – 2,5 l Wasser pro Tag.
  • Ausreichender Schlaf & Erholung: Auch das ist eigentlich selbstverständlich und doch schlafen so viele Menschen viel zu wenig. Gerade an Portaltagen solltest du deshalb pünktlich zu Bett gehen, den Morgen entspannt beginnen und dir möglichst auch genügend Pausen am Tag einrichten. Auch ein Mittagsschläfchen kann durchaus sinnvoll sein.
  • Bewegung & in die Natur gehen: Überraschung :-) Achte an Portaltagen darauf, dich zu bewegen. Vielleicht magst du den Tag mit Yoga starten oder zwischendurch einen Waldspaziergang einbauen? Der Spaziergang eignet sich deswegen hervorragend, weil du damit gleich auch in der Natur bist. In der Natur spüren wir uns viel deutlicher als Teil dieses Planeten. Denn wichtig ist an Portaltagen auch …
  • Bewusste Erdung: Das Element Erde steht für die Natur, den Boden unter dir sowie für deine innere Ausrichtung auf alles, was stabil, dauerhaft und fest ist. Die Anbindung an die Natur und damit an uns selbst geht in unserem heutigen Lebensstil oft verloren. Wir sind zu viel drinnen, wohnen in Mietwohnungen oft auch weit oben (fernab der Erde), sind in U-Bahnen oder Autos unterwegs und so weiter.  Deshalb empfiehlt sich, dass du an Portaltagen besonders den Fokus auf die Erdung legst, z. B. durch besagte Spaziergänge im Wald, am See/Meer oder wo auch immer Du ein Stückchen unberührte Natur findest. Geeignet sind auch erdende Yoga-Asanas, wie z. B. alle Steh-Haltungen, wie die Berghaltung (Tadasana), der Baum (Vrikshasana) oder die verschiedenen Krieger (z. B. Krieger 1/Virabhadrasana).
  • Gute Ernährung: Zu guter Letzt. Du bist, was du isst. An Portaltagen darfst du also auch hier gut auf dich achten, indem du frische, unbearbeitet Lebensmittel in Bio-Qualität zu dir nimmst. Viel Gemüse, ein wenig Obst, kein Alkohol, keine Zigaretten. Zu meiner persönlichen Routine gehört übrigens ein täglicher Green Smoothie. Dieser besteht bei mir zu 90 % aus verschiedenen Salaten, Gurke, Avocado etc. Um etwas Süße herzustellen, gebe ich eine halbe Banane rein. Nicht mehr :-) (Den Mixer, den ich aktuell verwende, weil er einfach mega praktisch ist, findest Du übrigens hier).

Diese Dinge sind dir wahrscheinlich alle nicht neu. Und dennoch vergessen wir im trubeligen Alltag oft, genau darauf zu achten. Portaltage sind die Tage, an denen du NOCH BESSER als sonst auf dich achten darfst. Dies sind nicht die Tage, um alles schleifen zu lassen (zumindest nicht, wenn du deine Eigenverantwortung bewusst leben willst). Es sind die Tage, an denen du dich wieder daran erinnerst, dass die o. g. „Klassiker“ dir entscheidend dabei helfen, in die Stabilität zu kommen und zu bleiben. Finde selbst für dich heraus, was dir gut tut.

 

Portaltage Kurs

Was du an Portaltagen für deine Seele tun kannst

Am allerwichtigsten ist: Nimm dir Zeit für dich und deine Transformation. Transformation ist nichts, was du mal zwischen zwei Meetings „einplanen“ kannst. Manchmal dauert es 5 Minuten im Journaling und du weißt sofort, was in dir los ist. Manches Mal sitzt du vielleicht aber auch 4 Stunden bei deiner Lieblingsmusik und kriegst den entscheidenden Punkt nicht gegriffen. Sowas ist nicht planbar, weder vom Zeitpunkt („Jetzt habe ich mir extra morgens Zeit für’s Meditieren genommen“), noch vom zeitlichen „Aufwand“ her („Aber ich schreibe schon seit 30 Minuten …“).

Wenn dich solche Gedanken (noch) quälen, dann ist häufig genau das DER Punkt. Die Verbindung nach innen ist nicht etwas, was du auf deiner To-Do-Liste stehen hast und für heute abstreichen willst. Es ist eine bewusste Entscheidung für eine neue Art und Weise zu sein, zu denken und zu fühlen. Ein bewusstes Leben und Wirken. Wenn du aus der gängigen 08/15-So macht man das-Bewegung aussteigen willst, braucht es Zeit und vor allem Hingabe.

Deswegen sind für deine Seele alle Dinge gut, wo du dich bewusst hingeben kannst:

  • Journaling: Für mich DAS Werkzeug für ein täglich bewusstes Hineinspüren. Journaling bedeutet, dass du dich schreiberisch mit dir und deinem Inneren auseinander setzt. Das geht besonders gut morgens direkt nach dem Aufwachen, wenn du noch klar im Kopf und ausgeruht von der Nacht bist. Hier kannst du dich z. B. bewusst darauf ausrichten, was heute für deine Seele „dran“ ist. Abends vor dem Schlafengehen ist auch ein guter Zeitpunkt. Hier kannst du für dich reflektieren, wie der Tag gelaufen ist. An Portaltagen kommt dazu, dass an diesen Tagen oft die Energien einen auch tagsüber wirr werden lassen. Hier kleine Momente einzubauen, wo du journalen kannst, macht Sinn.
  • Yoga & Erdung: Nicht nur auf der körperlichen Ebene ist natürlich Yoga DAS Mittel, um ruhig zu werden und bei dir anzukommen. Es empfiehlt sich eine bewusste Praxis, gerne in Stille ohne Musik und – falls du schon länger praktizierst – ohne Fremd-Anleitung, sondern aus deinem Inneren heraus. Falls du Anleitung brauchst, könnte Yin Yoga das Richtige für dich sein (eine Art und Weise des Praktizierens, wo die Asanas bewusst sehr lange gehalten werden, um den weiblichen Teil in dir durch Ruhe und Hingabe hervorzurufen – also perfekt für Portaltage) oder eine Praxis, die viele erdende Elemente enthält. Manchen tut auch auspowern gut. Probiere aus, was für dich stimmig ist. Übrigens: Dein Journal neben die Yogamatte zu legen ist sinnvoll. Oft kommen im Shavasana (Schlussentspannung) DIE Gedankenblitze hoch, die an diesem Tag gesehen werden wollen. Aufschreiben hilft :-)
  • Meditation: Ob solo oder im Anschluss an deine Yoga-Einheit – Meditation ist neben Journaling und Yoga ein weiteres Tool für ein bewusstes und mit sich verbundendes Leben. Als Einsteiger*in klappt es besonders gut im Anschluss an die Yoga-Praxis, weil du dann körperlich schon verbunden bist. Wenn du geübt bist, kannst du natürlich zu jedem Zeitpunkt meditieren. An Portaltagen ist eine Morgen-Meditation hilfreich, um dich auf die besonderen Energien des Tages einzustimmen. Wenn es zwischendurch mal „dicke“ kommt, denk an eine Kurz-Mediation. Es reicht oft schon eine Minute bewusstes Ein- und Ausatmen am offenen Fenster.
  • Rituale: Portaltage sind auch perfekt für bewusste Rituale, um sich von alten Mustern zu verabschieden und neue Züge an dir zu (re-) integrieren. Schnapp dir z. B. Zettel und Stift, schreibe auf, was du nicht mehr brauchst und sein willst, und verbrenne den Zettel (Feuer transformiert). Auch kannst du das, was neu in dir raus will, aufschreiben und den Elementen übergeben.
  • Achtsamkeit: An Portaltagen darfst du besonders achtsam mit dir sein. Vielleicht hast du dir an diesem Tag Dinge vorgenommen, wolltest etwas erledigen, was sich an diesem Tag nicht mehr stimmig anfühlt. Egal ob beruflich oder im Privaten: Sei gut zu dir und achte darauf, dass du so viel Zeit wie möglich FÜR DICH hast. Sprich unter Umständen auch mit deinem Partner und informiere ihn, dass dein „seltsames“ Verhalten einen Grund hat und dass du deswegen mehr Ruhe und Zeit für dich brauchst. Sage alles ab, was nicht unbedingt sein muss. Denk dran: Wirklich „müssen“ müssen wir nicht besonders viel.

Ein Wort noch zum „Nutzen“

Ab und zu erreicht mich die Frage, ob es nicht „falsch“ sei, sich auf Portaltage so bewusst einzurichten. So nach dem Motto „Wenn ich weiß, dass Portaltag ist, dann passiert auch immer irgendwas.“ Oder unter der Annahme, dass du dich schon darauf einstellst, dass du an diesem Tag „komisch“ bist und dann damit die seltsamen Dinge in deinem Leben bewusst anziehst.

Meine persönliche Erfahrung und Meinung dazu ist: Ich empfinde es als meine Lebensaufgabe, mich bewusst mit mir, meiner Seele und meiner Mission in dieser Welt zu verbinden. Ich mache das jeden Tag ganz achtsam und voller Hingabe. Die o. g. Tools sind auch die, die ich sowieso täglich bis regelmäßig praktiziere, weil sie mir helfen, ein starkes, inneres Fundament auf Basis meiner Seelen- und Herzenswahrheit aufzubauen. Ob Portaltag ist, der Voll- oder Neumond ansteht oder ob Merkur oder ein anderer Planet gerade mal wieder rückläufig ist – da dies meine normale Art und Weise des Lebens ist, machen die Energien des Tages nur insofern einen Unterschied, dass sie bestimmte innere Prozesse besonders fördern bzw. unterstützen oder eben auch nicht. Ich ziehe mit einer bewussten Lebensweise nicht mehr an, als ich das unbewusst sowieso auch tue. Ich ziehe es nur eben bewusster an.

Das bedeutet für dich an den Portaltagen

  1. Bewusstsein bedeutet nicht, alles kontrollieren zu können. Es ist „nur“ für dich auf einer spürbaren Ebene (nicht unbedingt im Verstand) erkennbar.
  2. Die Tools rund um Manifestation & Co. zu benutzen, um sich damit ein tolles Leben zu kreieren, KANN funktionieren.
  3. Im Kern geht es jedoch um das Bewusstsein, dich selbst zu erkennen, deinen wahren Kern wiederzuentdecken – ein Erinnerungsprozess, denn dieses Wissen hattest du schon mal – und deinen Beitrag in die Welt zu geben.
  4. Entscheide selbst, ob du an der Oberfläche bleiben oder tiefer gehen willst.

Bleib dran

Dies ist Teil 2 der Portaltage-Artikelserie. In Teil 1 geht es darum, was eigentlich Portaltage sind und wie ich selbst dazu gekommen bin, mich damit zu beschäftigen. Im dritten Teil findest du meine besten Tipps und Strategien für den Aufbau und die Weiterführung deines Business speziell an Portaltagen.

Ich wünsche dir viel Freude beim bewussten Tiefseefischen :-) Wie gestaltet du dir Portaltage? Hast du ein bestimmtes Ritual? Erzähle uns gerne in den Kommentaren davon.

Übrigens: Die nächsten Terminen für die Portaltage 2021 findest du hier.

(Photo by Jackson David

Portaltage. Mein erster Kontakt damit war Anfang 2018. Auf Facebook. Wo sonst. Irgendwo tauchte dieser Begriff in meiner Blase auf. Es klang … spooky. Weckte mein Interesse. Und irgendwas in mir sagte „Weitermachen“.

Neugierig geworden, was das nun schon wieder sein soll, begann ich zu recherchieren. Ich stieß im Netz auf diverse Seiten mit Daten, Informationen und mehr. Und verstand … erstmal recht wenig. Was ich aber sofort fühlte, war: Das ist wahr. Meine innere Stimme rief mir zu, genau hier dran zu bleiben, und diesen Weg weiter zu gehen. Und genau das tat ich.

Ab diesem Moment beobachtete ich mich selbst und diese Welt noch ein Stückchen genauer als ich das sowieso schon immer getan hatte. Und schnell merkte ich, dass an diesen Portaltagen ganz schön viel „dran“ war.

Heute weiß ich, dass genau dies gezeigt hat, wie tief ich Teil der Dualität gewesen bin  und ich weiß, was für eine riesige Chance Portaltage gerade in der aktuellen Zeit des Übergangs sind, sich selbst und seiner Seele näher zu kommen. Ich bin sehr in mir verankert und unterstütze dich sehr gerne dabei, diese besonderen Tage ebenfalls für dich zu nutzen. An Portaltagen ist der Schleier zur geistigen Welt so dünn, dass wir viel leichter einen Zugang zu unseren Lichtwesen, unserer Seele bekommen. Aber beginnen wir bei der Bedeutung der Portaltage.

Was sind Portaltage?

„Portaltage sind nach dem Maya-Kalender Tage mit einer sehr hohen Schwingung und intensiven kosmischen Einströmungen / Einstrahlungen. Sie haben immer eine Auswirkung auf Körper, Geist und Seele und fordern eine Neuausrichtung, ein Schwingen auf höherer Ebene.“ (nach Alexandra Heck)

Der „Schleier“ ist also sehr dünn und du kannst gut Verbindung nach Innen, zu deiner Seele aufnehmen. Diese Tage fühlen sich – insbesondere für sensible bzw. hochsensible Menschen – aufgrund der starken Wirkung auf Körper, Geist und Seele – häufig besonders bzw. etwas speziell an.

Schau dir gerne die Portaltage Termine für 2020 und 2021 an.

Wie äußern sich Portaltage?

Was sich an Portaltagen zeigt, ist unterschiedlich. Manche Menschen fühlen sich z. B. besonders müde, schlapp und erschöpft. Andere sind komplett überreizt, nichts gelingt und es macht sich eine innere Unruhe breit. Auch Schlafstörungen und intensive Träume können sich zeigen (allgemein träumen HSP = hochsensible Personen meist intensiver als andere). Auf der körperlichen Ebene können Kopfschmerzen, Schwindel oder auch ein flauer Magen auftreten.

So könnte es bei dir sein:

  • Bereits am Vortag bist du durch den Wind – ohne zu wissen, was los ist
  • Du hast Stimmungsschwankungen, zum Teil sehr intensiv
  • Es zeigen sich Verwirrung und Unsicherheit – vermeintlich ohne Grund
  • Eine bleierne Leere, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Alte – z. T. gefühlt „abgehandelte“ – Themen kommen wieder hoch
  • Belastende Gedanken mehren sich, z. T. auch nicht greifen können, was es ist
  • Auch am Tag nach dem Portaltag spürst du noch, dass irgendwas „anders“ ist/war

Vielleicht bist du auch an diesen Tagen aber auch besonders aufgekratzt und energiegeladen.

Was ich schnell heraus fand

Bei der Beschäftigung mit diesem Thema merkte ich, dass es auch in der Vergangenheit gewisse Phasen gegeben hatte, wo ich „sehr spürig“ war. Natürlich konnte ich mich nicht mehr an alles erinnern. Aber da ich seit Mitte 2017 täglich journale, habe ich dafür ein gutes Bewusstsein entwickelt. Ein kurzer Blick in den Kalender und in meine Journals bestätigte mir das. Ich hatte Portaltage schon immer gespürt, auch wenn ich von ihrer Existenz bisher nichts geahnt hatte. Das Ganze wurde immer spannender.

Darüber hinaus begann ich meine Umwelt noch achtsamer zu beobachten. Auch hier stellte sich heraus, dass die Menschen an diesen Tagen sich „anders“ bzw. ungewohnt verhielten. Ich merkte in der Familie und im Freundeskreis gewisse Parallelen zu meinem eigenen Verhalten. Es war eine stärkere Sensibilität spürbar, die jedoch auch schnell kippen konnte, wenn jemand überstimuliert war. Das Ganze wurde noch spannender.

Ich begann Freundinnen davon zu erzählen. Die fanden das ebenfalls hochspannend, fühlten die Energien dieser Tage wie ich und fortan teilten wir unsere Erlebnisse und Erkenntnisse miteinander.

 

Portaltage Kurs

Wie es mir im ersten Jahr an Portaltagen ging

Portaltage in 2018 waren bei mir oft Tage, die von Tränen durchzogen waren. Ich habe mich regelmäßig hundeelend gefühlt und kam mit mir und meiner Existenz in dieser Welt plötzlich nicht mehr zurecht. Zeitgleich habe ich aber auch immer eine große Kraft in mir gespürt, die ich nur nicht kanalisiert bekommen habe. Irgendwas steckte noch fest und zuerst kam ich nicht ran.

In meinem Inneren gab es anfangs also ein regelrechtes „Auf und Ab“. Wie ich mich fühlen würde, war im Voraus in keinster Weise plan- oder berechenbar. Ich hatte keinen blassen Schimmer, in welchen Bereich meiner Persönlichkeit ich an diesen Tagen vordringen würde. Ich wusste nur: Es würde tief gehen.

Dazu kam, dass ich mitten in meinem ersten vollen Business-Jahr steckte. Ich war zwar schon länger selbständig, hatte aber zum Jahresbeginn 2018 den Schritt in die Vollzeit-Selbständigkeit gewagt. Das erste Jahr war sowieso von extremen Höhen und eben auch extremen Tiefen geprägt. Ich musste mich erstmal finden und meinen eigenen Weg erkennen. Die Portaltage kitzelten hier schnell unheimlich viel aus mir heraus. Das war immer richtig gut, nur war die Strecke dahin z. T. doch belastend.

Zwischendurch dachte ich auch das eine oder andere Mal: Ich lasse diesen Scheiß jetzt und lebe einfach – ohne mir mehr als „normal“ Gedanken zu machen. Nur: Das ging nicht.

Klartext: Mal ehrlich und unter uns

Das war ein wirklich tiefer Prozess, der zwischendurch auch sehr schmerzhafte Formen annehmen konnte. Zwischendurch habe ich meine eigene Hochsensibilität kurz verflucht, wollte nicht so viel spüren, auf- und wahrnehmen. Ich habe verflucht, dass diese Welt so wahnsinnig komplex ist. Ich habe verflucht, dass mit meiner Bereitschaft, mich dem ganzen Thema „Energien & Spiritualität“ zu öffnen, ein ewig langer Rattenschwanz an „neuem Wissen“ einher ging, für das ich anfangs keine Lösung parat hatte.

Aber ich wusste, dass ich dranbleiben „musste“. Es war wie ein innerer Ruf meiner Seele, die mich immer und immer wieder aufforderte, am Ball zu bleiben. Sie trieb mich konsequent voran, als wollte sie sicherzustellen, dass ich endlich erkennen würde, was für ein wundervolles Wesen ich bin und was für eine wichtige Aufgabe ich hier habe.

In Wahrheit ahnte ich tief in mir zwei Dinge:

Die erste Sache war:

Je besser ich selbst durch meine Prozesse gehe, desto leichter fallen mir auch Portaltage. Wenn ich dauerhaft in einem engen Kontakt mit mir bin und mir täglich Zeit für mich nehme (eine Art „Psychohygiene“), dann sind Portaltage das Tüpfelchen auf dem i. Und genauso war es auch. Im Laufe des Jahres tauchte ich immer tiefer in mich ein und stand täglich in Verbindung mit meiner Seele.

Und die zweite Sache, die ich ahnte, war:

Ich fühle, dass es ein Teil meiner Aufgabe ist, mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben. Denn ich spüre, dass da draußen unsagbar viele Menschen herumlaufen, die an diesen Tagen merken, dass irgendwas „anders“ ist. Ich spüre, dass bei vielen noch nicht die Verbindung nach innen steht. Dass sie nicht wissen, wie sie in Kontakt mit ihrer Seele und ihrem Herzen gehen sollen – auch wenn sie es sich eigentlich wünschen. Und ich sehe, dass – gerade im eigenen Business – oft eine große Herausforderung darin besteht, in diesen Phasen „cool“ zu bleiben.

Wie es mir heute an Portaltagen geht

Je mehr ich in diese Welt eintauchte, desto mehr weiß ich: Das ist meine Welt. Auch wenn ich das viele Jahre meines Lebens so nicht sehen konnte. Ich habe in den letzten Monaten mich sehr intensiv mit mir und meinen Themen beschäftigt, vieles aufgelöst bzw. (re-) integriert.

Ein weiterer Erwachungsmoment im Frühjahr 2019 trug noch einmal gehörig dazu bei.

Mir wurde klar, dass ich gar nicht mehr anders kann, als verbunden mit mir zu sein.

Ein wahrhaftig schönes Gefühl.

Portaltage sind zu Tagen geworden, an denen ich genau hinhorche und mich darauf freue, was mein Inneres mir noch mitteilen möchte. Oft merke ich nun schon am Tag vorher bzw. bei längeren Zyklen auch einige Tage vorher, dass irgendwas „in der Luft“ liegt. Meistens geht damit eine besondere Freude und Verbundenheit einher. In Transformationsphasen bin ich dann etwas unruhig, und es ist so, als ob mir meine Seele irgendetwas zurufen will, was ich in diesem Augenblick noch nicht verstehe. Ich freue mich dann immer schon darauf, was ich wieder Neues über mich und die Welt lernen darf. Häufig habe ich auch besonders viel Energie. An manchen Tagen bin ich hingegen auch einfach nur müde oder auch kränklich. Beides gehört für mich dazu.

Regelmäßig wache ich nun morgens direkt mit einer glasklaren Erkenntnis auf. Themen, die ich z. T. lange mit mir herumgetragen habe, sind plötzlich innerlich gelöst und liegen klar vor mir. Ein sagenhaft gutes Gefühl. Da ich morgens immer direkt journale, kann ich die Erkenntnisse der Nacht gut für mich eingliedern.

Mein persönliches Fazit

Portaltage sind eine Chance zur Heilung, da sie uns unsere Themen deutlicher und intensiver aufzeigen. Und Chancen darf man ergreifen. Durch einen engen Kontakt nach innen, kannst du an diesen Tagen oft viel leichter erkennen, worum es bei dir wirklich geht.

Wenn du dich erstmalig damit beschäftigst

Höre auf dein Herz. Es wird dir sagen, ob dieses Thema „deins“ ist oder eher nicht. Beides ist okay. Du darfst in diese Welt eintauchen und die besondere Energie dieser Tage für dich nutzen. Wenn du aber sagst, dass das gerade nichts für dich ist, dann ist das auch genauso gut.

Spüre hinein, ob du damit in Resonanz gehst.

Bleib dran

Dies ist Teil 1 der Portaltage-Artikelserie. In Teil 2 geht es darum, wie Du Portaltage gut überstehst und besonders gut für dich und deine persönliche Entwicklung nutzen kannst. Im dritten Teil findest du meine besten Tipps und Strategien für den Aufbau und die Weiterführung deines Business speziell an Portaltagen.

Kanntest du Portaltage schon? Wie erlebst du diese Tage? Teile gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren.

Übrigens: Die nächsten Terminen für die Portaltage 2020 und 2021 findest du hier.

(Photo by Thomas Willmott)

Ich glaube, dass sich ein großer Teil der Menschen innerlich nach Freiheit sehnt.

Es kann ein Ruf sein.

Ein Aufflackern.

Ein Impuls.

Oder der feste und bewusste Wunsch, frei zu sein und zu leben.

Was ist eigentlich dieses frei sein?

Vielfach kommen dann Wünsche wie

  • nur dann zu arbeiten, wenn es passt
  • das zu tun, was man will
  • endlich mal ausschlafen zu können
  • sich nicht immer von einem Vollidioten von Chef seinen Tag diktieren lassen zu müssen
  • nicht mehr für Geld arbeiten zu müssen, sondern weil es Spaß macht

Und so weiter.

Und ja, das kann alles als frei empfunden werden.

 

Aber was darf passieren, dass das bei dir eintritt?

Richtig, du darfst erstmal eine Entscheidung treffen.

Und die Entscheidung ist weitaus größer als „nur“ zu sagen, ich kündige mal und mache mich selbständig.

Denn dann passiert oft Folgendes:

Plötzlich wirst du mit der Erwartungshaltung konfrontiert, dass du

  • morgens anfangen „musst“ zu arbeiten
  • beschreiben können musst, was du beruflich machst, sonst kann man das ja im Freundes- und Bekanntenkreis nicht erzählen
  • dich schlecht fühlst, wenn du zu lange schläfst, denn in der Zeit hättest du ja schon schön was schaffen können
  • du Aufträge annimmst, obwohl du schon vorher ahnst, dass das kein Zuckerschlecken wird (aber die Miete will ja bezahlt werden)

Und schwupps kommt dieses seltsame Gefühl in deinem Inneren wieder hoch, was dir im Grunde ganz deutlich zeigt, dass du zwar mehr Freiheit hast als früher. Aber nicht die Art von Freiheit, die du dir vorgestellt hast. Oder eben noch lange nicht genug.

Und dass es wohl offensichtlich auch nicht damit getan ist, dass du selbständig bist.

Und wenn du ganz ehrlich zu dir selbst bist, dann ahnst du irgendwann auch, dass dein Partner damit 0,0 zu tun hat. Sondern dass er nur so freundlich ist, dir deine eigenen Regeln/Systeme/Programme und damit Begrenzungen im Kopf zu spiegeln. Dafür darfst du ihm übrigens DANKE sagen, auch wenn du ihn ab und zu töten möchtest.

So.

Und jetzt macht der Spruch „Die Freiheit beginnt im Kopf“ plötzlich Sinn.

Es ist DEINE Erlaubnis, die du dir selbst gibst, die es dir ermöglicht, dich frei zu fühlen.

Was erlaubst du dir selbst?

Die Erlaubnis

  • dich selbst an die erste Stelle zu setzen (was heißt, dass Schlafen und Ruhe ein Grundbedürfnis ist, was immer gestillt wird)
  • so zu arbeiten, wie es dir liegt … zeitlich, inhaltlich und prozessual
  • daran zu glauben, dass du mit dem, was wirklich deine Aufgabe im Leben ist, „erfolgreich“ sein kannst
  • für dich einzustehen, bevor du es für andere machst

Und so weiter.

Und das ist genauso easy wie es eben manchmal intensiv ist.

Denn was genau Freiheit für dich ist, entscheidest nur du. Aber so lange du dich fremden, sinnlosen Regeln beugst oder deinen eigenen antrainierten, nicht bewussten Mustern (die du eben erstmal erkennen darfst!) folgst, wirst du immer tief in dir spüren, dass es „noch freier“ geht. Dass noch mehr geht. Dass es das nicht gewesen sein kann. Dass sich Dinge im Außen wie Druck, Stress oder eben „tun müssen“ anfühlen.

Und so lange hast du auch noch Potenzial. Im eigenen Business genauso wie im Leben. Irgendwie schön, oder?

(Photo by Cody Black)

Dass wir uns um uns selbst kümmern müssen, wissen wir. Und dennoch – wir tun es so häufig nicht. Das eigene Leben besteht aus tausend Kleinigkeiten, die bedacht, sortiert und erledigt werden wollen. Und neben dem Job gibt es ja auch noch ein Leben, was Dinge von dir einfordert. Phasen des Stresses oder auch mal der Überlastung sind daher nichts Ungewöhnliches. Sie können passieren. Und du rettest dich selbst schon mal ein Stück davor, wenn du nichts Übermenschliches von dir erwartest.

Da es uns also immer mal „erwischen“ kann, ist es entscheidend, dass du eine gute Selbstfürsorge für dich findest. Neben Sport, frischer Luft & Co. empfehle ich jedem, sich eine spirituelle Praxis zu gestalten, die dich stärkt und mit deinem Inneren verbindet.

1) Was ist eine spirituelle Praxis?

Eine spirituelle Praxis entsteht durch deine Absicht, deine Intention. Entscheidend ist, dass du dir bewusst Zeit für dich nimmst und du offen dafür bist, dich mit dir und deinem Inneren zu beschäftigen. Es geht weniger um äußere Ziele, wie fit werden etc., sondern darum, Verbindung nach innen zu dir und deiner Seele aufzunehmen. Grundlage einer spirituellen Praxis ist, dass du dein Bewusstsein für dich und dein Leben erhöhst.

Mögliche Bestandteile einer spirituellen Praxis sind zum Beispiel:

2) Wie hilft dir eine spirituelle Praxis?

Diese Praxis hilft dir, wieder in Kontakt mit dir selbst zu treten. Du bist der Ausgangspunkt in deinem Leben. Je besser es dir geht, desto besser geht es deinem gesamten Umfeld. Du bereicherst und verbesserst jede Beziehung in deinem Leben, wenn du selbst geerdet und in guter Verbindung mit dir bist.

Im angespannten Alltag geht diese Kraft häufig verloren. Wir verlieren uns im Außen, können den Kontakt nach innen nicht mehr herstellen und fühlen uns entfremdet. Aus der Entfremdung heraus können wir aber nicht mehr so viel Gutes in die Welt bringen. Umso wichtiger ist es, die Nähe zu dir selbst wiederherzustellen. Und dafür darfst du dir Zeit für dich nehmen.

3) Wie läuft eine spirituelle Praxis ab?

Theoretisch kannst du zu jeder Zeit des Tages deine spirituelle Praxis abhalten. Besonders gut geeignet ist jedoch der Morgen. Die Nacht selbst stellt schon eine Art Meditation dar. Direkt nach dem Aufwachen bist du (hoffentlich!) ausgeruht, klar und noch frei von Fremdenergien. Wenn es dir gelingt, die Zeit nach dem Aufwachen für dich persönlich zu gestalten, sammelst du Kraft für den gesamten Tag.

Du brauchst dafür gar nicht besonders viel tun. Also, keine Angst, niemand erwartet von dir, dass du alle meine Vorschläge umsetzt und zukünftig 3 Stunden früher aufstehst. Anfangs reichen einige Minuten, die du dir so zusammen stellst, wie es für dich passend ist.

Du könntest zum Beispiel:

  • 5 Minuten Sonnengrüße praktizieren
  • 5 Minuten Meditieren
  • 5 Minuten in Deinem Journal schreiben (z. B. Morgenseiten, beschrieben in dem Buch von Julia Cameron)

Oder:

  • 20 Minuten im Wald Spazierengehen
  • 10 Minuten auf einer Parkbank Meditieren

Oder:

  • 10 Minuten ein spirituelles Buch lesen
  • 10 Minuten Yoga
  • 10 Minuten Meditation

(In diesem Artikel findest du dafür übrigens weitere Anregungen.)

4) Was das Besondere an einer spirituellen Praxis ist

Ganz ehrlich: Das bist du. Eine spirituelle Praxis ist der äußere Rahmen dafür, dass du bereits morgens feststellst, was für ein wundervoller Mensch du bist. Sie lädt dich ein, dich über die Zeit immer besser kennenzulernen, dir bewusst zu machen, wie du leben und auch nicht leben willst und daraus gestärkt Entscheidungen zu treffen. Die Verbindung zu dir ist das stärkste Band, was bestehen kann. Du bist der Mensch, mit dem du am meisten Zeit verbringst.

Wenn du dir erlaubst, ganz du zu sein, geschieht dies zum höchsten Wohle für unsere Welt.

Niemand braucht angepasste Menschen, die sich klein halten, und aus Angst um sich schlagen. Stattdessen brauchen wir den Menschen in dir, der stark, sicher und klar ist. Und um diesen Menschen wieder herauszuholen (denn ganz sicher ist er in dir), braucht es dein Bewusstsein und deine Fürsorge.

 

5) Was dich vielleicht hindert

Meistens liegt es nicht daran, dass du nicht weißt, wie du Yoga machen könntest. Oder in den Wald gehen. Oder etwas anderes. Du WEISST, was du tun könntest. Aber du tust es nicht.

Und das hat einen ganz anderen Grund.

Was ist dein Liebling?

  • Andere Dinge sind wichtiger
  • Ich muss noch arbeiten
  • Mein Mann braucht mich
  • Es ist so kalt draußen
  • Ich starte morgen, da ist Montag
  • Ich schaffe es nicht, früher aufzustehen

Und so weiter.

Neben der Tatsache, dass gerade dein innerer Schweinehund das Ruder übernommen hat, bedeutet das aber eben auch noch etwas anderes. Wenn du selbst nicht oder nur wenig auf dich achtest, sagst du dir damit: Ich bin es mir selbst nicht wert.

Denn andere Dinge, Menschen, Situationen sind wichtiger als ich und die Dinge, die mir guttun. Und das ist übrigens ganz und gar „unspirituell“.

6) Erlaube es dir

Deswegen hat Spiritualität immer ganz viel damit zu tun, dass du dir selbst erlaubst, es dir wert zu sein. Du darfst und sollst bei dir ansetzen. In deinem Inneren nachschauen. Dir erlauben, die Schichten aus Verletzungen, Enttäuschungen und Ängsten nach und nach abzulegen, die dein Licht dimmen. Dir erlauben, deinen strahlenden Kern zum Vorschein zu bringen und mit deinem Licht in diese Welt zu leuchten.

Wäre das nicht wunderbar? Und falls du gerade noch nicht so recht weißt, wie du entspannt da ran gehen sollst, dann schau mal bei Sandra Liane Braun vorbei. Dort haben ich und einige andere Experten*innen unsere besten Gedanken und Ansätze gesammelt, damit du in stressigen Phasen gut für dich sorgen kannst.

 

(Photo by Marion Michelle)

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „2 Dinge, um wirklich dein wahres Selbst zu leben“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

Ab und zu gibt es im Leben diese Momente, wo du spürst, dass etwas Größeres ansteht. Etwas in dir zieht sich zusammen, und plötzlich hast du einen Impuls, den du einfach nicht wegdrücken kannst. Genauso einen Moment hatte ich am 24. Mai 2018 gegen 17 Uhr.

Es war ein vollkommen unspektakulärer Tag. Ich befand mich gerade im Auto auf der A7, der DSGVO-Wahnsinn lag hinter mir und abends stand das Topmodel-Finale an. Und doch passierte in diesem Moment etwas mit mir.

Etwas Größeres – das kann ein Jobwechsel, der Aufbau einer Selbständigkeit oder die Trennung vom Partner sein. Bei mir war es einfach ein Schild auf der Autobahn: Hannover. Die Stadt, in der ich 10 Jahre lang gelebt, geliebt, gelacht, geweint und gefeiert hatte. Eine Stadt, in der ich nicht geboren bin, die ich aber dennoch als Heimat bezeichnen würde. Meine Herzensheimat.

Es ist zu diesem Zeitpunkt fast 7 Jahre her, dass ich weggezogen war. Ich wollte in dieser Zeit nie zurück. Besonders oft hatte ich Hannover in den Jahren auch nicht besucht. Irgendwas hielt mich immer davon ab. Tausend Aktivitäten, die Entfernung, eben das volle Leben. Bis ich an diesem späten Donnerstagnachmittag auf dem Weg zu meiner Familie war. Und plötzlich am ganzen Körper merkte: „Scheiße, hier passiert gerade was. In mir. Und das kann und will ich nicht ignorieren.“

Klar, dieses Gefühl hätte ich wegdrücken können. Aber würde ich mich dann nicht selbst bescheißen? Also ging ich ab diesem Moment achtsam durch die Welt und beobachtete sehr genau. Was sollte mir dieses Gefühl sagen?

Ich ging auf die Suche …

Intuition

Mir war sofort klar, dass in diesem Moment auf der Autobahn meine Intuition zu mir gesprochen hatte. Sie signalisierte mir, dass hier etwas geschehen würde, was mit dieser Stadt in Verbindung steht. Sie zeigte mir auch, dass es etwas Größeres sein würde.

Vielleicht hätte ich meine Intuition gar nicht erkannt, wenn ich nicht schon längere Zeit trainiert hätte, sie wahrzunehmen. Im hektischen Alltag verlieren wir sie oft, drücken sie weg, ignorieren sie. Und dennoch ist unsere Intuition immer da. Jeder Mensch hat sie in sich.

Deswegen wusste ich auch sofort, dass mir dieses Gefühl etwas Wichtiges mitteilen wollte. Und dass ich schön doof wäre, nicht darauf zu hören.

Signale

Ab diesem Moment war ich besonders achtsam unterwegs. Ich achtete auf Zeichen und beobachte meine Reaktionen und meine Gefühle. Vollkommen überraschend traten Menschen in mein Leben, die mir Hannover von einer neuen und doch auch vertrauten Seite zeigen sollten. Plötzlich traf ich alte Bekannte wieder, die ich mit meinem Wegzug zurückgelassen hatte.

Und mir wurde auch klar: Die Kontakte mit alten Hannoveraner Freunden und Bekannten, die seit einigen Monaten wieder zugenommen hatten, waren kein Zufall gewesen. Die Stadt hatte mich schon lange gerufen.

Wünsche

Und plötzlich merkte ich auch, dass ich meine Familie und alte Freunde vermisste. Das vertraute Niedersachen. Mein altes Lieblingsviertel in Hannover.

Mein bisheriger Wohnsitz passte mir plötzlich nicht mehr. Zu laut. Zu fremd. Zu „hessisch“. Immer öfter ertappte ich mich dabei, dass ich betonte, dass ich Niedersächsin sei und deswegen leider xyz nicht verstehen/nachvollziehen/tun whatever könnte. Ich spürte, wie sehr ich meinem Heimat-Bundesland verbunden war.

Entscheidung

Als ich all das wahrgenommen hatte, wurde mir klar: Das Ding war entschieden! Nur mein Ego war noch nicht ganz einverstanden und lamentierte rum. Ein Umzug sei zu teuer, jetzt hatte ich mich doch gerade im Rhein-Main-Gebiet eingelebt, in Hannover würde ich doch auch keinen mehr so richtig kennen.

Ich nahm es liebevoll in den Arm und sagte ihm, dass wir auf mein Herz hören würden, ich ihm aber versprechen würde, den Umzug so gut zu managen, wie ich alle großen Projekte und Themen manage – ob es einverstanden sei? Und so hatte ich schnell mein OK. Denn eigentlich will unser Ego ja auch nur unser Bestes.

Herz & Verstand

Und so stand der Plan: Mein Herz hatte entschieden – ich würde nach 7 Jahren Abwesenheit nach Hannover zurückgehen. Und mein Verstand übernahm auch eine sehr wichtige Aufgabe. Er wurde verantwortlicher Projektleiter für den Umzug. So waren alle Seiten in mir zufrieden.

Trägst du dich auch mit einer großen Entscheidung?

Oft laufen wir vor großen Entscheidungen weg, da uns insgeheim absolut bewusst ist, dass diese eine enorme Tragweite haben. Und bevor wir uns falsch entscheiden, entscheiden wir uns lieber gar nicht – in der Hoffnung, dass wir dann alles richtig gemacht haben.

Das Problem ist aber, dass eine nicht getroffene Entscheidung trotzdem bedeutet, dass du dich entschieden hast. Denn auch wenn du dich FÜR etwas entscheidest, so bedeutet das automatisch, dass du dich DAGEGEN entschieden hast.

4 Schritte auf dem Weg zur Entscheidung

Wenn eine große Entscheidung ansteht, gibt es 4 Dinge, die du tun solltest. Damit fällt es dir wesentlich leichter, dich zu entscheiden, und du bekommst damit auch die innere Stärke, um diese Entscheidung durchzuziehen.

  1. Trainiere deine Intuition: Sei dir selbst nah und achte darauf, wie dein Inneres und dein Körper in bestimmten Momenten reagiert. Nimm wahr, was sich an vermeintlichen Kleinigkeiten zeigt. Klopft dein Herz plötzlich laut? Kribbeln deine Fuß- oder Handflächen? Hast du ein Druckgefühl auf der Brust? Oder hast du plötzlich einen Impuls, dass etwas wichtig sein könnte, so wie ich bei dem Autobahnschild? Indem du bewusst solche Dinge registrierst, trainierst du nach und nach deine Intuition. Du richtest dich innerlich dadurch ganz anders aus und gibst Dingen in dir Raum, die du vorher gar nicht wahrgenommen hättest.
  2. Baue eine Verbindung zu deinen Wünschen auf: Sei dir immer bewusst, was du eigentlich vom Leben willst. Was sind deine Werte? Bist du ein freier Typ, der gerne unabhängig ist? Was bedeutet Freiheit genau für dich? Oder bleibst du gerne stecken, weil dir Sicherheit so wichtig ist? Was macht Sicherheit speziell für dich aus? Verstecke dich nicht hinter Begriffen, sondern definiere diese für dich. Welche Wünsche ergeben sich daraus? Indem du dich mit dir selbst beschäftigst, dich, deine Wünsche und deine Werte kennst, bist du auch in der Lage, Entscheidungen gut vorzubereiten. Denn damit weißt du, dass du nah bei dir bist, wenn du entscheidest.
  3. Achte auf Signale und Zeichen: Das Leben ist unser Verbündeter und schickt uns regelmäßig Hinweise auf unserem Weg. Wenn du jedoch mit Scheuklappen durch die Gegend rennst oder einfach nur zu gestresst bist, dann kannst du sie nicht wahrnehmen. Achte also darauf, was passiert, wenn du in einer Entscheidungsphase bist. Wen triffst du plötzlich wieder? Wohin wirst du getragen, ohne dass du etwas dafür tun musstest? Welche Zeichen siehst du, z.B. auf dem Weg, liegen? Wenn du aufmerksam und offen bist, wirst du sehr viel erkennen, was dir deine persönliche Richtung weisen wird.
  4. Lasse dein Herz entscheiden: Unsere Gesellschaft hat uns gelehrt, dass wir am besten mit dem Verstand entscheiden sollten. Pro und Contra. Abwägen von Argumenten. Und so weiter. Verstehe mich nicht falsch, ich liebe meinen Verstand und setze ihn oft und gerne ein. Wichtig ist aber, dass du dir die Rollenverteilung bewusst machst. Gerade große Lebensentscheidungen, wie ein größerer Wohnortwechsel oder der Aufbau deines eigenen Business, werden nicht im Verstand entschieden. Auch wenn wir uns das so einreden wollen. Wenn du einmal verstanden und akzeptiert hast, dass du deinem Herzen folgen darfst, weil es dich leitet und führt, dann wird es einfacher für dich. Das ist wie in der Liebe, da vertrauen wir auch unserem Herzen.

Warum du dich nicht falsch entscheiden kannst

Die Angst, etwas falsch zu machen, lähmt – und führt dazu, dass dein Leben Tag für Tag an dir vorbeizieht, ohne dass du deinem Herzen folgst. Mache dir also bewusst, dass echte Entscheidungen nicht im Kopf, im Ego, im Verstand getroffen werden. Echte Entscheidungen kommen aus deinem Herzen. Oder wenn du dein Herz nicht fühlst, dann vielleicht auch aus deinem Bauch.

Wenn du deinem Herzen die Führung in deinem Leben überträgst, wirst du immer richtig entscheiden. Dein Herz wird dich niemals anlügen oder es schlecht mit dir meinen. Im Gegenteil: Dein Herz will immer das Beste für dich.

Wenn du das einmal für dich annehmen kannst, dann hast du auch die Kraft, große Dinge in deinem Leben zu bewegen. Egal, ob du dich noch einmal neu orientieren willst, z.B. im Beruf, oder woanders leben willst.

Das Bewusstsein dafür, dass Herz und Verstand wirkungsvoll miteinander arbeiten können, gibt dir die Stärke, deine getroffene Entscheidung durchzuziehen.

Dein Leitsatz darf lauten:

Ich stelle meinen Verstand in den Dienst meines Herzens

Du kannst also unbesorgt immer deinem Herzen folgen. Deine Intuition leitet dich, Signale zeigen dir, dass du auf dem richtigen Weg bist, deine Wünsche erfüllen sich und dein Verstand hilft dir, die Pläne des Herzens umzusetzen.

Übrigens: Als ich letztes Jahr von einem Tag auf den anderen meinen Job in einer Großbank gekündigt habe, lief es genauso ab. Ich habe darauf vertraut, dass mein Herz mich in die richtige Richtung lenken wird. Und dass mein Verstand mir helfen wird, meine Vollzeit-Selbständigkeit aufzubauen. Und genauso lief es dann auch. Es geht also!

Viele Menschen machen aber leider genau das Gegenteil. Sie treffen Entscheidungen mit dem Verstand und wundern sich dann, dass sie immer wieder gegen Wände laufen und ihr Herz innerlich rebelliert. Wenn du auch gerade ein Thema mit dir herumschleppst, dann mache dir also deine innere „Rollenverteilung“ klar. Du sollst deinen Verstand nicht ausschalten. Aber folge deinen Wünschen und dem, was dir wirklich wichtig ist. Auch wenn es in Form eines Autobahnschilds in dein Leben gepurzelt kommt.

Ich bin gespannt, wie du das siehst. Hast du auch gerade eine große Entscheidung zu treffen? Erzähle davon gerne in den Kommentaren. 

(Photo by Flo Karr)

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „In 6 Schritten zur spirituellen Morgenpraxis“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Wenn ich eines im Moment nur schwer schaffe, dann das: Ruhe und Momente für mich finden. Wieso? Weil. Ich. Es. Nicht. Will. Glaubst du nicht? Stimmt aber leider.

Denn der alles entscheidende Punkt, ob es mit der Zeit für dich klappt, ist nicht …

  • wie gut du Entspannungsmethoden beherrscht.
  • wie viel Zeit du dafür hast.
  • ob du ein Einzelbüro bzw. Freiraum für dich hast.
  • wie viele Leute ständig was von dir wollen oder nicht.
  • oder ob du Überstunden machen musst.

Solange du glaubst, dass es daran liegt, wird es nicht funktionieren. Denn du bist dann viel mehr damit beschäftigt, dich um diese äußeren Faktoren zu kümmern. Dich hinter ihnen zu verstecken. Sie als Grund zu nehmen, dass du leider, leider nichts für dich tun kannst. Und dich weiterhin nach der Ruhe sehnen, die du so dringend brauchst.

Tue. Das. Nicht. Verstehe bitte eines:

Der Schlüsselfaktor, um Ruhe zu finden, ist dein eigenes Commitment.

Hier kannst du dir knapp 30 Minuten anschauen, wie du ganz praktisch mehr Ruhe in dein Leben bekommst, und was wirklich dahintersteckt, weswegen es bisher nicht so geklappt hat.

Im Artikel gebe ich dir eine Zusammenfassung der Video-Inhalte.

 

Wie Du mehr Ruhepausen und Momente für Dich findest I FB Live vom 27.02.2018

 

Welche 2 Dinge brauchst du, um Ruhe zu finden?

  1. Dein Commitment:
    • Du entscheidest dich dafür, dass du selbst der wichtigste Mensch in deinem Leben bist.
    • Du willst Zeit für dich, denn du hast verstanden, dass dir das auf Dauer viel Ärger (Krankheiten, Stress, Unzufriedenheit) erspart.
    • Du gibst dir selbst die Erlaubnis, JEDEN TAG Ruhe zu finden.
    • Du siehst Zeit für dich als deine Basis-Aufgabe an (und nicht als Luxus, den man streichen kann, wenn man einen vollen Terminkalender hat).
  2. Das Einplanen von kleinen Zeitfenstern:
    • Jeden Tag.
    • 3 x 1 – 5 Minuten.
    • Vielleicht auch mal länger.
    • Fester Zeitpunkt, z. B. nach der Mittagspause.

Welche Routinen eignen sich zum Ruhe finden?

Ich bin ein großer Fan der Morgenroutine. Wenn du morgens direkt etwas für dich tust, dann kann dir das über den Tag keiner mehr nehmen. Du startest gleich gelassener und lässt dich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, wenn etwas Unvorhergesehenes (oder einfach der normale Alltagswahnsinn) passiert. Zudem gewöhnt sich dein Körper daran, dass du ihm morgens gleich positive Aufmerksamkeit schenkst. Dadurch verankerst du in deinem Körper, wie schön sich Ruhe und Achtsamkeit anfühlt. Hier findest du Tipps & Tricks, wenn du dir auch eine Morgenroutine einrichten möchtest.

Körperliche Bewegung, auch wenn sie mini ist, ist ideal. Yoga, Gymnastik, ganz einfache Dinge. Perfekt. Denn wer viel am Schreibtisch sitzt, verkrampft meist in den Schultern bzw. im Oberkörper. Da hilft schon regelmäßiges Schulterkreisen oder kleine Yoga-Übungen.

Atmen. Unterschätzt, aber so wichtig. Am besten vor dem offenen Fenster.

Hier habe ich dir zusammengestellt, wie du in 1, 10 oder 60 Minuten sofort mehr Energie in dein Leben holst.

Was ist noch wichtig?

Sei kreativ und höre gut auf dich. Andere können dich anregen, bestimmte Dinge auszuprobieren. Vielleicht magst du einen oder mehrere meiner Tipps. Und wenn nicht? Ist das auch nicht wild. Denn für jeden Menschen funktionieren andere Dinge. Gehe spielerisch an, teste aus, was dir wann gefällt.

Sei nicht verkrampft, baue keinen Druck auf. Es klappt mal nicht, so wie bei mir gerade? So what … Ich finde das nicht schlimm, denn ich weiß, dass ich jederzeit wieder einsteigen kann. Wenn. Ich. Es. Will. Es hat wirklich nur etwas mit deiner eigenen Priorität dir selbst gegenüber zu tun. Klar gibt es immer Tage, wo alles über einem zusammenbricht. Aber dann ist morgen ein neuer Tag und du kannst wieder loslegen, weitermachen als sei nichts gewesen. Bewahre dir also unbedingt eine gute Stimmung. Dann klappt es auch mit dem Ruhe finden in deinem Leben.

Was ist dein bester Tipp, um etwas Zeit für dich in deinen vollen Tag einzubauen? Ich freue mich auf deine Rückmeldung in den Kommentaren.

(Photo by MontyLov)

Edit:
Dieser Artikel entstand zu Beginn meiner Reise im eigenen Business und zu einer Zeit, wo ich meine Spiritualität gerade erst zu entdecken begann. Seitdem ist einiges passiert, und ich durfte viel dazu lernen. Heute sehe ich manche Themen aus einem anderen Blickwinkel. Dennoch sind die älteren Artikel, zu denen auch dieser hier gehört, wertvoll und vielen Menschen noch dienlich. Deswegen ist dieser Artikel weiterhin auf dem Blog zu finden. Wenn dich das Thema „Frei sein beginnt im Kopf: So legst du im Business alte Muster ab“ interessiert, dann schau doch gerne auch hier vorbei.

 

Neulich hat sich meine Facebook-Community gewünscht, dass ich etwas zum Thema „Mehr Fokus, weniger Ablenkung“ sage. In der Vorbereitung tat ich mich etwas schwer. Erst dachte ich, dass es daran liegt, dass mir der Background hinter dieser Bitte fehlte. Immerhin hatte ich nur diesen Kurz-Titel bekommen. Ich wusste weder wer sich das Thema gewünscht hatte, noch welches Ziel damit verbunden war. Der Wunsch traf aber offensichtlich einen Nerv in der Gruppe. Denn von allen Themen bekam dieser Vorschlag am meisten Stimmen in der monatlichen Abstimmung.

Als ich mich näher damit beschäftigte, stellte ich aber fest, dass etwas ganz anderes Grund für meine Irritation war: Meine Meinung zum Thema „Ablenkung“ ist nämlich keine schlechte. Im Gegenteil, Ablenkung kann sehr, sehr hilfreich sein, wenn man sie zu nutzen weiß.

Da ich sehr für Klarheit bin, stellte ich also im Video-Training sofort fest, wie ich darüber denke.

Meine These: Die Ablenkung ist dein Freund!

Warum ist das so?

Wir Menschen neigen dazu, mit uns selbst zu hart ins Gericht zu gehen. Wir fordern von uns oft mehr, als wir von anderen fordern würden. Unsere Erwartungen sind hoch. Zu hoch. Ähnlich ist es bei dem Thema Ablenkung. Wir halten Ablenkung per se als etwas Schlechtes, was es zu vermeiden gilt.

Was passiert also dann, wenn du abgelenkt bist?

Du ärgerst dich über dich selbst.

Wie konnte das nur passieren, dass du dich so einfach ablenken lässt?

Wo hast du eigentlich deine Aufmerksamkeit?

Wenn du so weitermachst, dann wird das nie was mit … der Präsentation für den Chef. Dem neuen Kundenangebot. Und so weiter.

Merkst du was? Diese Art von Selbstgesprächen ist nicht förderlich. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und wenn wir innerlich mit uns schimpfen, dann richten wir unsere Aufmerksamkeit noch mehr darauf, dass wir gerade abgelenkt sind. Und damit sind wir eines ganz sicher: Richtig abgelenkt.

Stattdessen brauchst du einen liebevollen Umgang mit dir selbst. Gerade dann, wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir eigentlich erwünscht hast. Wenn du lernst, dass du dich selbst so annimmst, wie du gerade bist – mit allen vermeintlichen Fehlern und Schwächen – dann kommst du automatisch zu dem, was du willst: Mehr Fokus.

Selbstannahme statt Selbstgeißelung sollte also das Wichtigste sein. Nimm die Ablenkung lieber als Hinweis darauf, dass etwas in deinem Leben neu betrachtet werden darf. Und schaue dir an, für was genau die Ablenkung gerade steht.

Was zeigt dir die Ablenkung?

Der ständige Griff zum Smartphone, das ewige Checken am PC, ob Mails eingegangen sind oder die Suche nach etwas Essbarem, auch wenn du nicht hungrig bist. Wenn du dich schnell ablenken lässt, dann sagt dir das immer etwas über dich.

Beispiele sind:

  • Ich bin müde und ausgelaugt.
  • Ich bin unruhig und nicht bei der Sache.
  • Ich möchte lieber etwas anderes machen.
  • Ich möchte lieber woanders sein.
  • Mein Körper/meine Seele braucht etwas anderes.

Spürst du das? Wenn du deiner Ablenkung die Hand reichst, und sie fragst, was sie dir sagen will, dann kommen ganz neue Erkenntnisse dabei raus.

Vielleicht ist es total normal, dass du müde bist, denn du warst wieder mal zu spät im Bett.

Vielleicht ist es total normal, dass du unruhig bist, denn du sitzt schon viel zu lange am Schreibtisch.

Vielleicht ist es total normal, dass du etwas anderes machen willst, denn dieser Job ernährt dich zwar, aber berührt nicht dein Herz.

Vielleicht ist es total normal, dass du lieber woanders sein möchtest, denn dieser Ort ist nach rationalen Gesichtspunkten ausgesucht worden, und kommt nicht aus deinem Herzen.

Vielleicht ist es total normal, dass dein Körper, deine Seele und auch dein Geist etwas anderes brauchst als das, zu dem du dich gerade zwingen willst.

Ich zum Beispiel habe, während ich diesen Text schreibe, schon mehrfach zum Handy gegriffen, war auf Toilette und habe ziellos nach rechts und links geschaut. Warum? Weil ich platt bin. Dies ist der dritte Text, den ich heute schreibe. Und ich möchte ihn gerne noch fertig bekommen. Aber ich weiß, dass ich direkt nach Veröffentlichung den Rechner ausmache und mir eine Runde Sofa gönne. Alleine diese Selbsterkenntnis hilft mir jetzt, den Artikel schnell fertig zu bekommen. Weil ich weiß, dass ich abgelenkt sein darf und dass es natürlich ist, wenn mein Körper sich nach einer Pause sehnt. Und weil ich weiß, dass ich ihm diese in wenigen Minuten geben werde :-)

Fokus halten ist ganz einfach

Wir sind natürlicherweise in der Lage, den Fokus auf eine Sache zu halten, wenn die Rahmenbedingungen dafür erfüllt sind.

Dazu gehören:

  • Eine gute Energie: Wenn du traurig bist, unausgeschlafen oder sonst wie nicht gut drauf, dann wird es schwieriger. Hier helfen dir stärkende Routinen, wie z. B. Yoga, Bewegung, Meditation, Spaziergänge in der Natur, um in einer guten Energie zu sein.
  • Klarheit über dein Ziel: Du solltest wissen, was du wirklich willst. Das kann etwas anderes sein, als das, was du gerade machen willst/sollst/musst. Es kann dir schon helfen zu erkennen, dass du mit dieser Aufgabe fremden Zielen folgst und du dich deswegen ablenken lässt. Alleine die Einsicht wird dir zu mehr Fokussierung verhelfen.
  • Die eigenen Werte: Wenn du gegen deine Lebensmotive lebst, dann bist du nicht im Einklang. Das kann sich auf eine erhöhte Tendenz zur Ablenkung niederschlagen.
  • Die eigene Persönlichkeit: Wenn du gegen deine Persönlichkeit agierst, dann wirst du dich höchstwahrscheinlich schneller ablenken lassen, da du nicht im Flow bist.
  • Guter Selbstwert: Dein Selbstwert ist die Basis für mehr Fokus. Denn wenn du dich selbst als wichtig schätzt, dann nimmst du auch an, was dir gerade passiert.

Was hilft bei Ablenkung?

Diese 6 Tipps helfen dir, nachhaltig etwas gegen Ablenkung und für Fokus zu tun.

  1. Wenn du dich hast ablenken lassen, dann mache dir zuerst bewusst, wieso diese Ablenkung eingetreten ist. Was ist die eigentliche Ursache hinter der Ablenkung?
  2. Nimm die Ablenkung liebevoll an. Schimpfe nicht mit dir. Du bist nicht ohne Grund abgelenkt.
  3. Identifiziere deine persönlichen Stellschrauben. Woran liegt es, dass du z.B. bei einer bestimmten Tätigkeit immer wieder abgelenkt bist? Entspricht diese Tätigkeit überhaupt deiner Persönlichkeit? Wenn du dich bei deiner Buchhaltung gerne ablenken lässt, weil du sie im Grunde ätzend findest, dann ist das normal. Überlege dir, ob du diese Tätigkeit abgeben kannst. Arbeitest du jeden Tag zu lange und bist deswegen in den Abendstunden nicht mehr im Fokus? Normal! Versuche deine Arbeitszeiten zu reduzieren bzw. mache mehr Pausen, die dich regenerieren.
  4. Passe deine Stellschrauben so an, dass sie dir dienen. Wenn du dich wirklich leicht und regelmäßig ablenken lässt, dann läuft irgendetwas schief in deinem Leben. Sei ehrlich zu dir, übernimm dafür die Verantwortung und ändere sie.
  5. Finde den Flow. Wann fällt es dir leicht, den Fokus zu halten? Finde diese Momente, mache sie dir bewusst und genieße sie. Hole dir mehr solcher Momente in dein Leben.
  6. Vergib dir selbst. Erwarte nichts Übermenschliches von dir. Verzeih dir, wenn es dir im Moment nicht so gut gelingt, den Fokus zu halten. Sei milde und nachsichtig. Das ist die beste Stimmung, um schnell wieder fokussiert zu sein.

Fazit

Die Ablenkung ist weniger schlecht als ihr Ruf. Tatsächlich lädt sie dich ein, mal genauer hinzuschauen, was die Hintergründe sind. Nur wenn du weißt, wann du dich besonders gerne ablenken lässt, kannst du auch etwas tun. Mehr Fokus entsteht dann, wenn du weißt, was du willst, und wie die Strategie ist. Dabei ist es wichtig, dass du jeden Tag auf deinen Energiehaushalt achtgibst. Sorge immer dafür, dass es dir und deinem Körper gut geht.

Wann lässt du dich besonders gerne ablenken? Was ist deine Theorie, warum das so ist? Ich freue mich auf deine Geschichte in den Kommentaren

(Photo by Daria Nepriakhina)