Kraft für Veränderungen

Das neue Jahr ist ein paar Wochen alt und damit ist ein guter Zeitpunkt, um sich noch mal über das Thema „Ziele für 2018“ zu unterhalten. Ich selbst bin überhaupt kein Fan von den klassischen „guten Vorsätzen“. Nachdem ich aber im Dezember OP-bedingt etwas eingerostet war, habe ich mir zum Jahreswechsel doch das eine oder andere vorgenommen. Und mir fällt immer wieder auf, dass ich nicht alle Ziele, die ich mir setze, gut einhalten kann. Geht Dir das auch so?

Obwohl ich ganz genau weiß, wie viel besser es wäre, keinen Zucker zu essen, immer 8 Stunden zu schlafen und weniger auf Facebook rumzuhängen, so fällt mir doch die Umsetzung ehrlich schwer. Woran aber liegt das? Dass ich (und bestimmt auch Du) bei bestimmten Sachen Gas geben kann und bei anderen will es einfach nicht klappen?

Nachdem mich das Thema nicht nur selbst umtreibt, sondern es ja auch in jeder Coaching-Session um Ziele geht, habe ich mir das Thema genauer vorgenommen.

Woran liegt es, wenn Ziele nicht flutschen?

  1. Deine Ziele kommen von außen. Man könnte auch sagen: Es sind nicht Deine eigenen Ziele. Häufig setzen wir uns Ziele, weil wir denken „ich müsste mal“. Dahinter stecken gesellschaftliche Konventionen, wie z.B. der Wunsch nach dem Idealgewicht. Insbesondere zum Jahreswechsel, wenn die Zeit der Neujahrsvorsätze ist, nehmen sich viele Menschen Dinge vor, die sie im tiefsten Grund ihres Herzens gar nicht wollen. Und genau das ist der zweite Grund.
  2. Deine Ziele sind im Kopf entstanden. Man könnte auch sagen: Du hast bei der Formulierung Deines Ziels vergessen, Dein Herz bzw. Deine Seele zu befragen. Der Kopf, also Deine vernünftige Seite, flüstert Dir zu „Iss keinen Zucker“. Aber Dein Herz kann es nicht, weil mit dem Essen von Schokolade ein Bedürfnis befriedigt wird, was schwerer wiegt als die Vernunft.
  3. Deine Ziele berücksichtigen nicht Dein „Warum“. Man könnte auch sagen: Du bist Dir über Deine wahren Ziele noch im Unklaren und hältst Dich an der Oberfläche auf. Wenn Du nicht weißt, was Du Dir tief in Dir wirklich wünscht, und wofür Du wirklich bereit wärst, etwas zu tun, so hast Du bei der Umsetzung nicht genügend Motivation.

Was fehlt ist die innere Relevanz

Wenn Du Dir also Ziele setzt, die Du nur halbherzig anstrebst, dann ist die Chance groß, dass Du Dein Ziel nicht erreichst. Und nicht nur das …

So oft machen wir uns deswegen innerlich richtig fertig.  Kennst Du das auch, dieses Gefühl so unzuverlässig / undiszipliniert / faul / unordentlich / unsportlich zu sein? Und schielst Du dabei auf die anderen, die scheinbar alles mühelos / mit Freude / in kürzester Zeit erreichen.

Und was bleibt? Ein doofes Gefühl. Der Eindruck, nichts auf die Kette zu kriegen. Totale Demotivation setzt ein. Frust. Und damit hast Du wirklich überhaupt nichts erreicht.

Dieses Muster kannst Du durchbrechen

Gerade bei großen Veränderungen im Leben reicht ein Ziel häufig nicht aus. Und das sage ich als ehemalige, leidenschaftliche Projektmanagerin, die die perfekte Zielformulierung quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat

Große Veränderungen sind z. B. ein komplett neuer Job, der Wechsel vom Angestelltenverhältnis in die Selbständigkeit, ein neuer Wohnort oder die Neuausrichtung des eigenen Lebens nach schwerer Krankheit oder Trennung.

Immer dann also, wenn Du viel Kraft für eine Sache brauchst, da die Veränderung entsprechend mächtig ist, darfst Du richtig groß träumen. Und zwar von einer Vision.

Eine Vision ist ein langfristiges Bild bzw. Vorstellung von etwas, z. B. von Deinem Leben allgemein oder auch von einem Teil-Baustein, wie Deinem Business bzw. Job.  Ohne Vision willst Du eine große Veränderung, aber schaffst es nicht so richtig. Du trittst auf der Stelle, weißt nicht, wo Du anfangen sollst und alles wirkt so übermächtig.

Was eine Vision für Dich bedeutet

Das lässt sich gut in dem Zitat von Antoine de Saint-Exupery erkennen:

 „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Eine Vision …

  • ist langfristig ausgerichtet und bietet Dir genügend Zeit für die Schärfung Deines Traumes und auch für die Erreichung.
  • darf in den buntesten Farben, lautesten Geräuschen und schönsten Gefühlen entstehen.
  • geht direkt an Deinen wahren, authentischen Kern und berücksichtigt Dein Unterbewusstsein.
  • kommt direkt aus Deinem Herzen. Sie ist damit absolut intrinsisch – also von innen her kommend.
  • berücksichtigt dein Wofür und die Frage „Warum tust Du etwas?“
  • entfaltet eine starke Motivationswirkung.

Eine gute Vision dockt also direkt an Deiner Sehnsucht an. An dem, was ganz tief in Dir da ist, und darauf wartet, entdeckt zu werden. Sie entsteht nicht im Verstand, sondern kommt aus der Tiefe Deines Herzens bzw. aus Deiner Seele.

Wenn Du Deine Vision kennst

Alleine das Beschäftigen mit Deiner Lebensvision wird etwas in Dir verändern. Es setzt ganz neue Gefühle und Gedanken in Dir frei. In dem Moment, wo Du das erste Mal spürst, wo Du wirklich hin willst, kommen meist körperliche Reaktionen mit ins Spiel. Plötzlich kribbelt es in den Füßen oder Händen und in Deiner Brust flattert es, als seist Du verliebt. Und Du bist ja auch verliebt:

Verliebt in Dein eigenes Leben.

Verliebt in die Gestaltungsmacht, die Du besitzt. Verliebt in die Hoffnung, dass sich die Dinge für Dich zum absolut Positiven verändern.

Das Arbeiten an der eigenen Lebensvision entfacht häufig große Emotionen. Da ist die Freude, die Dich überkommt, wenn Du die Dinge das erste Mal in einem neuen, übergeordneten Zusammenhang erkennst. Die grenzenlose Motivation, wenn Du endlich losläufst und Dir beim Laufen sicher bist, die richtige Richtung erwischt zu haben.

Aber es kommen auch Deine schlimmsten Ur-Ängste hoch: Die Angst zu Versagen. Die Angst zu scheitern. Die Angst, das Falsche zu tun. Scham. Zweifel. Unsicherheit. Ängste entstehen, weil Du im Kopf das Worst-Case-Szenario durchgehst und Dich unweigerlich fragst, was das Schlimmste ist, was passieren könnte. Und dann setzt die Angst ein. Diese Angst zeigt Dir aber auch auf, dass Du genau da richtig bist. Du solltest Deine Angst als Wegweiser nutzen.

Und Deine bisherigen Ziele?

Vielleicht ist gerade nicht die Zeit für kleine Ziele à la 5 kg abnehmen. Vielleicht ist einfach Größeres dran. Aber vielleicht haben Deine Ziele auch in Deiner Vision ihren Platz gefunden. Denn gute, wichtige Ziele leiten sich immer aus einer Vision ab. Und viele bisher als schwierig empfundene Dinge passieren dann plötzlich fast von allein.

Wenn Du mit der Arbeit an Deiner Vision beginnst, mach Dich also auf alles gefasst. Du wirst spüren, dass selbst kleine Schritte Dir gut tun. Du wirst zufriedener sein, weil Du Deine Aktivitäten in ein großes Ganzes einordnen kannst und weißt, wofür Du etwas tust. Auch wenn es noch nicht erreicht ist. Rückschritte gibt es immer – aber plötzlich sind sie nicht mehr so schlimm. Du kannst viel leichter wieder dort ansetzen, wo Du aufgehört hast.

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, Deine Vision zu erkennen, dann lade ich Dich herzlich zu einem kostenlosen Berufungscheck ein. Gehe damit einen ersten Schritt und erschaffe Deine persönliche Vision. Verankere sie nachhaltig in Deinem Leben. Du wirst sehen, wie viel Kreativität freigesetzt wird und wie viel Freude Veränderung macht.

(Photo by Mike Wilson on Unsplash)

 

 

1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Dir Deine individuellen Gründe immer wieder ins Gedächtnis. Mache Dir ein Vision Board, in dem Du Deine Vision vom (Berufs-)Leben bildlich festhältst. Du wirst merken, dass eine klare Vision Dir immer wieder die Kraft gibt, […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Ich stimme der Datenspeicherung zu.